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24. August 2012 / 6. Şevval 1433 - Tasavvuf und Mâneviyyât

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Tasavvuf und Mâneviyyât

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Hochgeschätzte Muslime,

 

in unserer heutigen Hutbe sprechen wir über Tasavvuf und Mâneviyyât, also Sufitum und Spiritualität im islamischen Glauben.

İmam-ı Rabbanî Hazretleri, einer der historisch wichtigsten islamischen Gelehrten überhaupt, sagt: „Die islamische Religion besteht aus drei (wesentlichen) Teilen. Diese sind Ilim, das Wissen, Amel, die religiöse Praxis und Ihlâs(, die vollständige Hingabe und der Anspruch einzig und allein die Rıza-ı Ilâhi, also den Wohlgefallen Allâhs zu erstreben). Solange nicht alle (diese Punkte) verwirklicht worden sind, solange wird auch der wahre Islam sich (bei einem Menschen) nicht einstellen.“ 

Danach stellt Imam-ı Rabbâni Hazretleri fest: „Das was die Leute der Tasavvuf als Tarikat und Hakikat bezeichnen, ist nichts anderes als die Vervollständigung des dritten Teils des Islam, nämlich der Ihlâs.“ Demnach ist Tasavvuf die beste Art und Weise unsere islamische Religion auszuleben. Insofern bedeutet Tasavvuf die guten und schlechten Eigenschaften der Nefis, der inneren Triebseele zu kennen, sich von den schlechten zu reinigen und gute anzueignen und somit zu versuchen die Nähe Allâhs zu erlangen. 

Die Nefis und der Şeytan sind unsere manevi Feinde, die von Allahü Zülcelal uns als Prüfung aufgebürdet worden sind. Der größte und der schlimmste Feind ist zweifellos die Nefs-i Emmâre.  Die einzige Macht, die diesen Feind besiegen kann sind einzig und allein mit Ihlâs ausgeführte Ibâdât. Und Tasavvuf ist wahrlich die einzige Quelle von der die Ibâdât, also alle Arten von Gebeten den wahren Ihlâs herausschöpfen können. 

Aus diesem Grunde gebietet Allahü Zülcelal im Kur’an-ı Kerim das Zusammensein mit den als “meine Diener oder Ibâdî” genannten Persönlichkeiten, die den Ihlâs verinnerlicht haben    - in weltlicher und geistlicher Hinsicht. In einer Âyet-i Kerime heißt es: “So schließ` dich dem Kreis Meiner Diener an!  Und tritt (dann) ein in Mein Paradies!“ Und in einer anderen Âyet-i Kerime wird gesagt: „O die ihr glaubt, so habet Ehrfurcht vor Allah und seid zusammen mit den Sadıkîn, den wahrhaft Aufrichtigen.

Das Zusammensein und die auf tiefe Liebe begründete Verbindung mit den Herzen der Evliyâ, also den von Rasûlullâh als “meine Erben” bezeichneten Gottesfreunden, bringt die direkte Verbindung zu Rasûlullâh und somit auch zu Allâhü Teâlâ höchstselbst mit. Die Nûr-u Ilâhî, also das göttliche Licht, das dabei fließt, erfüllt und erleuchtet unsere Herzen und sorgt dafür, dass wir unsere Gebete mit der Klarheit und der Wärme von Ihlâs machen können und somit der Annahme durch Allâh viel näher kommen – so wie der Strom aus den größten Kraftwerken über die Verteilerstationen bis in unsere Häuser kommt und uns Licht und Wärme gibt. All dies geschieht ohne Zweifel mit dem Willen und der Takdir, also der Vorhersehung Allâhu Teâlâs. So spricht Cenâb-ı Hakk in der Eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerîme: “O die ihr glaubt! Habet Ehrfurcht vor Allah. Suchet nach Vesile, nach Mitteln um Ihm näher zu kommen… auf daß ihr Erfolg haben möget.” 

 

Liebe Muslime,

aus den hier besprochenen Grundlagen sollte ein jeder von uns seine eigenen Lehren ziehen. Wir sollten nach Wegen suchen unsere Nefis zu zähmen und zu erziehen und damit auch uns absichern vor der Nefis im allgemeinen und vor denjenigen Menschen und Völkern, die den Kampf mit der Nefis schon längst verloren haben. Die Evliyaullâh haben es  immerzu besser verstanden, wie schwer es ist im Angesicht der Nefs-i Emmâre die religiösen und geistlichen Gaben Allâhs zu bewahren. Daher haben sie auch diese Duâ gemacht, die uns ein Vorbild sein soll: “Möge Cenab-ı Hakk uns bis zum letzten Atemzug, einschließlich dieses letzten Atemzuges in Îmân und Glauben, in Hidâyet und Rechtleitung, in Feyz und geistlicher Erfüllung, in Nûr und dem Licht Allâhs und in Seinem Dienste erlauben weiterzumachen…”. Denn eine Nimet oder eine Gabe zu bewahren ist viel schwieriger als sie zu erlangen. Und Erfolg hierbei kann nur derjenige haben, der zuerst mit Ihlâs und Aufrichtigkeit Allâh und seinen Gesandten akzeptiert und dann konsequent denen folgt, die Allâh als Seine Evliyâ angenommen hat. 

Welch eine Glückseligkeit denen, die ihre manevi Dünya, ihre geistliche Welt mit der Nur-i Ilâhî und der Feyz-i Ilâhî zur Erleuchtung bringen können!

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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