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20. Juli 2012 / 1. Ramazan 1433 - Religiöses Leben im Ramazan

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Religiöses Leben im Ramazan

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Verehrte Muslime!

Ohne Zweifel ist es Rasulullah (s.a.v.) selbst, der die Gebote Allâhu Teâlâs am besten verstand und der am berufensten war, sie zu vermitteln. Und Er war es auch, der sein Leben und seinen Alltag mit den Geboten Allahs am vollkommensten in Einklang zu bringen wusste. Daher empfinden wir alle den größten Stolz, dass wir zu seiner ümmet gehören dürfen.
Den Ramazan-ı Şerif, den Sultan der anderen elf Monate, den Monat mit der Leyletul Kadir, und das Fasten in diesem Monat in der besten Art und Weise zu leben bedeutet für uns, der Sünnet-i Seniyye von Rasulullah (s.a.v.) so treu wie möglich zu folgen. Das Fasten, das wir auf uns nehmen, um Allâhs Wohlgefallen zu erlangen, muss dem Vorbild der sünnet von Rasulullah (s.a.v.) entsprechen. Denn gute Werke können nur dann kabul, die Annahme bei Allâh, erreichen, wenn sie gemäß der sünnet von Rasulullah (s.a.v.) verrichtet werden.

Liebe Gemeinde!

Indem ich diesen Umstand zum Leitfaden mache, will ich versuchen, einiges aus dem Ramazan-Leben von Rasulullah (s.a.v.) zu vermitteln. Ein Hadis-i Şerif berichtet uns hierzu: “In Dingen des hayır - des Tuns, auf dem Segen ruht - war Rasûlullâh der freigebigste (der fleißigste). Und am freigebigsten war er während des Ramazan.”
Der Gesandte Allâhs (s.a.v.) pflegte während des Ramazan zur Sahur-Zeit aufzustehen und den Teheccüd Namaz und weitere Gebete zu verrichten. Er sagte dazu: “Nehmt euer Frühstück zur Sahur(-Zeit). Denn wahrhaftig,  darin liegt Bereket.”
Darüber hinaus vermied er, auch nur einen Augenblick in diesem gesegneten Monat nutzlos verstreichen zu lassen und wünschte dieselbe Bemühung auch von seinen ashab, seinen Gefährten. Die in gaflet, in geistlicher Trägheit, verharrten, ermahnte er und sprach: “Es gibt so manchen, der fastet, dem sein Fasten nichts weiter einbringt, als dass er Hunger (und Durst) bekommt. Und es gibt so manchen, der im Gebet steht, also die Kıyam macht und dem sein Stehen nichts weiter einbringt, als dass er müde wird.”
 
Vor dem iftar, dem Fastenbrechen, sprach Er das Bittgebet
اَللَّهُمَّ يَا وَاسِعَ الْمَغْفِرَةِ اغْفِرْ لِى
das ist: “O mein Allâh, dessen Vergebung grenzenlos ist, vergib mir!” und wenn dann die Zeit des Fastenbrechens kam, sprach er das folgende Gebet:
اَللّهُمَّ لَكَ صُمْتُ وَبِكَ آمَنْتُ وَعَلَيْكَ تَوَكَّلْتُ وَعَلَى رِزْقِكَ أَفْطَرْتُ وَصَوْمَ غَدٍ نَوَيْتُ
“O mein Allâh, allein um Deines Wohlgefallens willen habe ich gefastet; auf Dich habe ich meinen Glauben gesetzt; Dir habe ich mich anvertraut; und mit den Gaben, die Du mir gegeben hast, habe ich (nun) mein Fasten gebrochen und fasse meine niyet für das Fasten am morgigen Tag.”
In den letzten zehn Tagen des Ramazan verstärkte Rasûl-i Ekrem (s.a.v.) seine Bemühungen. Ibâdât, die er in den übrigen Monaten verrichtete, vermehrte er in diesem Monat noch und gab sich ganz und gar Allâhu Teâlâ hin.

Verehrte Gläubige!

Wir alle sind aufgefordert, unser diesseitiges und jenseitiges Leben und damit auch den Ramazan-ı Şerif mit dem Fasten und allen übrigen ibâdât oder Formen der Anbetung Allâhs, die in diesem Monat stattfinden, nach dem Vorbild der Sünnet-i Seniyye von Rasulullah (s.a.v.) zu gestalten. In der eingangs rezitierten Âyet-i Kerîme spricht Allâhu Teâlâ: “Wahrlich, ihr habt in Rasulullah ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und der Allâhs häufig  gedenkt.” (Ahzab 33, 21)

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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