Gebetskalender

Sitemap

19. Dezember 2014 / 26. Safer 1436 - Erziehung unserer Kinder

19. Dezember 2014 / 26. Safer 1436 - Erziehung unserer Kinder

Hochgeschätzte Muslime,

 

Neben dem Schutz von Akıl, das heißt Vernunft, von Gütern und dem Îmân an sich, widmet sich unsere islamische Religion besonders dem Schutz der Nachkommenschaft, also unseren Kindern.

 

Eine der wichtigsten Verantwortungs-bereiche, die uns unsere Religion auferlegt ist der Schutz und die Bewahrung der leiblichen und seelischen Gesundheit, das heißt der Gesundheit der Rûh unserer Kinder. Aus diesem Grunde gehört es zu unseren wesentlichen Aufgaben Vorkehrungen zu treffen gegen alle erdenklichen Gefahren und Probleme und für eine strahlende Zukunft unserer Kinder. Rasûlullâh (s.a.v.) praktizierte gegenüber allen Menschen und allen Geschöpfen Liebe und Güte, also Şefkat; aber zu Kindern pflegte Er eine andere, viel innigere Liebe und Hingabe.

 

In einer Zeit wo Kinder nach Liebe, Şefkat und Merhamet dürsteten, also in der vorislamischen Zeit der Cahiliyye, kam der Gesandte Allâhs (s.a.v.) und versetzte Kinder in den Mittelpunkt der Gesellschafft. Resûl-i Ekrem (s.a.v) grüßte zum Beispiel die Kinder mit dem Selam-Wort, fragte sie nach ihrem Befinden, wie es ihnen geht, machte mit ihnen Späße, nahm seine Enkelkinder auf den Rücken und spielte mit ihnen und verlängerte gar seine Secde als ihm sein Enkelkind währenddessen auf seinen Rücken stieg.

Wir alle sollten uns bewußt machen, dass wir kein besseres Erbe hinterlassen können als Kinder, die für uns Duâ machen. Kinder sind die Rosenblüten unserer Herzen und kein Vater, aber auch keine Mutter kann es wollen, dass diese Rosen verwelken oder gar eingehen. Wir können nur immer nur das Beste für sie wollen und nicht ihr Unglück oder ihr Versagen. So spricht Allâhu Teâlâ im Kur’ân-ı Kerîm: „O die ihr glaubt, schützt euch und eure Familie vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind…“(Sure-i Tahrim,6). Der in dieser Âyet-i Kerîme erwähnte Schutz vor dem Feuer Allâhs kann nur durch die Ausführung Seiner Gebote und der Abwendung von Seinen Verboten gelingen. Folgerichtig sind die wichtigsten Aufgaben der Eltern, ihren Kindern eine gute Erziehung und Bildung zu ermöglichen, sie für das eigenständige Leben vorzubereiten und ihnen als verantwortliche und fürsorgliche Erwachsene Vorbilder zu sein.

Liebe Muslime,

fast jeder von uns hat Kinder, Enkelkinder oder andere Verwandte im Schulalter. Wenn wir Erziehung und Wissensvermittlung vor allem in religiösen Dingen als einen lebenslang währenden Prozess verstehen, so können wir uns nicht damit begnügen, Kinder und Jugendliche nur an den Wochenenden zur religiösen Unterweisung in die Moscheen zu schicken. Vielmehr sind auch Ferienzeiten wie die jetzt beginnenden Weihnachtsferien wichtig, um intensiver arbeiten zu können.

Seit etlichen Jahren versuchen wir in dieser unserer Moschee unseren Kindern vor allem in der Ferienzeit Wissen in Fragen der Religion und der Ethik zu vermitteln und ihnen auch sonst im islamischen Glauben gegründete Werte wie die Achtung vor dem Mitmenschen nahezubringen. Unser Ziel dabei ist es, die folgenden Generationen mit besserem Wissen und besseren ahlâk auszustatten und sie zu befähigen, ihren Mitmenschen und der Gesellschaft nützlich zu sein. Auf diese Weise tragen wir unseren Teil zu Frieden und Sicherheit in den Ländern bei, in denen wir leben.

Wir Muslime sind davon überzeugt, dass Unwissenheit der größte Feind der Gesellschaft ist; dass der Verfall der Sitten die größte Quelle für Unruhe und Unfrieden ist; und dass allein eine gute Erziehung diesem Verfall entgegenwirken kann. Denn auf unsere Fahnen haben wir die Losung Rasûlullâhs (s.a.v.) geschrieben: „Wissen zu erlangen ist farz und Pflicht für jeden Mann und jede Frau.“

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

Weiterlesen …