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22. Februar 2013 / 12. Rebîulâhir 1434 - Erziehung und Muttersprache

VIKZ

Verehrte Muslime, 

wenn ein Muslim gewissenhaft seinen Glauben praktiziert, wird er im Diesseits wie im Jenseits Glück und Erfüllung finden. So führt unser Weg zu wahrem Glück über imân und ahlâk, über Glauben und Sitte. Unsere Aufgabe ist es nützliches Wissen in Glaubensdingen zu erwerben und es in die Tat umsetzen.

Ziel einer islamischen Erziehung ist es, den Menschen zum Wahren, Rechten und unbedingt Guten, zu Glück und Erfüllung und schließlich zu Allâh zu führen. Um einen Kâmil İnsan, einen vollkommenen Menschen, heranzubilden, muss die Unterweisung schon im Kindesalter beginnen. Es gibt sogar Empfehlungen, wonach mit der Erziehung eines Kindes schon vor der Geburt angefangen werden soll. Es ist ein Fehler etwas aufzuschieben, was im Diesseits und im Jenseits Glück und Erfüllung verspricht. Wir sollten so früh wie möglich damit einsetzen. 

Kinder zu haben gehört zu den größten Gaben und nimet Allahs. Den Wert dieser nimet recht würdigen heißt, sich diesem Geschenk des Allmächtigen Schöpfers zu widmen, sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen und seine Kinder zu guten Menschen zu erziehen.

Liebe Muslime,

wir leben in einer Zeit, in der Menschlichkeit und gute Sitten dem Verfall preisgegeben sind. Deswegen sind wir heute noch mehr auf Menschen angewiesen, die unserem Glauben ebenso wie ihren Mitmenschen ganz allgemein von Nutzen sind. Das lässt sich nur durch eine gute Erziehung erreichen. Zu dieser Erziehung gehört unweigerlich auch die Förderung und Weitergabe der Muttersprache. Fast jeder von uns hat Kinder, Enkelkinder oder andere Verwandte im Schulalter. Daher stehen vor allem wir als Erwachsene geradezu in der Pflicht unsere Vorbildfunktion sehr ernst zu nehmen und unsere Muttersprache in der besten Art und Weise zu lernen und anzuwenden. Darüber hinaus tragen wir auch die Verantwortung unsere nachfolgenden Generationen aktiv an unsere Muttersprache heranzuführen. Zum Beispiel hat die türkische Sprache eine über tausend Jahre  währende Vergangenheit mit der Dîn-i Celîl-i Islâm. Noch heute besteht jeder zweite Satz aus Formeln und Formulierungen die Nähe zum allmächtigen Schöpfer schaffen. Erziehung in der Muttersprache ist heutzutage derart wichtig geworden, dass man sogar den 21. (Einundzwanzigsten) Februar zum Internationalen Tag der Muttersprache auserkoren hat.

 

Unser Ziel hierbei ist es, die folgenden Generationen mit besserem Wissen und besseren ahlâk auszustatten und sie zu befähigen, ihren Mitmenschen und der Gesellschaft nützlich zu sein. Auf diese Weise tragen wir unseren Teil zu Frieden und Sicherheit in dem Land bei, in dem wir leben. 

Denn wir sind davon überzeugt, dass Unwissenheit der größte Feind der Gesellschaft ist; dass der Verfall der Sitten die größte Quelle für Unruhe und Unfrieden ist; und dass allein eine gute Erziehung diesem Verfall entgegenwirken kann. Aus diesem Grund haben wir auf unsere Fahnen die Losung und Ermahnung geschrieben: „Wissen zu erlangen ist farz, ist Pflicht für jeden Mann und jede Frau

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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