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17. August 2012 / 29. Ramazan 1433 - Finanzielle Ibâdet und Sadaka-i Fıtır

VIKZ

Finanzielle Ibâdet und Sadaka-i Fıtır

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Sehr verehrte Muslime,

 

in unserer Hutbe sprechen wir heute über den Wert von finanzieller Ibâdet und Sadaka-i Fıtr, dem Almosen zum Ramadan-Bayram.  

In der Sûre Fâtiha wird die Sırât-ı Müstekîm, der Rechte Weg auf dem das Wohlgefallen Allâhs ruht kurz erwähnt und in der folgenden Sûre, der Bakara und in anderen Sûren ausgiebig erläutert. In den ersten Âyets jener Sûre Bakara teilt Allâh die Menschen in drei Gruppen auf. Erstens Mü’min, jene, die an Allâh glauben, zweitens Kâfir, jene, die Allâh leugnen und drittens Münafık, jene, die nach außen hin sich gläubig geben und im Innern Allâh nicht akzeptieren können. In den folgenden Versen spricht Allâhu Teâlâ dann über die Muslime  und ihren Glauben an das Jenseitige, über den Namaz, das rituelle Gebet, dass sie in aufrechter Art und Weise verrichten und über die Rızk, die Güter, die ihnen Allâh gibt und von dem sie auf dem Wege Allâhs ausgeben sollen. Von all diesen Ausführungen verstehen wir: der Islam steht auf zwei Fundamenten, einerseits Îmân, also der Glaube an Allâh und andererseits Amel, die tägliche Praxis. Dies wird an vielen Stellen im Kur’ân-ı Kerîm mit der Formulierung „jene, die glauben und fromme Taten begehen“ untermauert 

 

Liebe Muslime,

das dieseitige Leben und die weltlichen Güter sind ohne Zweifel Teil unserer Prüfung und Fitne auf dem Wege zu unserem Schöpfer. In der Âyet 28 der Sûre Enfâl heißt es: “Und wisset, dass eure Güter und eure Kinder euch eine Prüfung sind. Und in der Tat gibt es (dafür) großen Lohn bei Allâh.” Peygamber Efendimiz (s.a.v.), der Gesandte Allâhs spricht hierzu: “Ohne Zweifel gibt es für jede Ümmet, für jede Gemeinschaft eine Fitne. Die Fitne (also die Prüfung) meiner Ümmet sind (weltliche) Güter.” 

Wir sollten aber hierbei eins richtig auffassen, Güter die der Mensch helal, also rechtmäßig erwirbt und von denen er auf dem Wege Allâhs und im Einklang mit der Rızâ, dem Wohlgefallen Allâhs ausgibt stellen für ihn eine große Nîmet, eine große Gabe dar. Wer demnach es schafft von seinen Gütern auf dem Wege Allâhs auszugeben, hat diese Prüfung bestanden. Denn in einem anderen Hadîs-i Şerîf spricht Rasûlullâh (s.a.v.): “Nur diese zwei Menschen sollten beneidet werden: Einmal jene, die es schaffen den Kur’ân immerzu am Tage und in der Nacht zu lesen und desweiteren jene, die die Güter, die ihnen Allâh geschenkt hat, wiederum auf dem Wege Allâhs am Tage und in der Nacht auszugeben vermögen.” 

Erst dann wenn der Mensch es schafft von seinen Gütern auch noch die besten und jene, die er selbst am meisten mag zu spenden kann man von Erfolg im Sinne Allâhs sprechen. Hierzu heißt es in Âyet 92 der Sûre Âl-i İmran: “Solange ihr nicht von dem, was ihr liebt auf dem Wege Allâhs ausgibt werdet ihr das Beste nicht erreichen. Was auch immer ihr ausgibt, seht, Allâh weiss es.”

 

Verehrte Muslime,

uns allen ist bewußt, dass die Zekât unsere wichtigste finanziell geleistete Ibâdet darstellt. Denn die Zekât ist eine der Grundpfeiler des Islam und farz, das heißt absolute Pflicht. Genauso ist die Sadaka-i Fıtr, das Almosen zum Ramadan Bayram eine mâlî, eine finanzielle Ibâdet. Jeder freie Muslim, der eine nach islamischem Recht definierte qualifizierte Menge an Gütern besitzt ist verpflichtet diese Sadaka-i Fıtr zu entrichten. All jene Empfänger an die man seine Zekat entrichten darf, können auch die Sadaka-i Fıtr annehmen. Vacip, das heißt Pflicht wird diese Sadaka mit dem Beginn der Morgendämmerung am ersten Bayramtag und endet mit dem Verlassen der Gebetsstätte nach dem Bayramnamaz. Trotzdem ist es möglich diese Sadaka vor oder nach dieser vorgegebenen Zeit zu entrichten. Vorbildlich und empfehlenswert ist es die Sadaka-i Fıtr noch vor dem Bayramnamaz den Bedürftigen in die Hände zu geben, damit diese noch vor den Bayramtagen einkaufen und so sich auf den Bayram und die Freude darin konzentrieren können. 

Peygamber Efendimiz (s.a.v.) spricht im folgenden Hadis-i Şerif: “Das Fasten im Ramadan ist festgebunden zwischen Erde und Himmel. Von dort aus kann es nur noch mit der Sadaka-i Fıtr emporsteigen.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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