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18. Juli 2014 / 21. Ramazan 1435 - Leyle-i Kadir

18. Juli 2014 / 21. Ramazan 1435 - Leyle-i Kadir

Verehrte Muslime!

Am 23. (Dreiundzwanzigsten) Juli, also Mittwoch kommender Woche werden wir – so Allâh will – die Nacht der Bestimmung, die Leylet-ül’Kadr oder auf Türkisch “Kadir Gecesi” begehen. 

Zeiten und Orte verdienen ihre Bedeutung mit wichtigen Ereignissen in ihnen. Der Erhabene Allâh spricht in der Sûre-i Kadir, in der Wert und Bedeutung dieser gesegneten Nacht behandelt wird, das Folgende: “Ohne Zweifel haben Wir ihn (den Kur’ân) in der Leyle-i Kadir herabgesandt. Kennst Du die Bedeutung der Leyle-i Kadir? Die Leyle-i Kadir hat mehr Hayır als tausend Monate zusammen. Die Engel und der Rûh (der Engel Cebrail) kommen darin in Scharen herab, mit der Erlaubnis ihres Allmächtigen Schöpfers - für vielerlei Angelegenheiten. Jene Nacht ist in Selâmet und Frieden, bis zum Anbruch der Morgendämmerung.”

 

Hazret-i Allâh (c.c.), dessen Güte größer ist als Sein Zorn, hat der Ümmet-i Muhammed im Ramazan-ı Şerif die Leyle-i Kadir als große Gnade beschert. Wer von den Menschen es schafft den Wert dieser Gnade zu erkennen und sich entsprechend zu verhalten bekommt großen Lohn, sowohl in dieser als auch in der nächsten Welt.

Um die Leyle-i Kadir gebührend zu verstehen und sie ihrem Wert gemäß begehen zu können muß man sich mit der Botschaft des Kur’ân-ı Kerîm, dessen Offenbarung in dieser gesegneten Nacht begonnen hat, beschäftigen und versuchen sie zu verinnerlichen. Eine Nacht, die ihre Bedeutung vom Kur’ân erlangt, kann am besten durch die Hinwendung zum Kur’ân selbst zum Leben erweckt werden. Denn der Kur’ân-ı Kerîm zielt allein auf die Erfüllung des Menschen mit Glück, sowohl im Diesseits als auch in der Âhiret. Er erhellt unseren Geist, unsere Vernunft und die große Welt unseres Herzens. Er reinigt uns von jedweder schlechten Angewohnheit, die unser manevî, also unser spirituelles Leben mit Dunkelheit bedecken. Er richtet unsere Aufmerksamkeit auf die Werte der islamischen Ahlâk und führt zu einem ausgeglichenen und friedfertigen Geisteszustand.

 

Diese Leyle-i Kadir, die mehr Wert bei Allâh hat als tausend Monate zusammen, ist eine einmalige Gelegenheit für jeden Muslim, der nach der Rızâ-i Ilâhî, also das Wohlgefallen Allâhs strebt, der sich von Sünden und Fehlern befreien möchte und der auf einen Neuanfang aus ist.

Daher sollte jeder Muslim das Beste aus dieser Nacht herausholen. Denn diese tausend Monate machen mehr als 80 Jahre aus – so viel wie ein Menschenleben.

Zuallererst sollten wir unsere Sünden und Fehler bereuen und versprechen sie nie mehr wieder zu tun. Darüber hinaus sollten wir in uns gehen und die Tage hinterfragen, die wir einfach nutzlos und in geistiger Trägheit haben verstreichen lassen und wir sollten uns selbst Rechenschaft ablegen. Auch sollten wir bestrebt sein unsere guten und schönen Verhaltensmuster zu mehren und unsere schlechten Verhaltensmuster abzugewöhnen, damit wir in der Lage sind die manevî Flecken auf unseren Herzen zu reinigen.

Wir sollten Duâ machen, für uns, für unsere Familie und für die ganze Menschheit.

In welcher Nacht die Leyle-i Kadir eintritt ist geheim. Einige wichtige Überlieferungen und Zeichen sagen uns aber, dass die Leyle-i Kadir zumeist in die Nacht vor dem 27. (Siebenundzwanzigsten) des Ramazan-ı Şerif fällt.

 

Liebe Brüder im Islam,

kennt man den Wert der Leyle-i Kadir, so kann man auch von ihr Nutzen ziehen. Viele von euch kennen die sehr tiefsinnige türkische Redewendung “Her gördüğünü Hızır, her geceni Kadir bil”, was so viel heißt wie “Erkenne in jedem den Propheten Hızır, erkenne in jeder Nacht die Leyle-i Kadir“. Rasûlullâh (s.a.v.) spricht über diese gesegnete Nacht: “Wer daran glaubend und den Sevâb von Allâhü Teâlâ erhoffend die Leyle-i Kadir begeht, dem werden alle seine vorhergehenden Fehler vergeben”. Auch empfahl Rasûlullâh seiner Frau Âişe Vâlide in der Leyle-i Kadir folgende Duâ sehr oft zu sprechen:

اللَّهُمَّ إِنَّكَ عَفُوٌّ كَرِيمٌ تُحِبُّ الْعَفْوَ فَاعْفُ عَنِّي

Allah’ım! O mein Allah! Du bist der Vergebende, Du liebst es zu vergeben, so bitte vergebe mir.”. Diese Empfehlung gilt uneingeschränkt für alle Muslime bis zur Kiyâmet.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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