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24.September 2010 / 16. Şevval 1431

VIKZ

Ehl-i Sünnet vel Cemaat

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In unserer heutigen Hutbe sprechen wir über den Glauben der Ehl-i sünnet vel cemaat und wie wichtig es für einen Muslim ist, sich diese Glaubensfundamente anzueignen.

Der Begriff Ümmet teilt sich in zwei: Ümmet-i dâvet und Ümmet-i icâbet. Resûlullâh (s.a.v.) und jeder einzelne Mensch nach ihm gehört zur ümmet-i davet; und diejenigen Muslime, die an das was Resûl-i Ekrem von Allâh bekommen und verkündet hat, glauben, nennt man ümmet-i icabet. Und Ümmet-i icabet teilt man wiederum in zwei verschiedene Gruppen auf: Die ehl-i sünnet und die ehl-i bid’at.
Zur Ehl-i sünnet gehören die Muslime, die den Weg Rasülüllahs und seiner Ashab gehen und sich fest daranklammern, darüber hinaus die sich davor hüten islamische Grundsätze nach eigenem Gutdünken zu interpretieren und Zwietracht unter den Muslimen zu säen und schließlich diejenigen, die sich von der bid’at (bid’ah) fernhalten. Das ist die Beschreibung der fırka-i nâciye, also der im Hadîs-i Şerîf als „Gemeinschaft der Erretteten“ viel gelobten Gruppe von Muslimen.
Die Grundsätze der Din-i Celil-i İslam werden wiederum von zwei Pfeilern getragen, einerseits die Glaubensfundamente und andererseits die Grundsätze und Regelungen zur täglichen Praxis der Religion, also der Amel. In der Zeit von Rasûlullâh (s.a.v), später bei den Ashab-ı Kiram und den Tâbiîn, also den Nachfolgern der Ashab Rasulullâhs, war der Glaube und die Amel der Muslime in ihrer reinsten Form - einzig und allein der Sohbet und der Gespräche mit dem Gesandten Allâhs wegen. Aber mit der Zeit sind unter den Muslimen Differenzen entstanden, islamisch-rechtliche Probleme aufgetaucht und damit auch Zwietracht und Fitne.
    Peygamber Efendimiz (s.a.v) hat dies in einem Hadîs weise vorausgesehen: “In einer nicht allzu fernen Zukunft wird sich meine Ümmet in dreiundsiebzig Gruppen aufteilen. Eine ausgenommen, werden alle anderen in die Cehennem gelangen.” Auf die Frage: “Ya Rasülellah! Wer macht diese eine Gruppe aus?” sprach der Gesandte: “Es sind diejenigen, die meiner Sünnet und der Sünnet meiner Ashab folgen.
    Bei diesem Hadis-i Şerif gibt es einen Punkt, auf den wir besonders achten müssen: All diese Gruppen sind islamische Gruppen.  Folglich ist die Formulierung “Eine ausgenommen, werden alle anderen in die Cehennem gelangen” so zu verstehen: “(Der Muslim) wird wegen der Mängel in seiner itikâd, also wegen seines Irrglaubens seine Strafe in der Cehennem verbüssen, um dann anschließend in die Cennet zu gelangen – es sei denn aus seinem Irrglauben ist Küfr, also Unglauben geworden.”

Verehrte Muslime!
Die Ehl-i Sünnet hat in den Bereichen von Îmân und Glauben wahrlich gestandene größen von Ulemâ, Gelehrten und Imâmen. Die Muslime haben sich in Glaubensdingen für jeweils einen der beiden berühmten Imâme entschieden: İmam-ı Ebu Mansur Maturidî hazretleri und İmam-ı Ebu’l- Hasen’il-Eş’ari hazretleri. In fundamentalen Dingen gibt es unter diesen beiden Imâmen keinen Unterschied. Nur in Detailfragen unterscheiden sie sich von einander. Muslime der Ehl-i Sünnet, die sich für einen dieser beiden Imâme entschieden haben verstehen sich als Geschwister im Glauben und beschuldigen den jeweils anderen nicht mit Irrglauben und Bid’at.
Bei den Grundsätzen und Regeln zur Amel, also zur religiösen Praxis folgen die Muslime einem der vier großen Imâme, die mutlak müctehid sind, sprich fähig sind aus dem Buch Allâhs und der Sünnet-i Seniyye von Rasûlullâh Rechtssätze zu entwickeln.  Diese vier großen Gelehrten sind İmam-ı Azam Ebu Hanife, İmam-ı Malik, İmam-ı Şâfii und İmam-ı Ahmed bin Hanbel.  

Liebe Gemeinde!
Die wertvollste Tat und der wertvollste Dienst unserer heutigen Zeit ist ohne Zweifel jede Art von Anstrengung, die wir unternehmen um die Sünnet von Peygamber Efendimiz (s.a.v) und seiner Ashâb lebendig zu halten. Denn nur aus diesem Blickwinkel kann der Wert derjenigen, die die islamische Religion erlernen, ihrer Hocas und Lehrer und vor allem auch der Einrichtungen, die dies erst ermöglichen viel besser begriffen werden.
Unsere Hauptaufgabe als Muslime ist es demnach, zu wissen an was und wie wir zu glauben haben und uns besonders davor zu hüten uns vom Weg der Ehl-i Sünnet ve Cemaat zu entfernen. Hierzu spricht der berühmte Gelehrte İmam-ı Rabbanî hazretleri das Folgende: “Die erste Pflichtaufgabe für jeden Mükellef, dem islamisch-rechtlich Volljährigen, ist es, seinen Glauben mit den Meinungen und Sichtweisen der Gelehrten der Ehl-i Sünnet ve’l-cemaat zu berichtigen und in Einklang zu bringen.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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