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20. Februar 2015 / 01. Cemâziyel-evvel 1436 - Der besondere Wert der Familie

20. Februar 2015 / 01. Cemaziyelevvel 1436 - Der besondere Wert der Familie

Geschätzte Muslime,

 

Allâhu Teâlâ hat die Welt in Harmonie und Gleichgewicht erschaffen. So wurde auch der Mensch in der Harmonie von Mann und Frau erschaffen. Um diese Harmonie auf besondere Weise zu schützen und den geordneten Fortbestand des Menschen zu gewährleisten, hat Cenab-ı Hakk die Ehe eingesetzt. Auf diese Weise bildet die Familie die kleinste Einheit der Gesellschaft.

 

Unsere Religion, der Islam, misst der Institution der Familie einen sehr hohen Stellenwert bei und betrachtet Mann und Frau gleichermaßen als deren Basis. Darüber hinaus beschreibt sie den Verantwortungsbereich und die Aufgaben des Mannes gegenüber der Frau und umgekehrt, und sie erklärt den gegenseitigen Respekt und die Liebe und Zuneigung der Partner zum Fundament der Familie. Aber die Realität zeigt uns, dass in diesem Bereich große Schwachpunkte entstanden sind. Schlechte und unislamische Gewohnheiten, der Verfall der Ahlâk, der guten Sitten, und der Umstand, dass Viele ihren Glauben nicht nach den ursprünglichen Quellen praktizieren, sondern ihre religiöse Praxis auf Hörensagen und ein seltsames Verständnis der Tradition begründen: Das sind Dinge, die uns Muslime dazu nötigen, unsere Lage neu zu betrachten und unsere Werte und Qualitäten, unsere Ahlâk, einer erneuten Prüfung zu unterziehen. 

 

Allein aus diesem Grund sollten wir Muslime bemüht sein, Harmonie und Gleichgewicht in der Familie zu wahren, ja sie zu mehren.

 

Liebe Brüder im Islam,

 

um das Nest der Familie aufs beste zu hegen und zu pflegen, ist es nötig, im Alltag die folgenden Regeln zu beherzigen, auch wenn sie auf den ersten Blick elementar scheinen mögen:

- Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Ehepartnerin und unsere Kinder eine Emânet Allâhs sind, ein Gut, das uns vom Schöpfer anvertraut ist.

- Die Sohbet, das freundschaftliche Gespräch oder ganz einfach das Miteinander-Reden ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Wir alle sind aufgerufen, uns um eine lebendige Atmosphäre von Gespräch und Verständigung mit unserer Ehefrau zu bemühen, und das Gleiche gilt auch für das Verhältnis zu unseren Kindern.

- Die Wahrnehmung und Würdigung des Arbeitsanteils, den unsere Ehepartnerin selbstlos für uns und unsere Familie einbringt, sollte für uns selbstverständlich sein, und wir sollten ihr auch bei ihrer Arbeit zur Hand gehen.

- So wie wir wünschen, dass unsern Eltern Respekt entgegengebracht wird, sollten wir uns angewöhnen, diesen Respekt auch ihren Eltern und Verwandten entgegenzubringen.

- Mögen wir noch so beschäftigt sein, mag unsere Arbeit uns noch so sehr fordern, für unsere Ehefrau müssen wir uns hinreichend Zeit nehmen.

- Probleme an der Arbeitsstelle dürfen keinen Eingang in unsere Wohnung erhalten. Unsere Wohnung sollten wir mit einem Lächeln betreten.

- Auch sollten wir gelegentlich unserer Partnerin mit einem Geschenk eine Freude bereiten.

- Fehler und Unzulänglichkeiten, die wir bei unserer Ehepartnerin sehen, sollten uns sofort an unsere eigenen Mängel und Fehler erinnern.

- Und vergessen wir eines nicht: Wer das Familienleben des Gesandten Allâhs (s.a.v.) zum Vorbild nimmt, der wird im Diesseits wie im Jenseits, in der Âhiret, Glück und Zufriedenheit finden.

 

Beenden wir unsere Worte mit einer deutschen Umschreibung der eingangs rezitierten Âyet-i Kerîme und dem Hadîs-i Şerîf: „Und unter seinen Zeichen ist dies, dass Er euch Gattinnen schuf aus euch selber, auf dass ihr Frieden in ihnen fändet; und Er hat Liebe und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Wahrlich, hier sind Zeichen für die, die nachdenken.“ 

Und der Hadîs fügt hinzu: „Jeder von euch ist ein Hirte, und jeder von euch ist verantwortlich für die, die seinem Schutz befohlen sind.“

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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