Gebetskalender

Sitemap

23. Dezember 2016 / 23. Rebiulevvel 1438 - Der Jahreswechsel

Arbeit gewissenhaft erledigen

Liebe Muslime,

 

Fahr-i Kâinat Effendi (s.a.v.) ist von Allâhü Teâlâ als Gesandter für alle Welten auserwählt worden. Seine Gesandschaft ist demnach nicht auf ein bestimmtes Volk oder bestimmte Menschen begrenzt. Kein Wesen ist aus diesem Kreis ausgeschlossen.  Rasûlullâh hat die Menschheit zur Bruderschaft im Islam eingeladen und war bestrebt, einen einzigartigen Gedanken-, Handlungs- und Lebenswandel zu begründen. Frei von jedem nachgeahmten Vorbild hat Er eine Art zu leben verkündet, deren Fundamente die Gebote Allâhs und seine eigene Sünnet-i Seniyye sind.

 

Rasûlullâh (s.a.v.) hat den Leitsatz geprägt: “Wer sich in Übereinstimmung mit einer Gemeinschaft verhält, ihnen ähnelt und sie zum Vorbild nimmt, ist ein Teil von ihr.” Damit hat Er seiner eigenen ümmet, der Gemeinschaft der Muslime, aufgetragen, auf die Nachahmung religiöser und anderer Bräuche von Nichtmuslimen zu verzichten und ihnen andererseits nicht die gleiche Liebe und Anhänglichkeit entgegenzubringen wie es ein Muslim verdient. Das beeinträchtigt wohlgemerkt nicht die menschliche Verbundenheit und gute Nachbarschaft mit einem Nichtmuslim. Diesen Hadîs hat Rasûlullâh in seiner Sünnet-i Seniyye in allen Punkten persönlich vorgelebt. Wo Nichtmuslime beispielsweise ihre Haare lang zu tragen pflegten, hat er die seinen geschnitten; wo sie schliefen, durchwachte er die Nacht und widmete sich seinem Schöpfer, und wo sie einen Tag lang fasteten, fastete er zumindest zwei.

 

In der bekannten Âyet-i Celîle in der Sure-i Ahzâb heißt es: “Bei meiner Glorie: An dem Gesandten Allâhs habt ihr eine Üsve-i Hasene, ein schönes Vorbild für alle.” Diese âyet zeigt unmissverständlich, dass nur Rasûlullâh und seine wahren Erben diejenigen sind, denen wir uns angleichen und denen wir nacheifern sollen. Der große Sufimeister und Gelehrte İmâm-ı Rabbânî (Kuddise Sirruh) spricht hierzu: “Fazilet, Wertigkeit bei Allâh, ist gebunden an mütâbaat, an die umfassende Annahme und Befolgung der sünnet Rasûlullâhs, und an meziyet, die Tugend die gebunden ist an die konsequente praktische Umsetzung der Pflichten Seines Weges, des Islam. Sogar ein Mittagsschlaf in solcher Bindung hat mehr fazilet als Tausende mit ibâdet verbrachte Nächte, denen diese mütâbaat fehlt.”

 

Liebe Brüder im Islam,

 

in diesen Tagen feiern unsere christlichen Freunde und Nachbarn Weihnachten und Neujahr. Jeder Mensch hat das Recht gemäß seinem Glauben und seiner Überzeugung zu leben – dies achten wir.

Aber Muslime sollten diese Tage, wo viele kleine und große Verfehlungen und Fehltritte lauern, wachsam verbringen und sich fernhalten von Handlungsweisen, die von der Liebe Allâhs entfernen können. Der Sonnenkalender hat für uns Muslime eine mehr praktische Bedeutung: Ein Kalender, der an der Wand hängt und der uns in diesen Tagen daran erinnert, dass wieder ein langes Jahr vergangen ist und ein neues beginnen wird. Auch kann und sollte dieser Kalender uns sehr wohl dazu anregen darüber nachzudenken, ob das vergangene Jahr zu unserem Vorteil oder Nachteil verlaufen ist und ob wir darin mehr sevab, mehr Verdienste, oder mehr Fehler aufgehäuft haben.

Auf keinen Fall aber sollten diese Tage zum Anlass genommen werden an Vergnügungen und Feierlichkeiten teilzunehmen, die zur Vermehrung unserer Fehler führen und das Licht von Îman in Mitleidenschaft ziehen.

Ein Muslim, der bewusst lebt, sollte darum in diesen Tagen  keinerlei Veränderung in seinem Tagesablauf, seinen Essgewohnheiten und seiner Kleidung zeigen. Er sollte sich dieser Tage des großen Schmerzes für die Muslime mit Duâ befassen und Bittgebete für die Muslime im allgemeinen und die eigene Familie im besonderen machen, um vor zulmet gefeit zu sein und in der hidâyet zu verbleiben.

 

In der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerime spricht Cenab-ı Hakk (c.c.): “Überlass sie sich selbst: Sollen sie essen, trinken, geniessen! Sollen sie sich von emel, von leerer Hoffnung, leiten lassen. Bald (wenn der Tod kommt) werden sie es erfahren.

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

Weiterlesen …