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19. Oktober 2012 / 04. Zilhicce 1433 - Arefe und Bayram Tage

VIKZ

Arefe und Bayram Tage

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Verehrte Muslime,

 

In der eingangs vorgetragenen âyet-i kerime spricht Allâhu Teâlâ: “An diesem heutigen Tag habe ich eure Religion zur Vollendung gebracht, meine Nimet an Euch vervollständigt  und habe gefallen daran gefunden, dass Ihr als Religion den Islam annimmt.” (Mâide,3) 

 

Diese Ayet ist 82 (Zweiundachtzig) Tage vor dem Lebensende Rasulullahs (s.a.v.) an einem Arefe-Tag offenbart worden. Sie verkündet, dass die islamische Religion seine Vervollkommnung erreicht hat. Dies erhöht den Wert des Arefe-Tages um ein Vielfaches. 

 

Rasulullah, der Stolz aller Welten (s.a.v.), hat zu diesem Tag einmal gesprochen: “Wer am Arefe-Tag fastet, dem verzeiht Allâhu Teâlâ all seine vergangenen und kommenden Sünden.”

 

Werte Muslime! 

 

Wir streifen dieser Tage wertvolle Zeiten. Sogar Allâhu Teâlâ schwört auf sie und Rasulullah (s.a.v.) spricht hochlobend darüber: “Keiner der Amel, die für Allah gemacht werden, ist so wertvoll und so liebenswert wie die Taten (und Gebete) an den ersten zehn Tagen (des Monats) Zilhicce.” Machen wir uns bewußt, dass diese Tage keine normalen Tage sind. Wir alle wissen, dass man sich an besonderen Tagen auch besondere Taten und Verhaltensweisen aneignet.

 

Jede Frucht schmeckt zu ihrer eigenen Jahreszeit am besten. Aber Hingabe und Opferbereitschaft sind Werte, die zu allen Zeiten und an allen Orten Gültigkeit haben. Insbesondere Opferbereitschaft ist in diesen Tagen wertvoller und angesehener als man es mit Worten zu beschreiben vermag. Das beste Beispiel hierfür ist der Kurban. Kurban heißt “Näherkommen”. Näherkommen an den einzigen Schöpfer und Herrn, der alles auf Erden zu unserer Verfügung gestellt hat. Kurban ist auch der Gruß an bedürftige Menschen und Glaubensbrüder in anderen Ländern. Kurban ist auch eine Ibâdet, die die Gadab-ı Ilâhî, also den Zorn Allahs besänftigt, Sein Wohlgefallen anzieht, die Unruhe in den Regionen der Welt, in denen sie verrichtet wird, aufhebt und die Menschen befriedet. Kurban ist auch eine Tat und eine Zeit in dem die Vergebung Allahs besonders wirkt.

 

Liebe Muslime!

 

Am Bayram-Tag und in den folgenden Tagen gibt es Dinge, auf die wir achten sollten. Man sollte in der Frühe aufstehen und sich für Bayram vorbereiten, die Gusül, also die rituelle Ganzkörperwaschung machen, saubere und schöne Kleidung anziehen, zum Bayram Namaz (wenn möglich mit den Kindern) gehen. Anschließend sollte man älteren Verwandten oder Bekannten den Bayrambesuch abstatten und wenn sie zu weit weg wohnen, sie mindestens anrufen und ihre Herzen gewinnen. Menschen in Streit sollten unbedingt einander verzeihen und sich wieder vertragen. 

 

Verehrte Brüder im Islam! 

Ein Thema möchte ich noch ansprechen bevor ich meine Hutbe beende. Mit dem Sabah Namazı, also dem Frühgebet am Arefe-Tag – das ist am kommenden Mittwoch - beginnen die sogenannten Teşrik Tekbir. Fünf Tage lang, bis einschließlich dem Nachmittagsgebet am vierten Bayram-Tag müssen diese Tekbir nach jedem Farz-Namaz aufgesagt werden. Es sind insgesamt 23 Gebete.  Diese Teşrik Tekbir sind vacib, das heißt verpflichtend und werden so aufgesagt: “Allahü Ekber Allahü Ekber Lâ İlâhe illellâhü vallâhü Ekber Allahü Ekber ve lillâhil hamd.” 

 

In diesem Sinne beglückwünsche ich jetzt schon euren Kurban-Bayram oder Îd al-Adhâ und erbitte von Allah, dass Er uns allen viel Hayr und Segen geben möge.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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