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17. Februar 2017 / 20. Cemaziyelevvel 1438 - Şefaat

Wahre Ulemâ

Verehrte Muslime,

Şefaat bedeutet nach dem Lexikon „die Fürbitte um Vergebung für Fehler und Sünden“.

Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen der Ehl-i sünnet vel-cemaat und den irregeleiteten Gruppen unter den Muslimen ist der Glaube daran, dass es die Şefaat gibt und sie rechtens ist. Denn dies ist sowohl in Kitab, also im Kur’ân-ı Kerîm als auch durch die Sünnet, die Icmâ-i Ümmet und den Kıyas-i Fukahâ so belegt.

Şefaat ist nicht, wie manche meinen, die Bevorteilung einer Person oder Ungerechtigkeit. Im Gegenteil, sie ist vielmehr eine durch Allâh nahestehende Menschen verursachte Minderung der Strafe in der Âhiret, aufgrund der im Wesentlichen guten Lebensführung des Menschen, einschließlich Fehler und Mängel.

Zu dieser guten Lebensführung gehören zum Beispiel das Aufsagen von Salavât-ı Şerife und anderen Duâs aus Liebe zu und für Resûlullâh (s.a.v.). Auch und obwohl man als Muslim vielleicht unzählige Fehler und Sünden aufgehäuft hat, weil man sich nicht gegen den ständigen Druck der Nefis und ihrer Wünsche wehren konnte. Des Weiteren gehört zu dieser guten Lebensführung der Dienst und die Anstrengung auf dem Wege Allâhs und für den Kur’ân, mit der Hoffnung damit Rettung zu finden. Darüber hinaus die Liebe und Zuneigung zu den Evliyâ. Die beständige Anstrengung nicht in Küfür und Leugnung zu verfallen und den Îmân bis zum letzten Atemzug beizubehalten ist auch eine gute Lebensführung eines Muslims.

Mit der Şefaat wird Allâhü Teâlâ die Strafe vieler Muslime mildern oder vollständig tilgen. Denn viele dieser Muslime haben es Zeit ihres Lebens nicht geschafft in tiefer Ernsthaftigkeit um Vergebung zu bitten, die auch Annahme bei Allâh gefunden hat.

Allâhü Teâlâ ist ohne Zweifel imstande ohne Mittler jedem einzelnen Menschen zu vergeben, aber die Şefaat ist Seine Gnade und Ikrâm für die Menschen - vor allem für diejenigen, die Şefaat ausüben werden.

So spricht Cenab-ı Hakk in der Sûre-i Enbiya in Âyet 28 (Achtundzwanzig): „Jene (die Şefaat machen), werden keinem anderen Şefaat leisten außer für diejenigen, denen Allah Wohlgefallen erwies. Und alle sind in Ehrfurcht ihm gegenüber schaudernd.“ Diese Âyet ist Beweis für die Şefaat; und dass die Erlaubnis und das Wissen darum bei Allâh liegt.

 

Liebe Muslime,

die Şefaat ist den Ehl-i Îmân, also den Muslimen vorbehalten. Die Küffar, also die leugnenden Menschen haben keinen Anteil an der Şefâat. Dies ist in der folgenden Âyet-i Kerîme belegt: “So nützt die Şefâat der Şefaat-Machenden den Küffâr zu nichts.

Es gibt viele Hadis-i Şerîf über die Şefâat. Einige sollen hier erwähnt werden.

„Jeder Gesandte Allâhs hatte eine spezielle Duâ für seine eigene Gemeinschaft. Ich hingegen habe meine Duâ für meine Ümmet als Recht zur Şefaat (für die Âhiret) bewahrt.

“Meine Şefaat ist den Muslimen unter meiner Ümmet zugedacht, die große Sünden begangen haben.”

“Von meinem Rabb (und Allah) kam ein Engel und bat mich zu wählen zwischen der Möglichkeit die Hälfte meiner Ümmet in die Cennet gelangen zu lassen und dem Recht zur Şefâat. Ich wählte die Şefâat. Und diese meine Şefâat gilt allen die von dieser Welt gehen, ohne Allâh etwas beizugesellen und Şirk machen.

Für uns Muslime, die wir mit Fehlern behaftet sind, sind diese Aussagen Rasûlullâhs (s.a.v.) von unermeßlichem Wert. Sie zeigen doch sehr klar und deutlich auf, dass der Glaube an die Şefâat ein wesentliches Merkmal des Muslimseins ist.

Und ohne Zweifel ist Rasûlullâh (s.a.v.) mit der größten Şefâat ausgestattet. Dass es außer dem Gesandten Allâhs (s.a.v.) auch andere Menschen geben wird, die das Recht zur Şefâat bekommen werden, lernen wir wiederum aus den Aussprüchen Rasûlullâhs (s.a.v.).

Auch der Kur’an-ı Kerim wird Şefâat für diejenigen machen, die aus ihm lesen und sich für ihn anstrengen. Davon spricht Rasûlullâh (s.a.v.) im folgenden Hadîs-i Şerîf:

Die Şefâat des Kur’an-ı Kerim ist eine (bei Allâh) angenommene Şefâat, auch ihre Beschwerde (bei Allâh) ist makbûl. Wer sich ihn als Wegweiser annimmt wird zur Cennet getragen. Und wer sich von ihm abwendet, den schickt er in die Cehennem.

Rasûlullâh (s.a.v.) hat die größte Şefaat; aber auch seine Erben in Irşâd und Tasarruf, also jene Gelehrten und Evliyâ, die seinen Auftrag weiterführen haben das Recht zur Şefâat inne. So werden sie für Milliarden von Muslimen Şefâat machen können. Der folgende Hadis-i Şerîf von Rasûlullâh (s.a.v.) erklärt dies in aller Deutlichkeit:

„In der Kıyamet werden drei Gruppen die Şefâat ausüben: Die Gesandten Allâhs, sodann die Ulemâ und Gelehrten des Islâm und danach die Şühedâ.

Wer die Şefaat leugnet, obwohl sie mit Ayet-i Kerimes, Hadis-i Şerif und der İcma-i Ümmet belegt ist, wird sowohl in diesem als auch im Leben nach dem Tode Schaden davon tragen.

Wer die Şefaat leugnet, wird ganz sicher von ihr ausgeschlossen werden.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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