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23. Mai 2014 / 24. Recep 1435 - Die Mirac-Reise

16. Mai 2014 / 17. Recep 1435 - Namaz in Gemeinschaft

Liebe Muslime,

in diesem Jahr begehen wir die gesegnete Mi’râc-Nacht in der Nacht vom 25. (Fünfundzwanzigsten) auf den 26. (sechsundzwanzigsten) Mai, also diesen Sonntagabend. Daher sprechen wir heute über die Mi’rac-Reise des Gesandten Allâhs (s.a.).

Nach dem Arabischlexikon bedeutet Mi’râc Treppe. In der Fachsprache der Ulûm-i Islamiyye, also der Lehre des Islam ist es ein spezieller Name für das Ereignis in dem Rasûlullâh (s.a.) von der Harem-i Şerîf in Mekke zur Mescid-i Aksâ in Jerusalem, von dort über die sieben Sphären der Himmel zur Sidret’ül-münteha und später in die Gegenwart Allâhü Teâlâs, Der erhaben ist von jeglichem Raum und jeglicher Zeit, transportiert und wieder zurück nach Mekke gebracht wird.

Die Mi’râc_Reise ist einer der großen Wunder von Rasûlullâh. In der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerîme erläutert Cenab-ı Hakk die Mi’rac-Reise in der folgenden Art:

 “Gepriesen-erhaben ist Derjenige, Der Seinen Knecht und Abid (Muhammed) reisen ließ – in einem Teil der Nacht von der Mescid-i Haram zur Mescid-i Aksa, um die WIR herum Bereket und Segnungen versehen haben, um ihm von unseren Âyât und Zeichen zu zeigen. ER ist in der Tat der Allhörende, der Allsehende.”

Wenn man die Worte dieser Âyet-i Kerîme etwas genauer betrachtet, sieht man, dass Rasûlullâh (s.a.) nicht auf eigenen Wunsch und auf eigene Entscheidung sondern nur durch direkte Hinwirkung Allâhs diese Reise unternommen hat. Daher gibt es keine Möglichkeit diese Reise als unmöglich anzusehen und ihr zu widersprechen. Vor allem in unserer Zeit, wo die Tore des Weltraums für den Menschen weit offen stehen und der technologische Fortschritt sehr weit gediehen ist, ist für denkende Menschen die Leugnung zu solch einer Reise vollständig unmöglich geworden.

 

Liebe Gemeinde,

für uns Muslime hat die Mi’râc-Reise eine große Bedeutung. Diese Reise fand in drei Abschnitten statt. Der erste Abschnitt wird ISRA genannt und umfasst die Reise von Mekke-i Mükerreme nach Kuds-i Şerîf in Begleitung des BURAK genannten Gefährts. Weil dieser Abschnitt durch den Kur’ân-ı Kerîm belegt ist, führt dessen Leugnung zur Küfür.

Im zweiten Abschnitt bereist Rasûlullâh (s.a.) mit dem MI’RÂC genannten Gefährt, einer Art Sphärentreppe alle Sphären bis zur Arş-ı Âlâ, dem großen Thron und darüber hinaus die Sidre-i Münteha. Dieser Abschnitt ist durch Haber-i Meşhûr, also durch die Zeugenschaft Rasûlullâhs und seiner Gefährten belegt. Wer diesen Abschnitt der Reise leugnet ist auf dem Irrweg.

Im dritten Abschnitt bereist Rasûlullâh (s.a.) alleine und nur mithilfe des Gefährts REFREF, von der Sidre-i Müntehâ aus alle Sphären und Möglichkeiten, die Allâh für ihn wünschte und betrat die von Raum und Zeit freie Gegenwart Allâhü Teâlâs. In dieser letzen Position sprach der Gesandte Allâhs mit dem Schöpfer der Welten 90-Tausend (Neunzigtausend) Worte und erhielt die höchste aller möglichen Gaben, Würden und Ehren bei Allâh.

Jener Rasûl, der auch Gesandter aller anderen Gesandten ist, hat bei dieser einzigartigen Mi’râc-Reise die Cennet und die Cehennem gesehen, mit den Seelen der anderen Gesandten gesprochen, unzählige Engel getroffen, viele wundersame Dinge gesehen und ist mit dem Namaz, dem Geschenk Allâhs für die Menschen, noch in derselben Nacht, noch bevor sein Bett abgekühlt war, zurück nach  Mekke-i Mükerreme gekommen.

Als am nächsten Morgen er von seiner nächtlichen Reise berichtete verleugneten ihn die Mekkaner und verhöhnten ihn. Im Gegensatz dazu hörte Hazret-i Ebû Bekr’inis-Sıddıyk davon, glaubte es sofort und bestätigte Rasûlullâh in seiner Gesandschaft noch einmal - ohne zu zögern. Daher auch nennen die Muslime ihn SIDDIYK – was “der am meisten Bestätigende” heißt.

 

Ebul-Faruk Silistrevi Hazretleri (K.S.) spricht hierzu:

“Im Prinzip ist es ein recht häßliches Unterfangen einen Rasûl einfach mit Gesandter oder Botschafter zu umschreiben. Denn ein Nebî ist jemand, der die Cennet und Cehennem und viele andere Ereignisse selbst gesehen und mit diesem Wissen beauftragt wurde den Menschen zu berichten. Ihr Glaube ist şuhûdî, das bedeutet sie sind persönliche Zeugen von dem gewesen, was sie den Menschen erzählen. Unser Nebî hat jegliche Ulviyyât und Schöpfung, inklusive Cennet und Cehennem, persönlich gesehen. Die anderen Enbiyâ haben dies alles nur mit ihren Seelen erfahren können.“

 

Diese Nacht der Mi’râc-Reise, Liebe Brüder, sollten wir versuchen mit Ibâdât zu erfüllen. Nach dem Nachtgebet ist ein Hacet-Namaz mit 12 Rekat und am nächsten Tag, am Nachmittag, ein Namaz mit 4 Rekat empfohlen. Wie man diese Gebete verrichtet und wann, steht auf den Rückseiten unserer Gebetskalender. Darüber hinaus ist es sehr verdienstvoll den Tag der Mi’râc-Reise, also Montag, fastend zu verbringen.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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