Gebetskalender

Sitemap

19. Juli 2013 / 11. Ramazan 1434 - Hadsch, Die Pilgerfahrt

VIKZ

Verehrte Muslime,

 

in meiner Hutbe will ich heute ein Wort zur fazilet, zu Verdienst und Bedeutung der Hadsch als Dienst an Allâhû Teâlâ sagen.

 

Dem Wörterbuch nach bedeutet Hadsch “beabsichtigen”, “vorhaben” und “sich (auf etwas) ausrichten”. Im islamischen Sprachgebrauch bedeutet es, zu einem bestimmten Zeitpunkt die  Kâbe-i Muazzama in Mekke und die in der Umgebung liegenden gesegneten und hochehrwürdigen Orte in der gebotenen Weise zu besuchen, um dort die erforderlichen weiteren ibâdât zu verrichten.  

 

Die Hadsch ist islamisch-rechtlich farz, das heißt absolutes Gebot. Belegt ist dieses Gebot durch kitap, d.h. den Kur´ân-ı kerim selber, durch sünnet und durch icma-i ümmet, dem Konsens der Gelehrten. In der Sure Âl-i İmrân, in den Versen 96 (Sechsundneunzig) und 97 (Siebenundneunzig) heißt es: "Wahrlich, das erste Haus, das für die  Menschen errichtet wurde, ist das in Mekke-i Mükerreme – überreich an Segen und ein Wegweiser für alle Völker. Dort gibt es deutliche Zeichen: (Es ist) die Stätte Ibrâhims. Und wer es betritt, findet dort Frieden. Und die Pilgerfahrt zu jenem Hause ist eine Pflicht der Menschen vor Allah, wer immer nur einen Weg dorthin finden kann. Doch wer diese Pflicht von sich weist, (der soll wissen), wahrlich, Allah ist nicht auf die Welten angewiesen.” (97) 

 

Und Rasûlüllah (s.a.v.) Efendimiz spricht in einem Hadîs-i Şerif: “Der Islam ruht auf fünf Säulen:  Der Bezeugung, dass es keine Gottheit gibt außer Allâh (c.c.) und dass Muhammed (s.a.v) Resûl und Gesandter Allâhs ist; dem Verrichten des namaz; der Abgabe der zekat; dem Vollziehen der hacc und dem Fasten im Monat Ramazan.” 

 

Verehrte Gläubige,

 

Namaz und Fasten sind leibliche, mit dem Körper zu verrichtende ibâdât; die zekat ist eine finanzielle ibadet. Die Hadsch seinerseits ist eine ebenso leibliche wie finanziell zu verrichtende ibâdet. Das Fasten ist Ausdruck des Dankes für Gesundheit und Sicherheit des Körpers einerseits und für Besitz und Vermögen andererseits. 

Mit ihlas, das heißt mit Aufrichtigkeit und Hingabe, und einzig um der rıza, um Allâhs Wohlgefallen willen, die Hadsch zu vollziehen, ist eine sehr wertvolle ibâdet und offenbart die fazîlet eines Menschen. Wer diese ehrenvolle und gewichtige ibâdet nach bestem Wissen und Gewissen vollzieht, wird nicht nur von seinen Sünden gereinigt, sondern darüber hinaus mit der rahmet-i ilâhi, dem Segen Allâhs, belohnt. So spricht Rasul-i Ekrem (s.a.v.) Efendimiz, unser Erlauchter Gesandter: “Wer seine Zunge hütet, wer die von Allah (c.c.) gezogenen Grenzen beachtet und auf diese Weise die hacc vollzieht, der kehrt zurück, rein von Sünde wie am Tage, da er von seiner Mutter geboren wurde.”

 

Liebe Muslime,

 

die Hadsch und ihre Zeit ist nicht mehr weit. Die Stadt Mekke, die da umschlossen ist mit Säulen der Nûr Allâhs und dem Schutzwall des Îmân; das gesegnete Haus Allâhs, die Kâbe; die wunderbare Landschaft in dem der Kur’ân-ı Kerîm offenbart wurde; die Erde auf die der Segen und Rahmet der Welten, Rasûlullâh (s.a.v.) seine Fußabdrücke hinterlassen hat und die Stadt Medîna, in dem sich seine Grabstätte befindet, die Hügel Safâ und Merve… all das ist Bestandteil einer Ibâdet mit höchster Anerkennung bei Allâh. Wer diese Ibâdet machen will, der sollte sich jetzt schon darum kümmern und in den Moscheen danach fragen. 

Beenden wir unsere Hutbe mit den folgenden Hadîs-i Şerîf über die Hadsch und den Besuch von Rasûlullah (s.a.v.):

 

“O ihr Menschen! Allâhu Teâla hat euch die Hadsch zu Farz erklärt. So gehet hin und machet die Hadsch.”

 

“Wer den Lohn von Allah erwartend mich in Medîne besucht, für den werde ich mich am Kıyâmet-Tag bei Allâh einsetzen und Şefaat machen und (darüber hinaus) sein Zeuge werden.”

 

“Wer mein Grab besucht, dem wird meine Şefâat zur Pflicht.”

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

Weiterlesen …