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21.Oktober 2011 / 24. Zilkâde 1432

VIKZ

Der Monat Zilhicce

 

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Liebe Muslime,

kommende Woche Freitag beginnt der gesegnete Monat zilhicce. In diesem Monat wird die Verpflichtung zum Hadsch erfüllt, der zu den fünf Säulen des Islams gehört; ebenso wird das Opferfest zum Wohlgefallen Allâhs begangen und die Bücher mit unserer amel, der Aufzeichnung unserer Taten, werden noch einmal durchgesehen, um dann geschlossen zu werden. Die Bedeutung dieser Tage unterstreicht der Gesandte Allahs (s.a.v.) mit dem folgenden Hadis-i Şerif: “Die Erdentage mit der meisten Fazilet sind die ersten zehn Tage des Monats zilhicce.“ So wie wir gewohnt sind, am Ende des Kalenderjahres unsere Bücher und Quittungen herauszuholen und unsere Jahresendabrechnung zu machen, sollten wir uns in diesem letzten Monat des Hicri-Jahres auf unsere inneren Werte besinnen und uns Rechenschaft über uns selber ablegen.

Die ersten zehn Tage des zilhicce sind die sogenannten Leyâli-i Aşere, die gesegneten zehn Tage. Muslime, die keinen Hadsch machen, sollten diese Tage mit Fasten verbringen. Wo das nicht möglich ist, sollte man sich bemühen, mindestens am achten und neunten Tag, dem sogenannten arafat-Tag, also an Arefe zu fasten.

Über die Vorzüge dieser Tage sagt der Gesandte Allahs (s.a.v.) folgendes: “Vor Allah gibt es keine anderen Tage, die mehr Gewicht haben und in denen Ibadet wertvoller ist als diese zehn Tage. Vervielfacht an diesen Tagen das subhanallah, das elhamdulillah und das Allahu ekber!”

Hochgeschätzte Gläubige,

es geschieht nicht von ungefähr, dass Allahu Teala auf die Geheimnisse und Offenbarungen dieser seiner Nächte schwört. Dieser Umstand sollte uns zu wirklichem Nachdenken anregen. Er sollte uns vor allem dazu bewegen, diese Tage und Nächte ernst zu nehmen, achtsam zu sein und in der  Nacht wach zu sein. Wer mag es wissen, welche Geheimnisse Allah in diesen Nächten verborgen hat? Denn im Anschluss an diese zehn Tage folgt, wie wir wissen, der kurban bayram, das Opferfest.

Viele der großen Propheten und noch viel mehr Heilige, Evliyaullah sind geprüft worden und haben just in diesen ersten zehn Tagen des zilhicce Befreiung und Erlösung erlebt. Möge Allah, um der Fürsprache seines Geliebten, des Gesandten Allahs (s.a.v.), und um seiner Liebe zu den Evliyaullah willen, uns mit Erbarmen begegnen und unsere Fehler verzeihen. Wir aber sollten dafür diesen Tagen mit vielen istiğfar, das heißt Bitten um Sündenvergebung, und mit vielen Salavat-ı Şerife und anderen Formen der Dua Leben einhauchen.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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