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18. April 2014 / 18. Cemâziyelâhir 1435 - Şefaat

18. April 2014 / 18. Cemâziyelâhir 1435 - Şefaat

Verehrte Muslime!

Unsere heutige Hutbe das Thema Şefaat.

Şefaat bedeutet nach dem Lexikon die Fürbitte um Vergebung für Fehler und Sünden.

Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen der Ehl-i sünnet vel-cemaat und den irregeleiteten Gruppen unter den Muslimen ist der Glaube daran, dass es die Şefaat gibt und sie rechtens ist. Denn dies ist sowohl in Kitab als auch durch die Sünnet, die Icmâ-i Ümmet und den Kıyas-i Fukahâ so belegt.

Şefaat ist nicht die Bevorteilung einer Person oder Ungerechtigkeit – wie manche das verstehen. Im Gegenteil, sie ist vielmehr eine durch Allâh nahestehende Menschen verursachte Minderung der Strafe in der Âhiret, aufgrund der im Wesentlichen guten Lebensführung des Menschen, einschließlich Fehler und Mängel.

Zu dieser guten Lebensführung gehören zum Beispiel das Aufsagen von Salavât-ı Şerife und anderen Duâs aus Liebe zu und für Resûlullâh (s.a.v.). Auch und obwohl man als Muslim vielleicht unzählige viele Fehler und Sünden aufgehäuft hat, weil man sich nicht gegen den ständigen Druck der Nefis und ihrer Wünsche wehren konnte. Des Weiteren gehört zu dieser guten Lebensführung der Dienst und die Anstrengung auf dem Wege Allâhs und für den Kur’ân, mit der Hoffnung damit Rettung zu finden. Darüber hinaus die Liebe und Zuneigung zu den Evliyâ und Menschen, die Allâh nahestehen. Die beständige Anstrengung nicht in Küfür und Leugnung zu verfallen und den Îmân bis zum letzten Atemzug beizubehalten ist auch eine gute Lebensführung eines Muslims.

Mit der Şefaat wird Allâhü Teâlâ die Strafe vieler Muslime mindern oder vollständig tilgen. Denn viele dieser Muslime haben Zeit ihres Lebens es nicht geschafft in tiefer Ernsthaftigkeit um Vergebung zu bitten, die auch Annahme bei Allâh gefunden hat.

Allâhü Teâlâ ist ohne Zweifel imstande jedem einzelnen Menschen zu vergeben, aber die Şefaat ist Seine Gnade und Ikrâm für die Menschen - vor allem für diejenigen, die Şefaat ausüben werden.

So spricht Cenab-ı Hak in der Sûre-i Enbiya in Âyet 28: „Jene (die Şefaat machen), werden keinem anderen Fürbitte leisten außer für diejenigen, denen Allah Wohlgefallen erwies. Und alle sind in Ehrfurcht ihm gegenüber schaudernd.“ Diese Âyet ist Beweis für die Şefaat; und dass die Erlaubnis und das Wissen darum bei Allâh liegt.

 

Liebe Muslime,

die Şefaat ist den Ehl-i Îmân, also den Muslimen vorbehalten. Die Küffar, also die leugnenden Menschen haben keinen Anteil an der Şefâat. Dies ist in der folgenden Âyet-i Kerîme belegt: “So nützt die Şefâat der Fürbittenden den Küffâr zu nichts.

Es gibt viele Hadis-i Şerîf über die Şefâat. Einige sollen hier erwähnt werden.

„Jeder Gesandte Allâhs hatte eine spezielle Duâ für seine eigene Gemeinschaft. Ich hingegen habe meine Duâ für meine Ümmet als Recht zur Şefaat (für die Âhiret) bewahrt.

“Meine Şefaat ist den Muslimen unter meiner Ümmet zugedacht, die große Sünden begangen haben.”

“Von meinem Rabb und Herrn kam ein Engel und bat mich zu wählen zwischen der Möglichkeit die Hälfte meiner Ümmet in die Cennet gelangen zu lassen und dem Recht zur Şefâat. Ich wählte die Şefâat. Und diese meine Şefâat gilt allen, die ohne Allâh etwas beizugesellen und Şirk machen von dieser Welt gehen.

Für uns Muslime, die wir mit Fehlern behaftet sind, sind diese Aussagen Rasûlullâhs (s.a.v.) von unermeßlichem Wert. Sie zeigen doch sehr klar und deutlich auf, dass der Glaube an die Şefâat ein wesentliches Merkmal des Muslimseins ist.

Und ohne Zweifel ist Rasûlullâh (s.a.v.) mit der größten Şefâat ausgestattet. Dass es außer dem Gesandten Allâhs (s.a.v.) auch andere Menschen geben wird, die das Recht zur Şefâat bekommen werden lernen wir wiederum aus den Aussprüchen Rasûlullâhs (s.a.v.).

Auch der Kur’an-ı Kerim wird Şefâat für diejenigen machen, die aus ihm lesen und sich für ihn anstrengen. Davon spricht Rasûlullâh (s.a.v.) im folgenden Hadîs-i Şerîf:

Die Şefâat des Kur’an-ı Kerim ist eine (bei Allâh) angenommene Şefâat, auch ihre Beschwerde (bei Allâh) ist makbûl. Wer sich ihn als Wegweiser annimmt wird zur Cennet getragen. Und wer sich von ihm abwendet, den schickt er in die Cehennem.

Rasûlullâh (s.a.v.) hat die größte Şefaat; aber auch seine Erben in Irşâd und Tasarruf, also jene Gelehrten und Evliyâ, die seinen Auftrag weiterführen haben das Recht zur Şefâat inne. So werden sie für Milliarden von Muslimen Şefâat machen können. Der folgende Hadis-i Şerîf von Rasûlullâh (s.a.v.) erklärt dies in aller Deutlichkeit:

„In der Kıyamet werden drei Gruppen die Şefâat ausüben: Die Gesandten Allâhs, sodann die Ulemâ und Gelehrten des Islâm und danach die Şühedâ.

Möge Allâh uns alle von der Şefâat Rasûlullâhs (s.a.v.) profitieren lassen.

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