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16.Dezember 2011 / 21. Muharrem 1433

VIKZ

Namaz mit Hingabe 

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Verehrte Brüder im Islam!

 

In unserer heutigen Hutbe geht es um das rituelle islamische Gebet, das im Türkischen Namaz genannt wird, und über die Wichtigkeit, dieses Gebet mit Huşû, das heißt mit innerer Sammlung, zu verrichten.  

 

Huşû bedeutet wörtlich einen Zustand der Stille und des Friedens, in dem man den Geschehnissen rechts und links keine Beachtung schenkt und Demut und Hingabe übt. Im Gebet kommt es darauf an, Leib und Seele zu verschmelzen und beides zugleich unter Kontrolle zu haben.

Um im Gebet Huşû zu verwirklichen, muss das Herz sich das Gefühl der Ehrfurcht und des Respekts ganz tief zueigen gemacht haben. Als Folge sollten unser Körper und jedes einzelne seiner Glieder in Sükûnet sein, einen inneren Frieden eingehen und uns das Gefühl vermitteln, wir befänden uns in der Gegenwart von Hazret-i Allâh.

Als Rasûlullâh (s.a.v.) einmal sah, wie jemand während des Gebetes mit seinem Bart spielte sprach Er: “Hätte er Huşû in seinem Herzen, so hätten sie auch seine Glieder.”

 

In der Âyet-i Kerîme, die ich zu Beginn meiner Hutbe vorgetragen habe, spricht Allâhu Teâlâ: “Wahrlich, Wohlergehen haben die Gläubigen gefunden. Diese sind solcherart von Gläubige, die in ihren Namaz (ihren rituellen Gebeten) voller Huşû sind; und die sich von allem leeren Gerede abwenden.” Wie dieser Âyet-i Kerîme zu entnehmen ist, kann Huşû im Namaz nur dann entstehen, wenn man sich in der übrigen Zeit von der Beschäftigung mit unnützem Zeug und leerem Gerede fernhält. (Mü’minün,1-2-3)

 

Liebe Gemeinde,

 

wenn man den Namaz verrichtet, sollte man an den beiden folgenden Stellen besonders wachsam, aufmerksam und innerlich gesammelt sein: Erstens beim Sprechen der Sûre Fatiha-i Şerîfe, bei der Âyet

 “إِيَّاكَ نَعْبُدُ وإِيَّاكَ نَسْتَعِينُ ”, 

die als Rûh, als Essénz und Geist des Namaz überhaupt gilt. Diese Worte bedeuten: “Dich allein beten wir an, und Dir allein gilt unser Flehen.” Im Gebet sollte man sich beim Sprechen dieser Âyet ihre Bedeutung vor Augen halten und innerlich völlig gesammelt sein. Zweitens beim Sitzen, während man das Tahiyyât-Bittgebet spricht, an der Stellle

 اَلسَّلاَمُ عَلَيْكَ اَيُّهَاالنَّبِيُّ وَ رَحْمَةُاللَّهِ وَ بَرَكاَتُه”

Dieser Segenswunsch bedeutet “Der Friede, das Erbarmen und der Segen von Hazret-i Allâh mögen auf dir ruhen, o Nebiyyi Zîşân, erlauchter Gesandter”. Beim Sprechen dieser Worte sollte man sich vor Augen halten, dass es Rasûlüllah (s.a.v.) ist, der an dieser Stelle gegrüßt wird.

 

Weiterhin sollte der Betende sich während des Namaz nicht den Hals freimachen, indem er hustet oder sich räuspert – es sei denn, er hat dafür wichtige gesundheitliche Gründe. Denn liegt ein solcher wichtiger Grund nicht vor, so wird das Gebet außer Kraft gesetzt und muss nachgeholt werden. Ein unwillkürliches, unbeabsichtigtes Husten dagegen setzt das Gebet nicht außer Kraft.

 

Verehrte Gläubige, 

 

Rasûlullah (s.a.v.) Efendimiz beschreibt das rituelle Gebet mit den Worten, es sei “sein Augenlicht und der Pfeiler des Glaubens”. Nach dem Îmân, dem Glaubensbekenntnis, ist der Namaz der zweite Grundpfeiler unseres Religion. Daher ist es jedem Mükellef, das heißt jedem volljährigen, zum Namaz verpflichteten Menschen, aufgegeben, sein Gebet mit größtmöglicher Hingabe und Huşû zu verrichten. Um das sicherzustellen, müssen wir schon bei der Säuberung auf der Toilette, danach beim Abdest, der rituellen Waschung, und anschließend auch bei den farz-, vacib- und sünnet-Anteilen des Gebets mit Konzentration und Achtsamkeit dabeisein.

Und das ist nur zu erreichen, wenn wir von der Wichtigkeit der fünf täglichen Gebete überzeugt sind, wenn wir uns mit größtem Eifer an den Namaz und die andern Gebete halten und wenn wir auch unsere Dua, das Bittgebet an Allâh, nicht vergessen.


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