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21. Oktober 2016 / 20. Muharrem 1438 - Zuneigung für jene die Allâh lieben

Diener auf dem Wege Allâhs und Kurban

Liebe Muslime!

Als Rasûlullâh (s.a.v) anfing die Dini Celil-i İslam zu verkünden beschuldigten ihn die Müşrikûn, also die Gegner des Islams in Mekke, zuvorderst sein Onkel Ebû Leheb und manche der einflußreichsten Personen der Stadt, der Lüge und bedrängten ihn ständig mit immer neuen Drohungen und sogar Verfolgungen seiner Sache abzuschwören. All das, obwohl sie ihn seit seiner Kindheit kannten, seine Ahlâk schätzen gelernt hatten und seine absolute Vertrauenswürdigkeit immer wieder betonten. Aber Rasül-i Zişan Efendimiz begegnete dem Leid und den Nachstellungen durch die Mekkaner mit Sabır und Standhaftigkeit, gab sich die größtmögliche Mühe damit diese trotzdem zu Îmân und Glauben finden und hat niemals ihr Verderben gewünscht – so wie wir es zum Beispiel von den Ereignissen in der Stadt Tâif kennen.

Gleichzeitig öffnete Cenâb-ı Hakk die Herzen vieler Menschen (mit Nasîb) gegenüber dem Islâm, allen voran unsere ehrenvolle Vâlide Hazret-i Hadice, dann Hz. Ebu Bekir, Hz. Ali, Hz. Bilal (radiyallâhü anhüm ecmeîn) und bescherte sie mit der Hidâyet, der Rechten Leitung. Aber die Feindschaft der Müşrikûn gegenüber Rasûlullâh und seinen Gefährten wurde schlimmer und die Muslime litten unter den Verfolgungen und der daraus entstehenden Not. Nur der Trost durch die Âyet-i Kerimes, die Allâh herabsandte konnte Seinem Habîb-i Edîb Kraft und Wegweisung verleihen. Mal gebot Allâh standhaft zu sein und Sabır zu praktizieren und mal sich gezielt zu wehren. Aber immerzu war die Botschaft klar: Der Islâm wird in naher Zeit obsiegen. Und so geschah es dann auch. Nach langen Jahren der Unterdrückung in Mekke und Verteidigung in Medine war es Rasûlullâh (s.a.v.) mit Hilfe Allâhs gelungen mit zehntausend Soldaten ohne Blutvergießen in Mekke einzuziehen. Dies war für die Muslime eine Befreiung und ein grandioser Sieg zugleich. Diesem Feth-i Mutlak folgte kurze Zeit später der Abschied Resûl-i Ekrems (s.a.v.) von dieser Welt.

In dieser nur 23 Jahre andauernden Asr-ı Seâdet, der Ära des Glücks ist der Grundstein für die Hizmet-i Islâm, also die Anstrengungen auf dem Wege Allâhs bis zur Kıyâmet gelegt worden. Rasülüllah (s.a.v.) hat mit der izn-ü inâyet, das heißt mit der Erlaubnis und Hilfe von Allâh Azze ve Celle den Grundstein für den “Weg des Ilm und der Weisheit” gelegt, in dem er sehr viele von den Ashâb mit Wissen, Weisheit und der Nur-i Ilâhi ausgestattet hat. So konnten die „Lehren des Islams“ und die Nûr-i Ilâhî bis heute überdauern und ihren Weg in die Herzen der Menschen (mit Nasîp) finden. In all den Jahrhunderten haben sich unsere Ulemâ und Evliyâ unter größtmöglichen Entbehrungen für die Hizmet-i Islam sprichwörtlich aufgeopfert – so wie Rasûlullâh selbst. Sie schafften dies einzig und allein mit der aufrichtigen Hingabe an die Sünnet-i Seniyye von Rasûlullâh und mit unermüdlichem Fleiß. 

Auf uns Muslime kommt deshalb eine sehr wichtige Aufgabe zu: Diese unsere Ulemâ und Evliyâ haben, wegen ihrer Anstrengungen auf dem Wege Allâhs, es verdient geliebt, respektiert und mit guten Worten bedacht zu werden.  Daher, verehrte Muslime, sollte es uns ein Gebot sein ihnen gegenüber Muhabbet und Zuneigung zu empfinden und den Wunsch zu hegen mit ihnen zu sein – mit unseren Herzen, unseren Rûh und Seelen und natürlich mânen, das heißt im spirituellen Sinne. Diese Muhabbet und Liebe zu den Ulemâ und Evliyâ ist derart wichtig, dass Rasül-i Ekrem (s.a.v.) dazu in folgendem Hadis-i Şerif klar und deutlich formuliert: “Der Mensch ist mit dem zusammen, den er liebt”. Wer einen Velî oder Âlim liebt, folgt ihm und ist so mit diesem zusammen. Hierzu heißt es in der Sûre İsrâ: “An jenem Tag werden Wir eine jede Gruppe von Menschen mit ihren Imâmen (ihren Vorstehern) zusammen vorladen.”[1]

Und gerade aus diesem Grunde verkündet Cenab-ı Hakk in vielen Âyet-i Kerîmes mit welcher Art von Menschen und Imâmen ein Mensch verkehren sollte. Zum Beispiel heißt es in der Sûre Tevbe: “O die ihr glaubt, praktiziert Ehrfurcht vor Allah und seid mit den Sâdikun, den Aufrichtigen.”[2] In den Tefsîrwerken zu dieser Âyet-i Kerime steht die folgende Erläuterung: “Mit eurem Îmân, mit eurem Ehrenwort oder auch mit eurem Islâm seid immerzu mit den Sâdikûn, entfernt euch ja nicht von ihrer Gesellschaft und sucht ihre Freundschaft. Seid wie sie, aufrecht in eurem Wesen, aufrecht in eurem Wort und aufrecht in eurem Werk. Folget ihnen!”

 

Verehrte Brüder im Islam,

der große Âlim und Gelehrte İmam-ı Rabbani (k.s.) Hazretleri schreibt in seiner Mektubat-ı Şerife sehr oft über Muhabbet und Liebe zu den Evliyâ. In dem Brief mit der Nummer 203 antwortet er einem seiner Schüler mit folgender Duâ: “Möge Cenab-ı Hakk eure Zuneigung zu den Ulemâ und Evliyâ von Tag zu Tag vermehren. Eure Hingabe und Zuwendung ihnen gegenüber zum Elixier eures Lebens machen. Denn gemäß dem Hadîs-i Şerîf “der Mensch ist mit dem zusammen, den er liebt” ist jeder der Zuneigung für die Evliyâ und Ulemâ empfindet mit ihnen zusammen – und wer mit ihnen ist, ist fern von Şekâvet und Irreleitung.“



[1] İsra Suresi, 71

[2] Tevbe Suresi, 119

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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