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24.Dezember 2010 / 18. Muharrem 1432

VIKZ

Liebe zu den Kindern

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Hochgeschätzte Muslime,

Neben dem Schutz von Akıl, das heißt Vernunft, von Gütern und dem Glauben an sich, widmet sich unsere ehrenvolle Religion, der Islam, besonders dem Schutz der Nachkommenschaft, also unseren Kindern.

Eine der wichtigsten Verantwortungs-bereiche, die uns unsere Religion auferlegt ist der Schutz und die Bewahrung der leiblichen und seelischen Gesundheit, das heißt der Gesundheit des Rûh unserer Kinder. Aus diesem Grunde gehört es zu unseren wesentlichen Aufgaben Vorkehrungen zu treffen gegen alle erdenklichen Gefahren und Probleme und für eine strahlende Zukunft unserer Kinder. Sevgili Peygamberimiz (s.a.v.), so wie wir den Gesandten Allâhs im Türkischen liebevoll nennen, praktizierte gegenüber allen Menschen und allen Geschöpfen Liebe und Güte, also Şefkat; aber zu Kindern pflegte Er eine andere, viel innigere Liebe.
In einer Zeit wo Kinder nach Liebe, Şefkat und Merhamet, das heißt Barmherzigkeit dürsteten, also in der vorislamischen Zeit der Cahiliyye, kam der Gesandte Allâhs (s.a.v.) und brachte Kinder in den Mittelpunkt der Gesellschafft. Resûl-i Ekrem (s.a.v) grüßte zum Beispiel die Kinder mit dem Selam, fragte sie nach ihrem Befinden, wie es ihnen geht, machte mit ihnen Späße, nahm seine Enkelkinder auf den Rücken und spielte mit ihnen und verlängerte gar seine Secde als ihm sein Enkelkind währenddessen auf seinen Rücken stieg.
Wir alle sollten uns bewußt machen, dass wir kein besseres Erbe hinterlassen können als Kinder, die für uns Duâ machen. Kinder sind die Rosenblüten unserer Herzen und kein Vater, aber auch keine Mutter kann es wollen, dass diese Rosen verwelken oder gar eingehen. Wir können nur immer nur das Beste für sie wollen und nicht ihr Unglück oder ihr Versagen. Allâhu Teâlâ spricht im Kur’ân-ı Kerîm: „O die ihr glaubt, schützt euch und eure Familie vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind…“(Sure-i Tahrim,6). Der in dieser Âyet-i Kerîme erwähnte Schutz vor dem Feuer Allâhs kann nur durch Ausführung Seiner Gebote und die Abwendung von Seinen Verboten gelingen. Folgerichtig sind die wichtigsten Aufgaben der Eltern, ihren Kindern eine gute Erziehung und Bildung zu ermöglichen, sie für das eigenständige Leben vorzubereiten und ihnen als verantwortliche und fürsorgliche Erwachsene Vorbilder zu sein.


Liebe Gemeinde,
fast jeder von uns hat Kinder, Enkelkinder oder andere Verwandte im Schulalter. Wenn wir Erziehung und Wissensvermittlung vor allem in religiösen Dingen als einen lebenslang währenden Prozess verstehen, so können wir uns nicht damit begnügen, Kinder und Jugendliche nur an den Wochenenden zur religiösen Unterweisung in die Moscheen zu schicken. Vielmehr sind auch Ferienzeiten wie die jetzt beginnenden Weihnachtsferien wichtig, um intensiver arbeiten zu können.
Seit Jahrzehnten versuchen wir in den Moscheen unseren Kindern vor allem in der Ferienzeit Wissen in Fragen der Religion und der Ethik zu vermitteln und ihnen auch sonst im Glauben gegründete Werte wie die Achtung vor dem Mitmenschen nahezubringen. Unser Ziel dabei ist es, die folgenden Generationen mit besserem Wissen und besseren ahlâk auszustatten und sie zu befähigen, ihren Mitmenschen und der Gesellschaft nützlich zu sein. Auf diese Weise tragen wir unseren Teil zu Frieden und Sicherheit in den Ländern bei, in denen wir leben.
Denn wir sind davon überzeugt, dass Unwissenheit der größte Feind der Gesellschaft ist; dass der Verfall der Sitten die größte Quelle für Unruhe und Unfrieden ist; und dass allein eine gute Erziehung diesem Verfall entgegenwirken kann. Denn auf unsere Fahnen haben wir die Losung geschrieben: „Wissen zu erlangen ist farz, ist Pflicht für jeden Mann und jede Frau.“

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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