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22. November 2013 / 19. Muharrem 1435 - Taten und Überzeugungen, die den Îmân schwächen

VIKZ

Verehrte Muslime,

in meiner heutigen Hutbe möchte ich über WORTE, GLAUBENSÜBERZEUGUNGEN und TATEN sprechen, die das Licht des Glaubens zum Erlöschen bringen können.

Ohne Zweifel ist der Îmân, der Glaube an Allâh das größte Geschenk Allâhs an uns gläubige Menschen. Aber wir alle wissen: eine Nîmet, also eine Gabe Allâhs zu bewahren ist mindestens genauso schwer wie sie zu bekommen. In der Ayet-i Kerime zu Beginn meiner Hutbe spricht Allâhü Zülcelal: “O die Ihr glaubt, seid beständig im Glauben an Allâh und Seinen Gesandten und das Buch, das er seinem Gesandten offenbart und die Schrift, die Er zuvor herab gesandt hat. Wer Allâh, Seine Engel, Seine Schriften, Seine Gesandten und den Jüngsten Tag verleugnet, der ist wirklich weit abgeirrt.” (Nisa,136)

Liebe Brüder im Islâm,

ein Mü´min, der den Wert seines Glaubens kennt, muss sich von jedem Wort, von jedem Glaubenssatz und von jeder Tat, die dem Licht seines Glaubens schaden könnte, fernhalten. Und zwar mit äußerster Disziplin. Schade ist, dass viele Muslime heutzutage wissentlich oder unwissentlich der Nûr-u Îmân in ihren Herzen Schaden zufügen, indem sie Worte in den Mund nehmen und Dinge tun, die Allâh zuwider sind. Welche Worte und welche Taten sind diese?

Dazu gehören zum Beispiel Ansichten wie Dinge, die haram sind nicht ernst zu nehmen oder sie sogar als helal anzusehen. Des Weiteren sich über islamische Vorschriften lustig zu machen oder Aufgaben, die uns Muslimen von unserer Religion aufgetragen sind als lächerlich darzustellen. Diese Haltung ist deswegen gefährlich, weil sie die von Allâh gebotenen und als schön angesehenen Dinge herabwürdigt. Auch zählt eine Geisteshaltung in der man einige religiöse Vorschriften für gut befindet und akzeptiert und andere gänzlich ablehnt, zu den Dingen, die den Nur-u Îmân schwächen.

Einer der Gründe warum Muslime an den Rand der Verleugnung kommen, ist der Verlust der Hoffnung auf die Rahmet, auf die Gnade Allâhs oder die Sicherheit, sich in der Gnade Allâhs zu wissen. Ein ausgeglichener Muslim aber sollte immer zwischen Ehrfurcht und Hoffnung auf die Gnade Allâhs sein: sieht er sich seine Sünden an, gewinnt er Hoffnung, in dem er sich in die Obhut der grenzenlosen Gnade Allâhs begibt. Wenn er aber Isyân machen will, sich Allâh widersetzen will, denkt er an den Zorn Allâhs und kann sich somit selbst zügeln.

Liebe Muslime,

an Menschen und Dinge zu glauben, die von der Zukunft berichten gehört auch zu den Auffassungen, die den Nûr-u Îmân sehr stark schwächen. Auch solche Denkweisen wie “Wer ist schon von den Toten zurückgekommen?” oder “Auch wenn diese oder jene Tat haram ist, werde ich es doch machen” oder wenn ein Gläubiger zu seinem Schuldner sagt “Mein Recht an dir werde ich im Jenseits bekommen” und dieser dann herabwürdigend antwortet: “Wie willst Du mich bei der Masse an Menschen im Jenseits finden?” und ähnliches - sind Dinge, die dem Imân im Herzen Schaden zufügen.

Eins sollten wir doch immer vor Augen halten: Wichtig ist der letzte Atemzug. Aus diesem Grunde haben die Evliyâ und Ulemâ uns folgende Duâ beigebracht: “Möge Allâh uns bis zum letzten Atemzug, der letzte Atemzug dazu und bis zum Morgengrauen der Kıyamet in Îmân und Hidâyet halten.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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