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23. November 2012 / 9. Muharrem 1434 - Der Aşûre Tag

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Der Aşûre Tag

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Verehrte Muslime! 

 

Der 10. Tag des Muharrem-i Şerif, also der Âşûre Tag fällt dieses Jahr auf morgen, Samstag, den 24. November. Die islamische Religion schenkt diesem Tag eine sehr große Bedeutung zu. Dieser Tag ist viele Male Zeuge der Zeichen Allâhs geworden. 

 

Der berühmte Gelehrte Fakih Ebulleys es-Semerkandî (r.h.) zählt viele Ereignisse auf, die an diesem Tag passiert sind, wie die Erschaffung der Welten und des Propheten Âdem (a.s.); dessen Eintritt in die Cennet und die Annahme seiner Tevbe, also seiner Bitte um Vergebung; die Geburt von Hazret-i İbrâhim (a.s.) und seine Errettung vor dem Feuer des Nemrud; die Wiedergenesung von Hazret-i Eyyûb (a.s.); die Errettung von Yûnus (a.s) aus dem Bauch des Wals; die Landnahme der Schiffes von Nuh (a.s.); die Errettung von Hazret-i Mûsâ (a.s.) und seiner Ümmet vor der Unterdrückung durch den Fir’avn und dessen Tod durch Ertrinken.

Auch das Weltenende wird an einem Tag beginnen, wenn der Âşûrâ Tag auf einen Freitag trifft.  

 

Liebe Gemeinde!

 

Für uns Muslime bringt dieser Tag einige Aufgaben mit sich. Dazu zählen unter anderem:

 

*Das Fasten am Âşûrâ-Tag mit mindestens dem Tag vorher oder dem Tag nachher zusammen. Rasülüllah (s.a.v.) hat die Fazilet, also den Wert dieses Fastens so beschrieben: ”Das Fasten am Âşûrâ-Tag –so ist mein guter Glaube an Allâh – tilgt alle Fehler des vergangenen Jahres.” 

 

* Wenn an diesem Tag bewusst Kleinigkeiten eingekauft werden, wird das folgende Jahr voller Bereket und Überfluss vergehen. Peygamber Efendimiz (s.a.v.) spricht hierzu: “Wer am Âşûrâ-Tag seiner Familie gegenüber großzügig ist, dem wird Allah den Rest des Jahres Freiraum und Wohlsein geben.” 

* Zehn Muslimen jeweils ein Mal oder einem Muslim zehn Mal mit dem Selâm grüssen. Armen und mittellosen Menschen zeigt man an diesem Tag besondere Aufmerksamkeit. Im Hadis-i Şerif heisst es: “... Wer am Aşûrâ-Tag einem Gläubigen die Iftar, also das Fastenbrechen ermöglicht, dem schreibt Cenab-ı Hak soviel Sevab und Lohn zu als hätte er der Ümmet-i Muhammed insgesamt die Iftar ermöglicht. Wer am Aşûrâ-Tag das Haar eines Waisen streichelt (und es glücklich macht) den beschenkt Allâhu Teâlâ mit solch einer hohen Position in der Cennet wie die Anzahl der Haare auf dem Kopf dieses Waisen.” 

* Vollzieht ein Muslim an diesem Tag die Gusül, also die rituelle Ganzkörperwaschung wird er im folgenden Jahr von vielen kleinen Krankheiten verschont.

* Diese folgende Duâ soll man zehn mal aufsagen: "Sübhânellâhi mil'el-mizân ve müntehel-ilmi ve mebleğarrızâ ve zinetel arş." 

* Am Vormittag verrichtet man einen dem Âşûre-Tag besonderen Namaz mit zwei Gebetseinheiten, das heißt Rek‘at. In beiden Rek’ats spricht man jeweils eine Fâtiha-i Şerife und 50 (fünfzig) ihlâsı Şerif. 

Nach dem Namaz spricht man die folgende Salevâtı Şerife einhundert mal auf:

"Allaahümme salli alâ seyyidinâ muhammedin ve alâ âli seyyidinâ Muhammedin ve Âdeme ve Nuhin ve İbrâhîme ve Musâ ve îsâ vemâ beynehüm minen nebiyyîne ve'l-mürselîn. Salevâtü'llâhi ve selâmühü aleyhim ecma-în."

* Wer will und mag, kann zwischen Mittags- und Nachmittagsgebet einen Namaz mit vier Rek’ât verrichten. Auch hier spricht man jeweils eine Fatiha und fünfzig (50) İhlası Şerif. 

Nach dem Namaz sagt man siebzig (70) İstiğfarı Şerif,  siebzig (70) Salevâtı Şerîfe und siebzig (70) mal:

"Lâ havle velâ kuvvete illâ billâhi'l-aliyyi'l-azîm." 

Bei der anschließenden Duâ soll man Allâhu Teâlâ innigst um Hidâyet und Errettung der Ümmeti Muhammed bitten.

Auf den Rückseiten des Fazilet Gebetszeitenkalenders findet ihr mehr zu diesen Gebeten.


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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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