Gebetskalender

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23.Juli 2010 / 11. Şaban 1431

Hutbe

Berat Kandili

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Verehrte Muslime,
unsere heutige Hutbe handelt über die Fazilet des Beraet Kandil oder Lailat-ul Bera-a.

 
Eine der von Allahu Teala erschaffenen außergewöhnlichen Zeiten  ist unzweifelhaft der Beraet Kandil, die Lailat- ul-bera-a oder die Nacht der Befreiung. Nach islamischer Zeitrechnung begehen wir diesen Heiligen Abend am 15. des Mondmonats Şaban. Dieses Jahr trifft es auf den kommenden Montagabend, den 26. Juli.
 
Diese Nacht der Befreiung ist eine sehr ehrwürdige Nacht, in welcher der Kuran-ı Kerim von der Lewh-i Mahfuz in die irdische Sphäre eingebracht wurde.
In dem am Anfang meiner Hutbe zitierten Vers heißt es: “Ha-Mim. Bei dem deutlichen Buch! Wahrlich, Wir haben es in einer gesegneten Nacht herab gesandt – wir haben ja (die Menschen) immer wieder gewarnt. In dieser (Nacht) wird jede weise Angelegenheit einzeln entschieden, als eine Angelegenheit von uns aus – wir haben ja immer wieder (Warnende) gesandt, als eine Barmherzigkeit von deinem Herrn – gewiss, er ist der Allhörende und der Allwissende.”
 
Verehrte Muslime,
diese ehrwürdige Nacht hat fünf wichtige Besonderheiten:
1. In dieser Nacht beginnt die Niederschrift der zu passierenden Ereignisse für  das folgende Jahr; diese Niederschrift dauert an bis zur Qadr Nacht, der Nacht der Bestimmung am Ende des Monats Ramazan.
2. Der Wert von Gebeten und anderen Ibadat in dieser Nacht ist viel höher als an anderen Tagen. Hazret-i Ayşe (r.a.) erzählt folgendes: In der Berat Nacht fragte mich der Gesandte (a.s.): „Gestattest du mir, in dieser Nacht zu Beten?” Ich antwortete ihm:  “Bei meinem Vater und meiner Mutter! Natürlich, Ya Rasulallah!” Er fing an zu beten und sprach während der Secde folgende dua:  “Oh Allah! Ich suche Zuflucht in deiner Vergebung vor deiner Strafe.  Ich suche Zuflucht in deinem Wohlgefallen vor deinem Zorn. Ich suche Zuflucht bei Dir vor Dir. Ich kann dich nicht  genug preisen. Keine Lobpreisung ist deiner Lobpreisung ebenbürtig. ”

3. Allahu Teala begegnet mit Rahmet, also segnet in dieser Nacht mehr Menschen, als die Anzahl der Haare der Schafe des Stammes „Beni Kelb“.
4. In dieser Nacht ist die Vergebung Allahs am grössten.
5. Der Gesandte Allahs erhielt in dieser Nacht die Erlaubnis zur Şefaat, also die Fürsprache für seine ganze Ümmet. Ein anderes wichtiges Ereignis dieser Nacht ist die Änderung der Qıble, der Gebetsrichtung von Jerusalem zur Mescid-i Haram in Mekke.  
 
Liebe Gemeinde,
 
in dieser Nacht sollte ein Muslim viel Nafile Namaz, also freiwillige rituelle Gebete verrichten, viel Tevbe-i Istighfar machen, also um Vergebung bitten, aus dem Kuran-ı Kerim lesen und anderen Muslimen zum Kandilabend gratulieren. Darüber hinaus gibt es für diese Nacht eine HAYIR NAMAZ mit 100 Rekat. Große islamische Gelehrte haben dazu gesagt, wer die Zeit findet und es schafft diesen Namaz zu verrichten und im folgenden Jahr sterben sollte, wird als Şehid gestorben sein.

Denn Rasulullah (s.a.v.) hat dies getan und folgendes gesagt: „Verbringt die 15. Nacht des Şaban mit Gebeten und Lobpreisungen. Fastet tagsüber. Denn mit dem Sonnenuntergang fragt der Herr in dieser Nacht: ‚Gibt es keinen, der um Vergebung bittet, damit ich ihm vergeben kann? Gibt es keinen, der um Speise bittet, damit ich ihm Speise andienen kann? Gibt es keinen Kranken, damit ich hm  Heilung geben kann? Gibt es keinen der einen Wunsch hat, damit ich ihn erfülle?‘ Und dies dauert bis zum Morgengrauen an.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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