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18.März 2011 / 13. Rebîulâhir 1432

VIKZ

Die Jugend

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Verehrte Muslime,

der Mensch hat zweifelsohne die höchste Position in der Schöpfung Allahu Teâlâs inne. Und die am meisten ergiebige Zeit im Leben des Menschen ist die Jugend. Dieser Lebensabschnitt ist eine Nîmet, eine Gabe Allahu Teâlâs, dessen Wichtigkeit wir schätzen sollten und zugleich eine Gelegenheit, die wir nicht einfach verstreichen lassen dürfen. Der ehrenvollste aller Menschen, der Gesandte Allâhs (s.a.v.) empfiehlt “die Bedeutung der Jugend vor dem Eintreten des Alters, zu erkennen”. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass er selbst besonders großen Wert auf Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen gelegt hat. Bei dieser Erziehung handelte er nicht willkürlich, sondern wandte Methoden an, die die geistige Entwicklungsstufe der Kinder mit berücksichtigte.
Die Jugend ist die Zukunft einer Gesellschaft. Aus diesem Grund gehört es zu den wichtigsten Aufgaben der Muslime, dafür zu sorgen, dass Jugendliche mental und körperlich gesund gedeihen; sich zielorientiert entwickeln; materielle und geistige Werte und Kulturen der Gesellschaften, in denen sie leben, kennen und vor allem tolerant und verantwortungsvoll mit eigenen Glaubens-geschwistern und Andersgläubigen umgehen.

Die Jugend des Menschen ist eine schwierige aber gleichzeitig die wichtigste Phase im Leben. In diesem Lebensabschnitt gestaltet jeder Einzelne seine Zukunft, erhält seine Bildung und legt den Grundstein für seinen beruflichen Werdegang. Er findet seine eigene Identität, bildet seinen Charakter, seine Persönlichkeit und lernt gute und schlechte Gewohnheiten, nützliche und – leider auch - unnütze Informationen. Auch die Familiengründung fällt in diesen Lebens-abschnitt.
Gute Charaktereigenschaften wie Sauberkeit, diszipliniertes Arbeiten, Respekt gegenüber den Eltern und älteren Menschen sowie dem gesellschaftlichem Umfeld; Toleranz, Geduld, Hilfsbereitschaft, Liebe zum Menschen und die Liebe zu Allâhü Teâlâ und seinem Gesandten; die Einhaltung von Regeln; Tugenden wie Aufrichtigkeit und Gerechtigkeitssinn werden in dieser Zeit gebildet und in die Zukunft getragen.
Heutzutage werden junge Menschen immer wieder kritisiert und gar beschimpft, sie seien aufmüpfig, verantwortungslos, zerstreut und respektlos gegenüber den Älteren und auch gegenüber den Jüngeren. Wir dürfen uns dabei mit Aussagen wie “Ach, die Jugend heutzutage” keineswegs aus der Verantwortung ziehen.

Liebe Gemeinde,

es gehört zu unseren Aufgaben, ja sogar zu unseren Pflichten unsere Aufmerksamkeit auf die nachwachsenden Kinder und Jugendlichen zu lenken und uns um sie zu bemühen. Im Kur’ân-ı Kerîm heißt es: „Euer Eigentum und eure Kinder sind für euch nur eine Prüfung...”; “Später an dem Tag (des Gerichtes in der Kıyâmet), werdet ihr für die Gaben wahrhaftig Rechenschaft ablegen.”

Diese beiden Âyets fordern von uns und auch von der heranwachsenden Jugend selbst diesen Lebensabschnitt, also die Jugend zu würdigen. Wenn es um die Erziehung der Jugend und um die Lösung ihrer Probleme geht sind in erster Linie die Eltern, Lehrer, Pädagogen, Soziologen, Gelehrte und Hocas und zuguterletzt jeder einzelne in der Gesellschaft gefragt mehr Verantwortung zu übernehmen. Eine Gesellschaft kann nur Erfolg haben, wenn sie ihrer Jugend vertraut, ihr Verantwortung überträgt und Jugendliche nicht als potentielle Straftäter oder dergleichen ansieht. Die Jugend ist die Zukunft einer Gesellschaft. Denn jede Gemeinschaft, ob sie es will oder nicht, wird letztendlich ihr materielles und geistiges Vermächtnis der nachkommenden Jugend überlassen. Dies ist, gemäß der Schöpfung Allahu Teâlâs, der natürliche Ablauf des menschlichen Daseins.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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