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24.Juni 2011 / 22. Receb 1432

VIKZ

Nacht der Himmelsreise

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Verehrte Muslime,
am kommenden Dienstag, dem Abend vor dem Siebenundzwanzigsten im Monat Receb-i Şerif begehen wir die mübarek und gesegnete Nacht der Himmelsreise von Rasûlullâh (s.a.v.). Diese Nacht heißt Leyletül-Mi’rac auf Arabisch und Mi’rac Gecesi auf Türkisch. Nach islamischem Verständnis umfasst der Begriff Mi’rac die sowohl physisch als auch geistig stattgefundene Reise von Peygamber  Efendimiz (s.a.v.) von der Mescid-i Haram in Mekke zur Mescid-i Aksâ in Kudüs (Jerusalem), von dort in die sieben Himmelssphären und an noch andere Orte, die Hz. Allah für ihn gewünscht hat. Darüber hinaus steht der Begriff Mi’rac auch für alle Ereignisse, die in dieser mübarek Nacht sonst noch passiert sind.
Diese Mi’rac-Reise ist der Trost in Huzûr-u Ilâhi, das heißt in Gegenwart und durch Allâh für die Trauer und den Gram, den Rasûlullâh durchleben mußte, als in jenem “Jahr der Trauer” sein Onkel und großer Beschützer Ebû Talib einerseits und seine Zevce-i Tâhire, seine reine und lautere Frau, Hadîcetü’l Kübrâ andererseits, die ihm immer, sowohl  im weltlichen wie im geistigen Sinne beigestanden hatte, verstarben. Für Resûlullâh Efendimiz bedeutet es gleichzeitig Freiheit und Linderung nach drei Jahren Entbehrungen durch die Belagerung der Nichtgläubigen in Mekke-i Mükerreme und der zehn Jahre währenden Erniedrigungen und Strapazen; es ist umso mehr eine Belohnung für den Sabır, also für die Geduld und Standhaftigkeit, die er in dieser Zeit praktiziert hat.
Allâh-ü Teâlâ hat allen seinen Dienern und Freunden, denen Er mit Lütuf und Ihsan begegnen wollte, verschiedenartige Prüfungen auferlegt. Auch die Gesandten, die am meisten gelitten haben sind alle am Ende mit der Ihsan und dem Huld Allâhs und vielen anderen Nîmets belohnt worden. Cenâb-ı Hakk hat Seinen geliebten Gesandten mit der Mi’rac-Reise belohnt, denn Rasûlullâh hat die islamische Religion und den Weg zu Allâh unter den Menschen verkündet und dabei unermeßlich viel Leid und Entbehrungen auf sich genommen. So ist die Mi’rac sowohl für Peygamberimiz als auch für seine Ashâb und Gefährten in jenem “Jahr der Trauer” eine große Quelle des Trostes geworden.

Liebe Gemeinde,
die einzelnen Abschnitte der Mi’rac-Reise werden wir inşâallah während des Kandilprogramms am Dienstag in der Predigt besprechen. Als gläubige Muslime obliegt es uns an das Mi’rac-Ereignis so zu glauben und es so zu akzeptieren, wie wir es von Rasûlullâh gehört und gelernt haben. Nur so können wir uns der Şefâat-i Rasûlüllah, der  Fürsprache Rasûlullâhs bei Allâh versichern. Diese überwältigende Mûcize und Wundertat hat Cenab-ı Hakk unserem Propheten zum Geschenk gemacht. So wie es damals Menschen gegeben hat, die nicht an die Mi’rac-Reise geglaubt haben, so gibt es auch heutzutage, in einer Zeit in der die Wissenschaften und die Technologie so weit fortgeschritten sind, Leute, die nicht daran glauben. Man überlege in diesem Zusammenhang, dass Forscher heute schon in ihren Experimenten Materie mit Licht teleportiert haben.
    
Verehrte Muslime!
Diese mübarek und gesegnete Nacht sollten wir als Ümmet-i Muhammed, als Gemeinschaft unseres Propheten, so gut wie möglich erwecken und versuchen sie zu unserem Vorteil zu nutzen. Wir sollten unseren Eltern, unseren Geschwister und unseren Freunden unsere Aufwartung machen, in dem wir sie mindestens anrufen und sie zum Kandil-Abend beglückwünschen. Auch sollten wir uns um die gute Duâ unserer Eltern und den Ehrenmenschen in unserem Umfeld bemühen, darüber hinaus den Rûh, also den Seelen unserer Verstorbenen spirituelle Geschenke schicken, und wir sollten uns bemühen so viel wie möglich Nâfile Ibadet, das heißt freiwillige Gebete zu verrichten.
So spricht Rasûlüllah Efendimiz in einem seiner Hadîs-i Şerif: “Die Mi’rac ist das Schönste was ich je gesehen habe.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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