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23.September 2011 / 25. Şevval 1432

VIKZ

Ta’dil-i Erkân beim Gebet

 

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Hochverehrte Muslime,
in unserer Hutbe besprechen wir heute die “Ta’dîli Erkân” beim Namaz, also im islamischen rituellen Gebet.
 
Ta’dîl-i Erkân ist das Gefühl Rukû und Secde richtig ausgeführt zu haben, darüber hinaus das aufrechte Stehen nach der Rukû und das aufrechte Sitzen zwischen zwei Secdes in vollständiger Zufriedenheit verrichtet zu haben. Das heißt jede einzelne Bewegungseinheit im Namaz wie Kıyam, Rukû und Secde soll in Ruhe und Gemach verrichtet werden, so dass die einzelnen Körperteile sich förmlich setzen und man im Herzen das Gefühl bekommt alles richtig gemacht zu haben. Zum Beispiel ist es nach der Rukû erforderlich sich aufrecht hinzustellen und in dieser Position kurz zu verweilen – ungefähr solange wie man “sübhânellâh” sagen kann. Auch zwischen zwei Secdes soll man in der Länge dieses Tesbihs innehalten.
Manche Gelehrte sagen, dass Ta’dîl-i Erkân farz ist und andere wiederum nur vacib. In beiden Fällen ist sie für uns Muslime verpflichtend. Wer beim Namaz Genuss empfindet achtet auf den Ta’dîl-i Erkân und umgekehrt. Auch hütet man sich dabei das Gebet eilig zu verrichten und hegt die Geisteshaltung, dass Eile im Namaz ungebührlich für einen Muslim ist und dem Verständnis von Hurmet, Respekt und Edeb widerspricht.
In einem von Ebû Hüreyre (ra) Hazretleri überlieferten Hadîs-i Şerif heißt es hierzu: Rasûlüllah Efendimiz (sav) ging einmal zur Mescid, zur Moschee. Ein Mann kam herein, verrichtete seinen Namaz ohne auf den Ta’dîl-i Erkân zu achten und grüßte den Gesandten mit dem Selam. Rasûlullah sprach zu ihm “Kehre um und verrichte deinen Namaz nochmal, denn du hast nicht gebetet”. Der Mann kehrte um, verrichtete seinen Namaz nochmal, aber in derselben Art und Weise und grüßte anschließend den Gesandten Allâhs wieder. Peygamberimiz nahm seinen Selâm an und sprach wieder “kehre um, verrichte deinen Namaz, denn du hast nicht gebetet”. Als diese Situation sich zum dritten Mal wiederholte sagte der Mann “Ich schwöre bei Allâh (cc), der dich als wahrer Gesandter geschickt hat, ich kann es nicht besser. So lehre mich Yâ Rasûlellah”. Und Fahr-i Kâinât Efendimiz sprach dies: “Wenn Du mit dem Namaz beginnst sprich den Tekbir (Allahu Ekber), danach lese Stellen aus dem Kur’ân-ı Kerîm, die du auswendig kannst und die dir leicht fallen, dann mache den Rükû so, dass du damit zufrieden bist, danach verweile aufrecht im Stehen in der Kıyam-Position bis sich deine Glieder vollständig gesetzt haben, danach mache die Secde so, dass du damit zufrieden bist, dann erhebe dein Haupt von der Secde und verweile aufrecht sitzend zwischen zwei Secdes bis du damit zufrieden bist. Und verrichte alle deine Namaz auf diese Weise.“

In einem anderen Hadîs-i Şerif spricht Rasûlullâh dies: “Der schlimmste Dieb ist derjenige, der von seinem Namaz klaut.” Die Ashâb-ı Kiram fragten daraufhin: “Yâ Resûlallah! Wie kann ein Mensch von seinem Namaz klauen?” Und Peygamberimiz antwortete: “In dem er Rükû und Secde nur halbherzig macht.”

İbrahim Neha-i Hazretleri, der große Hadisüberlieferer sagt dies: “Erblickst du jemanden, der bei seinen Rukû und seinen Secdes den nötigen Ernst vermissen läßt so praktiziere Barmherzigkeit seiner Familie gegenüber (weil dieser damit die Wahrscheinlichkeit stärkt in Armut zu verfallen).”

Liebe Gemeinde,
wir haben gesehen wie wichtig die Ta’dîl-i Erkân beim Namaz ist. Es ist eine traurige Gewißheit, dass viele Muslime im Zustand von Gaflet, also geistiger Trägheit es nicht schaffen diesem wichtigen Punkt ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Sehr viele Muslime haben es wirklich nötig in dieser Angelegenheit besser informiert zu werden. Dieser Umstand ist für die bewußtlebenden Muslime eine Aufforderung sich hierbei viel Mühe zu geben. So schreibt der große Gelehrte und Sûfimeister İmâm-ı Rabbânî (ks) Hazretleri in seinem Werk Mektûbât-ı Şerîfe das Folgende: “Es muß uns eine Aufgabe sein den Menschen hierbei unser Wissen weiterzugeben, ihnen zu helfen und sie zu dieser Praxis (der Ta’dil-i Erkân) anzuregen. Die meisten Muslime sind fern von dieser Nîmet und ein mit Ta’dîl-i Erkân verrichteter Namaz gibt es nicht mehr. So gesehen ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Muslime diese Amel, also diese islamische Praxis wiederaufleben zu lassen.”

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KRM - Pressemitteilungen

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Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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