Gebetskalender

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18. Juni 2010 / 6 Recep 1431

Hutbe

Nafile İbadet

 

الاية :   وَمِنَ اللَّيْلِ فَتَهَجَّدْ بِهِ نَافِلَةً لَّكَ عَسَى أَن يَبْعَثَكَ رَبُّكَ مَقَاماً مَّحْمُودا {سورة الإسراء }
 الحديث:  أَحَبُّ ا لاَعْماَلِ إليَ اللهِ تَعاَليَ أَدْوَمُهاَ وَإِنْ قَلَّ {بخاري و مسلم}

 

Verehrte Gemeinde,

in unserer heutigen Hutbe möchte ich über die Bedeutung der nafile ibadet, das heißt der freiwilligen rituellen Gebete, sprechen.
 
Die von Allahu Teâlâ zur Pflicht erkorenen ibâdât, die farz ibâdât, stehen an oberster Stelle unserer Aufgaben als Gläubige. Verrichten wir sie, so folgen wir den Geboten Unseres Herrn. Aufgaben für Gläubige, die nicht farz oder vacib sind, werden nafile ibadet genannt. Wenn ein mü´min, ein Gläubiger, nafile ibadet verrichtet, so folgt er damit zugleich der sünnet Rasulullahs (s.a.v.) und erringt rıza-ı İlahi, Gottes Wohlgefallen. Im Hinblick darauf legte unser Prophet (s.a.v.) großen Wert auf freiwillige, über die Pflicht hinausgehende Formen des Gebetes zum allmächtigen Schöpfer.

Liebe Muslime,

Cenab-ı Hakk spricht in der eingangs vorgetragenen ayet-i kerime: “Wache einen Teil der Nacht und verrichte (mit dem Lesen des Kur´ans) den namaz des Nachts als freiwilliges Zusatzgebet.” Vor der Offenbarung dieser ayet-i kerime gebot Allahu Teâlâ die fünf Gebete am Tag und ließ erst danach diese Erklärung folgen, die zu Gebeten in der Nacht anleitet. Unser aller Stolz, Rasûlullâh (s.a.v.), spricht in einem hadis-i şerif: “Ihr Menschen! Verbreitet den Gruß des selam, speist euren Nächsten und verrichtet vor allem euer Gebet in der Nacht, wenn die anderen schlafen, auf dass ihr in Frieden in die cennet, in das Paradies kommt. ”

Die wichtigsten nafile namaz sind das sünnet namaz bei den täglichen Gebeten, dann das duha namaz (im Türkischen auch kuşluk namaz, Vormittagsgebet, genannt), evvabin namaz, das in der Nacht verrichtete teheccüd namaz und schließlich das tesbih namaz. Darüber hinaus gibt es nafile namaz für die heiligen, Kandil genannten Nächte, und auch noch andere Formen des Gebets, die einem Muslim noch zusätzlichen geistlichen Gewinn eintragen. All dies sind Gebete, die Rasulullah (s.a.v.) uns allen besonders ans Herz gelegt hat. Fahr-i kâinat, der Stolz der Welten, verrichtete selber diese ibâdât und ermunterte seine Familie und seine ashab, seine Gefährten, sie gleichfalls zu verrichten.

Verehrte Gläubige,

Es bedarf keiner weiteren Worte, um die fazilet, um Wert und Bedeutung der nafile ibâdât, hervorzuheben. Es gibt aber zwei Punkte, auf die wir Muslime Acht haben müssen:

Erstens: Manche Personen behaupten Dinge wie: “Verbindlich sind allein die Farz-Gebete. Darum muss man nichts weiter als die Farz-Gebete verrichten. Nafile ibâdât sind überflüssig.“ Die letzte Konsequenz solcher Behauptungen ist es, die sünnet Rasulullahs (s.a.v.) auszuhöhlen, sie - Allâh bewahre! - als Nebensache aufzufassen und damit die nafile ibâdât aufzugeben, die neben den  farz und vacib ibâdât die dritte Zufluchtsstätte des iman, des Glaubens, sind.

Zweitens: Die Hinwendung zu solchen nafile ibâdât kann unter gar keinen Um-ständen die grundlegende Bedeutung der farz ibâdât ersetzen. Achtet man die farz ibâdât nicht, so haben auch die nafile ibâdât keinen Wert. Der beste Weg ist ohne Zweifel, die farz ibâdât niemals zu unterlassen und ihnen die nafile ibâdât als Schmuck hinzuzufügen.

Geschätzte Gemeinde,

einem Muslim, der bewusst lebt, ist darum aufgegeben, neben den farz- und vacib-Gebeten nach Kräften auch die nafile ibadât zu verrichten und damit die Fürsprache Rasulullahs (s.a.v.), die şefaat-i uzmaa und die rızâ-i ilâhi zu erringen. So spricht Allahu Teala in einem hadis-i kudsi: “Durch die farz ibâdât rückt der Mensch meiner Strafe fern, und durch die nafile ibâdât rückt er meinem Wohlgefallen nahe.”

 

Anlage:

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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