Gebetskalender

Sitemap

23.Dezember 2011 / 28. Muharrem 1433

VIKZ

Religiöse Erziehung in den Ferien 

tl_files/vikz/Hutbeler/Hutbeler-2011/23 12 2011 Sene sonu tatili ve egitim.png

 

Verehrte Muslime, 

wenn ein Muslim gewissenhaft seinen Glauben praktiziert, wird er im Diesseits wie im Jenseits Glück und Erfüllung finden. So führt unser Weg zu wahrem Glück über imân und ahlâk, über Glauben und Sitte. Unsere Aufgabe ist es, ein nützliches Wissen in Glaubensdingen erwerben und es in die Tat umsetzen.

Ziel einer islamischen Erziehung ist es, den Menschen zum Wahren, Rechten und unbedingt Guten, zu Glück und Erfüllung und schließlich zu Allâh zu führen. Um einen Kâmil İnsan, einen vollkommenen Menschen, heranzubilden, muss die Unterweisung schon im Kindesalter beginnen. Es gibt sogar Empfehlungen, wonach mit der Erziehung eines Kindes schon vor der Geburt angefangen werden soll. Für uns bedeutet dies, dass wir zu einem Tun, das Glück und Erfüllung im Diesseits und im Jenseits verspricht, nicht zu spät kommen dürfen. Wir sollten so früh wie möglich damit einsetzen. 

Kinder zu haben gehört zu den größten Gaben und nimet Allahs. Den Wert dieser nimet recht würdigen heißt, sich diesem Geschenk des Allmächtigen Schöpfers zu widmen, sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen und seine Kinder zu guten Menschen zu erziehen.

Mit Bedauern müssen wir heutzutage feststellen, dass wir hinsichtlich der Erziehung unserer Kinder nicht genug tun. Der Gesandte Allâhs (s.a.v.), Peygamber Efendimiz, wie wir Ihn im Türkischen liebevoll nennen, hat selber jede Anstrengung unternommen, Wissen in Glaubensdingen zu vermitteln; er hat in dieser Frage auch seiner Gemeinschaft eindeutige Empfehlungen gegeben und uns damit das beste Vorbild hinterlassen.

 

Liebe Muslime,

wir leben in einer Zeit, in der Menschlichkeit und gute Sitten dem Verfall preisgegeben sind. Deswegen sind wir heute noch mehr auf Menschen angewiesen, die unserem Glauben ebenso wie ihren Mitmenschen ganz allgemein von Nutzen sind. Das lässt sich nur durch eine gute Erziehung erreichen. Nicht von ungefähr setzen viele Länder das Eintrittsalter für die außerfamiliäre Erziehung stetig herab. Vielerorts hört auch die Wissensaneignung nicht mit dem Rentenalter auf.

Fast jeder von uns hat Kinder, Enkelkinder oder andere Verwandte im Schulalter. Wenn wir Erziehung und Wissensvermittlung vor allem in religiösen Dingen als einen lebenslang währenden Prozess verstehen, so können wir uns nicht damit begnügen, Kinder und Jugendliche nur an den Wochenenden zur religiösen Unterweisung in die Moschee zu schicken. Vielmehr sind auch Ferienzeiten wie die gerade beginnenden Weihnachtsferien wichtig, um intensiver arbeiten zu können. 

Seit Jahrzehnten versuchen wir unseren Kindern vor allem in der Ferienzeit Wissen in Fragen der islamischen Religion und der Ethik zu vermitteln und ihnen auch sonst im Glauben gegründete Werte wie die Achtung vor dem Mitmenschen nahezubringen. Unser Ziel dabei ist es, die folgenden Generationen mit besserem Wissen und besseren ahlâk auszustatten und sie zu befähigen, ihren Mitmenschen und der Gesellschaft nützlich zu sein. Auf diese Weise tragen wir unseren Teil zu Frieden und Sicherheit in dem Land bei, in dem wir leben. Denn wir sind davon überzeugt, dass Unwissenheit der größte Feind der Gesellschaft ist; dass der Verfall der Sitten die größte Quelle für Unruhe und Unfrieden ist; und dass allein eine gute Erziehung diesem Verfall entgegenwirken kann. Aus diesem Grund haben wir auf unsere Fahnen die Losung und Ermahnung geschrieben: „Wissen zu erlangen ist farz, ist Pflicht für jeden Mann und jede Frau



Zurück

KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

Weiterlesen …