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19.August 2011 / 19. Ramazan 1432

VIKZ

Hadsch, Die Pilgerfahrt

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Verehrte Muslime,

in meiner Hutbe will ich heute ein Wort zur fazilet, zu Verdienst und Bedeutung des Hadsch als Dienst an Allâhû Teâlâ sagen.

Dem Wörterbuch nach bedeutet Hadsch “beabsichtigen”, “vorhaben” und “sich (auf etwas) ausrichten”. Im islamischen Sprachgebrauch bedeutet es, zu einem bestimmten Zeitpunkt die  Kâbe-i Muazzama in Mekke und die in der Umgebung liegenden gesegneten und hochehrwürdigen Orte in der gebotenen Weise zu besuchen, um dort die erforderlichen weiteren ibâdât zu verrichten.  

Der Hadsch ist islamisch-rechtlich farz, das heißt absolutes Gebot. Belegt ist dieses Gebot durch kitap, d.h. den Kur´ân-ı kerim selber, durch sünnet und durch icma-i ümmet, dem Konsens der Gelehrten. In der Sure Al-i İmran, in den Versen 96 und 97 heißt es: "Wahrlich, das erste Haus, das für die  Menschen errichtet wurde, ist das in Mekke-i Mükerremeüberreich an Segen und ein Wegweiser für alle Völker. (96) Dort gibt es deutliche Zeichen: (Es ist) die Stätte Abrahams. Und wer es betritt, findet dort Frieden. Und die Pilgerfahrt zu jenem Hause ist eine Pflicht der Menschen vor Allah, wer immer nur einen Weg dorthin finden kann. Doch wer diese Pflicht von sich weist, (der soll wissen), wahrlich, Allah ist nicht auf die Welten angewiesen.” (97)

Und Rasûlüllah (s.a.v.) Efendimiz spricht in einem Hadîs-i Şerif: “Der Islam ruht auf fünf Säulen:  Der Bezeugung, dass es keine Gottheit gibt außer Allah (c.c.) und dass Muhammed (s.a.v) der Gesandte Allahs ist; dem Verrichten des namaz; der Abgabe der zekat; dem Vollziehen des hacc und dem Fasten im Monat Ramazan.”


Verehrte Gläubige,

Namaz und Fasten sind leibliche, mit dem Körper zu verrichtende ibâdât; die zekat ist eine finanzielle ibadet. Der Hadsch seinerseits ist eine ebenso leibliche wie finanziell zu verrichtende ibadet. Diese farz nennen wir auf Türkisch şükür, das heißt Dank: Denn sie ist Ausdruck des Dankes für Gesundheit und Sicherheit des Körpers einerseits und für Besitz und Vermögen andererseits.
Mit ihlas, das heißt mit Aufrichtigkeit und Hingabe, und einzig um der rıza, um Allahs Wohlgefallen willen, den Hadsch zu vollziehen, ist eine sehr wertvolle ibâdet und offenbart die fazîlet eines Menschen. Wer diese ehrenvolle und gewichtige ibâdet nach bestem Wissen und Gewissen vollzieht, wird nicht nur von seinen Sünden gereinigt, sondern darüber hinaus mit der rahmet-i ilâhi, der Barmherzigkeit Allahs, belohnt. So spricht Rasul-i Ekrem (s.a.v.) Efendimiz, unser Erlauchter Gesandter und Herr: “Wer seine Zunge hütet, wer die von Allah (c.c.) gezogenen Grenzen beachtet und auf diese Weise den hacc vollzieht, der kehrt zurück, rein von Sünde wie am Tage, da er von seiner Mutter geboren wurde.”

Liebe Gemeinde,

der Verband der Islamischen Kulturzentren mit all seinen Moscheegemeinden zeigt wie auch in anderen Dingen die äußerste Sorgfalt in der Organisation dieser erhabenen ibâdet, damit unsere Hadschis ihre Aufgabe in Harmonie und reichem Segen ausführen können.
Daher empfehlen wir den Muslimen, die ihren Hadsch dieses Jahr unternehmen wollen, sich rechtzeitig anzumelden und sich dann auf die Vorbereitungen zu konzentrieren.  Wer den Hadsch, diesen kostbaren Auftrag, mit Hingabe und aufrichtigem Herzen zu vollziehen bemüht ist, der wird unweigerlich mit dieser dua von Rasulullâh (s.a.v.) belohnt werden: O Allah! Vergib den Hadschis und denen, für die die Hadschis um Vergebung bitten.


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Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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