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22.April 2011 / 19. Cemâziyelevvel 1432

VIKZ

Mensch und Umwelt

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Verehrte Muslime!


Hz. Allah (c.c.) hat alle Dinge in der vollkommensten Form und zum besten Nutzen erschaffen und viele seiner Gaben dem Menschen zur Nutzung überlassen. Eine dieser Gaben Allâhs oder nimet ist ohne Zweifel eine saubere Umwelt. Die Luft, die wir atmen, die Wälder, Flüsse, Seen und Meere sind nur ein Teil dieser nimet. Gleichzeitig sind diese Gaben aber auch ein Lebens- und Nutzfeld, das wir mit allen anderen  Lebewesen teilen. Das Jahrhundert, in dem wir uns befinden, hat gewaltige technologische Fortschritte gemacht - andererseits hat es aber auch enorme Umweltprobleme mit sich gebracht. Die Welt und ihr natürliches Gleichgewicht sind infolge massiver Umweltverschmutzung, ungebremster und planloser Industrialisierung, massiver Verstädterung und Landflucht, atomarer Tests, regionaler Kriege, chemischen Abfalls und so weiter durcheinandergebracht worden. Auch das Klima hat sich dadurch verändert. Untersuchungen zeigen auf, dass 55  % der ganzen Umweltverschmutzung  in den letzten 35 Jahren entstanden sind.

Liebe Gemeinde!



Das Umweltdesaster unserer Zeit wird im Kur’an-ı Kerim schon vor 1400 Jahren angedeutet: “Durch Dinge, die von Menschenhand  verschuldet sind, ist Unheil zu Wasser und zu Lande entstanden; auf dass Er den Menschen fühlen lässt, was er tat, damit er davon ablässt.“ Der Kur’an-ı Kerim ist ein so vollkommenes Buch, dass er sowohl die Dinge zur Zeit seiner Offenbarung als auch die Probleme der Zukunft anspricht. Der Mensch hat das ökologische Gleichgewicht der Erde durcheinandergebracht. Nun hat er die Pflicht, das wieder gut zu machen und sich selber für diese Aufgabe verantwortlich zu fühlen. Die lebensspendenden Botschaften unserer islamischen Religion sollten bei dieser Aufgabe der ganzen Menschheit als gemeinsame Richtlinie dienen.

Liebe Geschwister im Glauben!


Rasulullâh (s.a.v.) hat zu seiner eigenen Zeit,  in der es keine vergleichbaren Umweltprobleme gab, alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen für den Schutz der Umwelt getroffen. So hat er zum Beispiel in der Umgebung von Medina in einem Umkreis von 32 Kilometern verboten, Bäume zu fällen; ein andermal hat er fünfhundert Dattelbäume pflanzen lassen und gesagt: „Selbst wenn der Jüngste Tag, der Kıyâmet-Tag vor euren Augen anbricht und ihr haltet den Schössling eines Baumes in eurer Hand, so pflanzt den Baum, solange euch Zeit bleibt.“  

Liebe Muslime,

wir sind Angehörige einer Religion, die sogar das Spucken auf den Boden als verfehlt, als falsch ansieht - da braucht man über die Verschmutzung von Straßen gar nicht mehr zu reden. So ist es wichtig, dass wir unsere Umwelt sauber halten. Auch unsere Kinder müssen wir in dem nötigen Umweltbewusstsein erziehen. Es ist unsere Pflicht, ihnen eine saubere und grüne Umwelt zu hinterlassen. Ans Ende unserer heutigen Hutbe möchte ich den folgenden Hadis-i Şerif setzen: „Ich habe einen Mann in der Cennet gesehen, getränkt in die Gaben Allâhs, dessen beste Tat war, dass er den Ast eines Baums von der Straße nahm, damit er andern nicht Schaden zufügte.“

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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