Gebetskalender

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21. April 2017 / 24. Receb 1438 - Nacht der Himmelsreise

Hutbe

Sehr verehrte Muslime,

 

            An diesem Sonntag, dem Abend vor dem Siebenundzwanzigsten im Monat Receb-i Şerif begehen wir die mübarek und gesegnete Nacht der Himmelsreise von Rasûlullâh (s.a.v.). Diese Nacht heißt Leyletül-Mi’rac auf Arabisch und Mi’rac Gecesi auf Türkisch. Nach islamischem Verständnis umfasst der Begriff Mi’rac die sowohl physisch als auch geistig stattgefundene Reise von Peygamber  Efendimiz (s.a.v.) von der Mescid-i Haram in Mekke zur Mescid-i Aksâ in Kudüs (Jerusalem), von dort in die sieben Himmelssphären und an noch andere Orte und Dimensionen, die Hazret-i Allah für ihn gewünscht hat. Darüber hinaus steht der Begriff Mi’rac auch für alle Ereignisse, die in dieser mübarek Nacht sonst noch passiert sind.

 

            Diese Mi’rac-Reise ist der Trost in Huzûr-u Ilâhi, das heißt in Gegenwart und durch Allâh für die Trauer und das Leid, das Rasûlullâh durchleben mußte, als in jenem “Jahr der Trauer” sein Onkel und großer Unterstützer Ebû Talib einerseits und seine Zevce-i Tâhire, seine reine und lautere Frau, Hadîcetü’l Kübrâ andererseits - die ihm immer, sowohl  im weltlichen wie im geistigen Sinne beigestanden hatte - verstarben. Für Resûlullâh Effendimiz (s.a.v.) bedeutete die Mi’rac gleichzeitig Freiheit und Linderung nach drei Jahren Entbehrungen durch den Boykott und die Feindschaft der Nichtgläubigen in Mekke und der zehn Jahre währenden Erniedrigungen und Strapazen; es ist umso mehr eine Belohnung für den Sabır, also für die Geduld und Standhaftigkeit, die er und seine Gemeinschaft in dieser Zeit praktiziert haben.

            Allâhü Teâlâ hat allen seinen Dienern und Freunden, denen Er mit Lütuf und Ihsan begegnen wollte, verschiedenartige Prüfungen auferlegt. So ist auch die Mi’rac sowohl für Rasûlullâh Effendi (s.a.v.) als auch für seine Ashâb eine große Quelle des Trostes geworden.

 

 

Liebe Muslime,

 

            die einzelnen Abschnitte der Mi’rac-Reise werden wir inşâallah während des Kandilprogramms am Sonntag besprechen. Das Programm hier in unserer Moschee beginnt um 19.30 Uhr. Als gläubige Muslime gehört es sich für uns das Mi’rac-Ereignis so zu akzeptieren, wie wir es von Rasûlullâh gelernt haben. Nur so können wir uns der Şefâat-i Rasûlüllah, der  Fürsprache Rasûlullâhs bei Allâh versichern. So wie es damals Menschen gegeben hat, die die  Mi’rac-Reise nicht akzeptieren konnten, so gibt es auch heutzutage Menschen, die es nicht akzeptieren werden - und das in einer Zeit in der Wissenschaften und Technologie so weit fortgeschritten sind. Man überlege in diesem Zusammenhang, dass Forscher heute schon in ihren Experimenten Materie mit Licht teleportiert haben.

 

 

Liebe Brüder im islam!

 

            Diese mübarek und gesegnete Nacht sollten wir als Ümmet-i Muhammed, als Gemeinschaft des Gesandten Allahs, so gut wie möglich erwecken und versuchen sie zu unserem Vorteil zu nutzen. Wir sollten unseren Eltern, unseren Geschwistern und unseren Freunden unsere Aufwartung machen, in dem wir sie mindestens anrufen und sie zum Kandil-Abend beglückwünschen – also nicht nur Nachrichten schicken. Auch sollten wir uns um die Duâ unserer Eltern und den Ehrenmenschen in unserem Umfeld bemühen, darüber hinaus den Rûh, also den Seelen unserer Verstorbenen spirituelle Geschenke schicken, und wir sollten uns bemühen so viel wie möglich Nâfile Ibadet, das heißt freiwillige Gebete zu verrichten.

In diesem Zusammenhang empfehlen die EvliyâUllâh spezielle Gebete für diese gesegnete Nacht. Da ist einmal ein Hacet Namaz mit zwölf (12) Rek’at, Gebetseinheiten, den man nach dem Nachtgebet verrichten sollte.  Den Tag danach, also den Montag, sollte man fastend verbringen. Auch verrichtet man an diesem Tag, zwischen dem Mittags- und dem Nachmittagsgebet einen Namaz mit vier Rekat. Wie man diesen Namaz verrichtet und welche Duâs man dabei aufsagen soll, steht im deutschsprachigen Faziletkalender und in einschlägigen Duâ-Büchern.

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Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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