Gebetskalender

Sitemap

24. Juli 2015 / 08. Şevval 1436 - Die Lebenszeit recht nutzen

24. Juli 2015 / 08. Şevval 1436 - Die Lebenszeit recht nutzen

Verehrte Muslime,

 

unser aller Ziel ist es, Allâhs Wohlgefallen, der Rızâ-ı İlâhi, teilhaftig zu werden und an Orte und Plätze zu gelangen, von denen kein Auge und kein Ohr jemals Kunde erlangt hat und die so überwältigend schön sind, das wir nicht fähig sind, sie uns vorzustellen. Dort ist es, wo wir die Ewigkeit verbringen wollen. Dafür müssen wir rastlos tätig sein und uns um Werke bemühen, auf denen hayır und Segen ruht und die uns dorthin führen.

 

Der Gesandte Allahs (s.a.v.) spricht in einem Hadis-i Şerif “Wer seine nefis, seine niedere Triebseele, den Geboten Allahs gefügig macht und für die Zeit nach dem Tode Mühe und Anstrengung auf sich nimmt, der ist ein kluger Mensch. Wer sich (den Trieben) seiner nefis überlässt und keine Werke verrichtet, die Wert bei Allâh haben, wer sich mit “Allah wird schon vergeben” tröstet und sich sinnlosen Dingen hingibt, der ist ein Câhil, ein unkluger Mensch.” Belohnung oder Bestrafung im Jenseits hängen direkt mit den Taten des Menschen im Diesseits zusammen, sie bemessen sich nach ihnen. Darum sollte ein Muslim bei dem, was er tut, Vernunft und Einsicht zeigen.

 

Liebe Brüder im Islam,

 

die größte aller Segnungen und Nîmet ist ohne Zweifel das Erlangen der Cennetü Âlâ und die Schau der Cemâl-i Ilâhi, der Schönheit Allâhs. Wer den Wert seines Lebens und seiner Zeit zu schätzen weiß, wird jede seiner Minuten und Sekunden auf Erden nutzen, ohne sie zu vergeuden. Er wird sein Leben mit schönen Dingen, Hayır und bei Allâh wertvollen Taten verbringen und es mit hasenât, mit Taten der Nächstenliebe, schmücken. Rasûlullâh (s.a.v.) spricht in einem Hadis-i Şerif: „Nutze fünf Dinge vor fünfen: Nutze dein Leben vor deinem Tode; deine Gesundheit vor deiner Krankheit; deine Jugend vor deinem Alter; deinen Reichtum vor deiner Armut; deine müßige und freie Zeit vor der beschäftigten.“

 

Geschätzte Muslime,

 

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Es ist zu unserem Vorteil, wenn wir uns von unnützen Beschäftigungen fernhalten und uns nützlichen Werken und Gebeten zuwenden. Das Leben ist ernst genug. Um unsere Richtung bestimmen zu können, hören wir uns an, was Rasûlullâh Efendimiz (s.a.v.) hierzu spricht: “Hat ein Mensch sein vierzigstes Lebensjahr überschritten und stellt fest, dass seine Hayır, also von Segen begleiteten und guten Werke seine Şerr, also seine schlechten noch nicht überwiegen, so sollte er seine Lage überdenken.” Falsch sind daher Denkweisen wie “Ich bin erst in diesem oder jenem Alter und kann das nicht, ich habe keine Zeit, ich schaffe das nicht, ich komme aus dem Trott nicht mehr heraus und so weiter.” Solch ein Gerede passt zu einem ernsthaften Muslim nicht.

 

Wir sollten darum unsere Ibâdât und unsere Gebete mit Hingabe verrichten und den Lohn allein von Cenab-ı Hakk erwarten, von keinem anderen Wesen sonst. Der Beziehung zwischen dem Schöpfer der Welten und uns sollten wir Gewicht einräumen.

 

Hat nicht jede unserer Handlungen und Taten einen Zeugen? Der Tag ist Zeuge, die Nacht auch, die Melâike-i kirâm, die Engel, jedes Geschöpf, ob lebendig oder nicht und vor allem, vor allen Dingen, der Allmächtige ALLÂH, der Kenntnis hat von jeder Sache, von jedem Plan und von jedem Schritt, den wir machen. Es gibt nichts, was ER nicht weiß.

 

Einen gläubigen Muslim ziert es, wenn er die Taten für die Âhiret, also für das Jenseits den Dingen für die diesseitige Welt vorzieht. Denn die Âhiret hat Hayır und ist ewig, die Welt aber vergänglich und flüchtig.

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

Weiterlesen …