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24. Februar 2012 / 2. Rebî'ul-âhir 1433 - Der Islam verbietet Terror und Gewalt

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Der Islam verbietet Terror und Gewalt

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Verehrte Muslime,

Hz. Allâh hat den Menschen in der schönsten Gestalt erschaffen, ihm Ehre und Würde verliehen und unzählige Nîmet und Gaben seiner Verfügung unterstellt. Ein Mensch, der eine wohlfeil gute Erziehung genossen und seinen Aufgaben als Geschöpf Allâhs Gewahr ist, ist jemand der liebt und geliebt wird, der Merhamet und Barmherzigkeit lebt, der mit sich selbst, mit seiner Familie, mit der Gesellschaft und mit der ganzen Menschheit in Frieden und Aussöhung lebt. 

Die islamische Religion gründet auf Frieden und Aussöhnung, auf gegenseitigen Respekt und auf Toleranz. Dies alles wird auf Arabisch mit dem Wort “Islam” ausgedrückt. Folglich sind Einheit und Zusammenhalt, Liebe und Brüderlichkeit mit die wichtigsten  Gebote des Islam. Andererseits verbietet sie aufs schärfste Zulüm und Unrecht, Schamlosigkeit und Gewissenlosigkeit und vor allem die schrecklichste Art von Zulüm, den Terror.

 Rasülullah (s.a.v) Efendimiz beschreibt den Muslim als jemanden “Vor dessen Hand und dessen Zunge andere Leute sicher sind”. In einem anderen Hadîs verbietet er anderen Menschen Schaden zuzufügen und ihnen Unrecht zu tun und gebietet Merhamet und Barmherzigkeit, so heißt es dort: “Wer die Menschen nicht mit Merhamet und Güte behandelt, den behandelt Allâh auch nicht mit Merhamet.” 

Liebe Gemeinde,

Hz. Allah (c.c) kündet im Kur’an-ı Kerim jenen die unrechtmäßig ein Leben auslöschen die ewige Bestrafung in der Cehennem, bezeichnet das Töten eines Menschen als ebenbürtig mit dem Töten aller Menschen und die Rettung einer Person als Rettung aller Menschen. Fahr-i Kâinâtımız (s.a.v), der Stolz aller Welten hat es nicht nur verboten das Blut eines Muslims zu vergießen, sondern auch und vor allem in Kriegszeiten nichtmuslimische Frauen, Kinder und ältere Menschen umzubringen, darüber hinaus Gebetstätten zu zerstören, Bäume zu fällen und sogar Tiere zu töten. Wie man es immer auch nennen mag, ob nun Terror, Gewalt oder Anarchie, keines davon hat irgendeinen Platz im Islam. Terror und Gewalt, Unterdrückung und Folter, Aufruhr und Aufwiegelung sind im Islam für haram erklärt, also verboten worden, so ist es auch niemals möglich, dass Muslime diese gutheißen. 

Geschätzte Muslime,

Wenn wir von Gewalt und Terror hören empfinden wir sicherlich tiefe Trauer, wir sind betroffen und verspüren zuweilen großen Schmerz und Wut. Gerade in solchen Situationen aber sind wir alle aufgefordert mit Vernunft und Besonnenheit zu handeln.

Wenn wir darauf reagieren und unseren rechtmäßigen Unmut zum Ausdruck bringen wollen, sollten wir in dem Bewußtsein handeln, dass rassisch begründeter Haß keinen Platz in der islamischen Religion hat. Vor allem sollten wir dann von Positionen, Meinungen und Handlungen Abstand halten, die dazu geeignet sind unsere in langen Jahren mühsam erarbeitete Freundschaft und gute Nachbarschaft mit anderen Menschen in Mitleidenschaft zu ziehen. 

Wir sollten uns den Geboten unserer Religion hinwenden und Duâ, das heißt Bittgebete machen für Frieden und Ruhe auf der Welt und den Schutz und Beistand Allâhs erbeten. So spricht Hz. Allah (c.c) im Kur’ân-ı Kerîm: “O die ihr glaubt! Tretet allesamt ein in den Frieden und folgt nicht dem Şeytan. Denn jener ist euer offenkundiger Feind.”  

In diesem Sinne gedenken wir heute all jenen Opfern, die im vergangenen Jahrzehnt von rechtsgerichteten Terroristen umgebracht wurden. Möge Allâh ihnen mit Rahmet und Barmherzigkeit begegnen und den Verbliebenen Geduld und Standhaftigkeit geben.


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