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2. März 2012 / 9. Rebî'ul-âhir 1433 - Die Bedeutsamkeit von Dûa

VIKZ

Die Bedeutsamkeit von Dûa

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Verehrte Muslime!

In unserer Hutbe sprechen wir heute über die BEDEUTSAMKEIT VON DUÂ und über die ART UND WEISE WIE MAN DUÂ MACHT.

Duâ, sprich das islamische Bittgebet ist eine der essentiellsten (wichtigsten) Aufgaben eines Muslims. Mit der Duâ stellt er sich unter den Schutzschirm der Macht und Rahmet von Cenab-ı Hakk, erkennt seine Hilflosigkeit und Bedürftigkeit an und dokumentiert seine Verbundenheit mit Allâh als Sein Knecht und Diener.  

Das Wort Duâ bedeutet “ersuchen” und “sich an jemanden wenden”, ist verwandt mit dem Begriff Davet (was Einladung heißt) und stellt eine grammatikalische Grundform dar. Im Islâm hat das Wort Duâ die folgende Bedeutung erlangt: “eine von klein nach groß und von unten nach oben gerichtete Art von Bitte und Gebet”. Der Kern von Duâ liegt darin, dass der Mensch von seinem Rabb und Herrn Hilfe und Zuwendung erbittet. 

In der Sûre Mü’min heißt es:

“Und euer Herr spricht: machet Duâ an mich, ich werde euch erhören. Jene, die aus Überheblichkeit mir keine Ibâd und keine Diener sein wollen, werden bald gedemütigt in die Cehennem eintreten.” Peygamber Efendimiz (s.a.v.) hat in einer Rede zuerst den folgenden Hadîs gesprochen: “Duâ ist Ibâdet (Gebet)”  und anschließend die obige Ayet-i Kerime rezitiert. Und mit dem Hadis-i Şerif “Duâ ist der Kern von Ibâdet” stellt er klar und deutlich die Verbindung von Duâ zu Ibâdet her. 

 

Liebe Gemeinde,

macht man Duâ in dem man sich an die Âdâb und Grundregeln hält wird sie auch erhört. Dies bestätigt Peygamber Efendimiz (s.a.v.) mit dem folgenden Hadîsi Şerîf:  “Machet Duâ an Allahü Teâlâ, wissend und fest glaubend daran, dass sie angenommen wird. Denn Allah (c.c.) nimmt keine Duâ an, die von einem Herzen ausgeht, dass sich in Gaflet und geistiger Trägheit befindet und sich mit anderen Dingen beschäftigt außer Allâh.” 

In den islamischen Rechtsbüchern, in den Abschnitten über Âdâb und Prinzipien von Duâ  stehen die Themen “helal Essen” und “helal Kleidung” an vorderster Stelle. Demnach wird die Duâ eines Menschen, der seinem Magen Dinge zuführt, die haram sind und sich mit haram erworbenem Geld Kleidung kauft, nicht angenommen. 

Um Duâ zu machen sollte man sich Zeiten und Situationen aussuchen, die bei Allâh wertvoll sind. Eine Duâ beginnt man mit der Hamd, also dem Dank an Allâhü Teâlâ und einer Salavât, einem Lobpreisungsgebet für Rasülullâh (s.a.v.). Während des Vortragens der Duâ soll man an die Annahme seiner Bitten durch Allâh innig glauben und nicht in Zweifel geraten. Darüber hinaus ist es wichtig bei der Duâ hellwach und voller Konzentration zu sein und zu wissen was man erbittet. Auch soll man hartnäckig sein und Allâh um große und wertvolle Dinge anflehen. 

Ebu’l Faruk Silistrevi Hz.leri sagte hierzu: “Uluvv-i himmet (das heißt das große Ziel vor Augen und in großen Dimensionen denken) gehört zu den Notwendigkeiten des Îmân, des islamischen Glaubens. Daher ist es geboten von allen Dingen das Höchste und das Größte zu erbitten. Allâh ist groß. Wie groß auch immer die Wünsche und Bitten des Menschen sein mögen, die er von diesem Erhabenen Wesen erbittet, bei Allâh sind diese Dinge so klein wie ein Atomteilchen.”

 

Beenden wir unsere heutige Hutbe mit der auf Deutsch umschriebenen Bedeutung der eingangs rezitierten Âyet: “Wenn meine Diener und Menschen dich nach mir fragen, so sollen sie wissen Ich bin (ihnen) nah, ich erhöre und nehme die Duâ des Bittenden an. Sodann sollen sie meiner Einladung folgen und an mich glauben, so dass sie den rechten Weg finden.”

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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