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22. August 2014 / 26. Şevvâl 1435 - Schutz der Augen vor haram

22. August 2014 / 26. Şevvâl 1435 - Schutz der Augen vor haram

Liebe Muslime!

 

In unserer Hutbe sprechen wir heute über den Schutz der Augen vor dem Blick auf Dinge die haram sind.

Allâhu Teâlâ hat uns über seine Gesandten und seine Offenbarungen wie dem Kur’ân-i Kerîm erklärt, dass der Mensch nicht ziellos auf die Welt gesandt worden ist und eine bestimmte Aufgabe erfüllen soll. Auch hat Er alle Dinge im Universum bis zum kleinsten Detail einer bestimmten Ordnung unterworfen; ein System geschaffen.

Einer der größten Geschenke Allâhs ist unzweifelhaft unser Augenlicht. Rasûlullâh (s.a.v.) Efendimiz sagt in einem Hadis-i Şerif: Allâhü Teâlâ spricht: Wenn ich den (gläubigen) Menschen mit Blindheit prüfe und er daraufhin Demut und Geduld ausübt, so werde Ich ihm für sein Augenlicht die Cennet geben.“ In einem anderen Hadis-i Şerîf heißt es: „Kein Mensch erfährt ein größeres Unheil als das Verlieren seines Augenlichts – ausgenommen der Verlust seines Glaubens.“

Wir sollten daher solch ein wertvolles Geschenk und andere Fertigkeiten, die wir von Allâh bekommen haben im Sinne des allmächtigen Schöpfers nutzen. Es gibt viele Âyets im Kur’ân-ı Kerîm und viele Hadis-i Şerif, die uns darlegen, wie wir die Augen im Sinne Allahs benutzen können. So spricht Allâhu Teâlâ in der Âyet 30 der Sûre-i Nûr: “(Yâ Habibi, O mein Geliebter Gesandter) Sprich zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten. Denn dies ist für sie ein Verhalten, das reiner ist. Ohne Zweifel, Allah weiß recht wohl über die Dinge, die sie tun.” Das heißt für uns: “sowohl auf der Straße als auch im Hause und beim Besuchen der Häuser anderer Leute sollen die Augen nicht direkt auf die Menschen gerichtet sein. Wir sollen uns hüten vor dem Blick auf Dinge, die haram und unangemessen sind.”

Aus diesem Grunde sollten wir uns angewöhnen wegzusehen, wenn wir etwas erblicken, das islamisch unpassend ist. Dies ist eine Verhaltensweise, die uns bei Allah nicht in Verantwortung bringt und die zu Sevab, also zur Belohnung bei Allâh führt. Wenden wir unsere Augen nicht ab oder starren gar weiter so ist dies eine Verfehlung. Denn Rasûlullâh (s.a.v.) sprach einst zu seinem Vetter und Schwiegersohn Hazret-i Alî (k.v.) diese Worte: “Der eine Blick soll dem vorhergehenden Blick nicht folgen. Denn der erste Blick spricht für dich, der zweite Blick aber spricht gegen dich.” Und in einem anderen Hadis-i Şerif erklärt Rasulullah (s.a.v.) welch große Sünde es ist, etwas anzusehen, das haram ist: Zinâ (Ehebruch) der Augen ist der Blick (auf Dinge, die haram sind).”

 

Verehrte Gemeinschaft der Muslime,

 

gerade in unserer heutigen Zeit in der schlimme Taten und Unbarmherzigkeit an der Tagesordnung sind und die Menschen auch noch tagtäglich dazu ermuntert werden, ist es besonders wichtig darauf zu achten unsere Herzen spirituell rein zu halten und somit unser weltliches und spirituelles Leben nicht zu ruinieren. Der große Mystiker und Gelehrte des 20. (Zwanzigsten) Jahrhunderts (Şeyh) Ebu’l-Faruk Silistrevî Hazretleri hat einmal dieses Thema in einem seiner Predigten in Istanbul zur Sprache gebracht und folgendes gesagt:

Wenn ihr aus euren Häusern geht, vergisst nicht, ich bitte euch, eindringlichst: spricht diese Duâ:

‘La ilahe illallahü vahdehû lâ şerîke leh. Lehü’l-Mülkü ve lehü’l-Hamdü, yuhyî ve yümît, vehüve hayyun lâ yemût, biyedihi’l-khayr ve-hüve alâ külli şey’in kadîr’.

Wer diese Dua aufsagt bekommt eine Million Sevâb und es werden ihm eine Million Verfehlungen gelöscht.

Alle Hadisgelehrten haben sich erstaunt gezeigt und waren voller Aufregung warum Rasûlullâh (s.a.v.) diese Duâ in dieser Form empfohlen und diese Sevab angekündigt hat. Am Ende haben sie nur eine Erklärung gefunden: Wenn die Menschen aus ihren Häusern gehen werden sie auf den Straßen und den Märkten vielen schlimmen Dingen begegnen und viele Verfehlungen begehen. Als Zeichen der Şefaat-ı Azîm, der ungleich großen Fürsprache Rasulullahs (a.s.) werden all die am Tage begangenen Verfehlungen vergeben - wenn der Mensch diese Duâ aufsagt.

Also, lernt diese Duâ auswendig und bringt es euren Kindern und Familien bei!”

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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