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23. Oktober 2015 / 10. Muharrem 1437 - Der Aşûre Tag 2

23. Oktober 2015 / 10. Muharrem 1437 - Der Aşûre Tag 2

Verehrte Brüder im Islam,

in der Hutbe am vergangenen Freitag habe ich über Fazilet und Wert des Aşûre-Tages berichtet. Nun an diesem heutigen Freitag begehen wir alle den Aşûre-Tag und so möchte ich, weil dieser Tag sehr wertvoll ist, noch einmal darauf eingehen.

Seit den Tagen von Hazreti Adem, dem Vater der Menschheit, ist dieser Tag unter den Gemeinschaften der Gläubigen bekannt und geehrt. So ist es geboten sich mit den Ereignissen zu beschäftigen, die allesamt am Aşûre-Tag passiert sind. Denn nur so sind wir imstande zu begreifen welchen Stellenwert dieser Tag in der Geschichte der Menschheit besitzt.

Ebulleys-i Semerkandi Hazretleri, der große Gelehrte schreibt hierzu in seinen Werken:

Auf den Aşûre-Tag fällt die Erschaffung des Universums und Adems (aleyhisselam), sein Eintritt in die Cennet und die Annahme seiner Tevbe und Reue durch Allâhu Teâlâ nachdem er die Cennet verlassen musste, die Geburt von Ibrahim (aleyhisselam) und seine Errettung vor dem Feuer des Tyrannen Nemrud, die Wiedergenesung von Hazret-i Eyyûb (a.s.) und die Erretung von Yûnus (a.s) aus dem Bauch des Fisches. Desweiteren wurde an diesem Tag Süleyman (aleyhisselam) seine unbeschreiblich große Machtfülle gegeben, das Schiff des Gesandten Nuh (aleyhisselam) setzte an diesem Tag auf Erde auf. Musa (aleyhisselam) und seine Ümmet wurden an diesem Tag vor dem Unrecht des Pharao errettet und dieser starb an diesem Tag durch Ertrinken. Auch das Weltenende wird eintreten wenn der  Aşûre-Tag auf einen Freitag trifft.

Demnach hat Allâh vielen Seiner Gesandten an diesem zehnten Tag des Monats Muharrem Freiheit und Errettung vor Unrecht und Qualen gegeben. Für uns Muslime sollte es daher heute eine Aufgabe sein Allahu Teâlâ mit Hingabe und Liebe anzuflehen uns Sicherheit zu geben vor allem wovor wir uns fürchten und uns zu schenken was wir uns wünschen.

Manche Evliyâ haben gesagt, dass Hazret-i Allah uns, der Gemeinschaft Rasûlullâhs (s.a.v.), zehn Kerâmet und Wunder geschenkt hat. Der Aşûre-Tag ist das zehnte Wunder.

Das erste Keramet ist der Monat Receb-i Şerif. Die Fazilet dieses Monats über die anderen Monate des Jahres ist so wie die Fazilet der Ümmets Rasûlullâhs (s.a.v.) über die Ümmets der vorhergehenden Gesandten.

Das zweite Wunder ist der Monat Şaban-ı Şerif, dessen Wert im Vergleich zum Wert der anderen Monate so ist wie der Wert Rasûlullâhs gegenüber den anderen Gesandten.

Das dritte ist der Monat Ramazan-ı Şerif, der im Wert über die anderen Monate so steht wie der Wert von Allahu Teâlâ zu seinen Geschöpfen.

Das vierte Wunder ist die Leyletü-l’Kadir, also die Nacht der Bestimmung, die wertvoller ist als tausend Monate zusammen.

Das fünfte Keramet ist der Tag des Ramazan Bayram, ein Tag an dem man den Lohn für das Fasten und die anderen Ibadat bekommt.

Das sechste Wunder sind die Eyyam-i Aşr genannten zehn Tage am Ende des Ramadan und die jeweils ersten zehn Tage der Monate Zilhicce und Muharrem. Diese Tage sind Tage der Zikr, des Gedenkens Allâhs.

Das siebte Keramet sind die Tage des Kurban Bayram. Diese sind Tage der Nähe zu Allah (c.c.).

Das achte Keramet ist der Arefe-Tag, also der Tag vor dem Kurban Bayram. Das Fasten an diesem Tag ist Keffaret für zwei Jahre unserer Verfehlungen.

Das neunte Wunder ist der Freitag, der Efendi der Tage.

Und schließlich noch der Aşûre-Tag, wo das Fasten Keffaret für ein Jahr Verfehlungen ist.

All diese Tage zusammen sind eine Ihsan und Gnade Allâhs an die Ümmet Rasûlullâhs (s.a.v.), damit sie Keffaret für die Verfehlungen der Menschen sein können und jeder einzelne sich von Fehlern und Mängeln reinigen kann.

So sollten wir uns bemühen Allâhu Teâlâ mit Hingabe und Liebe zu begegnen und uns vollständig als Abid, als Knecht Allahs wahrnehmend unsere Fehler und Mängel auf ein Mindestmaß reduzieren. Denn Allah ist Kerîm, Allgroßzügig und Ğaffâr, Allverzeihend.

Beenden möchte ich meine Hutbe mit einer deutschen Umschreibung der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerîme:

 “Noch bevor zu euch die Peinigung kommt, kehret um zu eurem Rabb und Allah und gebet euch Ihm hin, denn dann (wenn die Peinigung da ist) wird euch nicht beigestanden.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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