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25. September 2015 / 11. Zilhicce 1436 - Kurban Bayram zum Freitagsgebet

25. September 2015 / 11. Zilhicce 1436 - Kurban Bayram zum Freitagsgebet

Verehrte Muslime,

 

Bayram-Tage sollten unsere schönsten Tage sein. Es sind Tage an denen manche der Muslime in weißen Gewändern die Welt von sich fernhalten, an denen sie mit Tavaf-Handlungen oder Umrundungen der Kâbe in manevi und spirituelle Welten eintauchen, an denen wiederum andere Muslime in den Moscheen in Reihen vor Allahu Teala treten; mit ihren Tekbirs förmlich Allah zulaufen; sich Ihm, dem Schöpfer aller Welten, mit dem Opfern eines Kurban-Tieres zuwenden und mit vielen Salevât und Lobpreisungsformeln die Nähe Rasûlullâhs (s.a.v.) empfinden.

 

Liebe Brüder im İslam!

 

Feste wie der Kurban Bayram sind Zeiten in denen wir unsere Freude mehren und Freundschaften vertiefen. Dafür sollten wir zuerst unsere eigenen Herzen in einen warmen Hort der Freude und der Liebe verwandeln um danach  die Herzen unserer Eltern, Verwandte und Freunde zu gewinnen. Auch sollten wir unseren vielgeplagten Ehepartnerinnen Freude machen, die bereit sind, die ganze Last dieses Lebens mit uns gemeinsam zu tragen. Denn ihre Freude ist auch unsere Freude. Darüber hinaus sollten wir unseren “lebendigen Bayrams”, das heißt unseren Kindern und Kindeskindern Liebe und Freude schenken.

 

Ebenso sollten wir vor allem in diesen Tagen bemüht sein zerstrittene Menschen wieder zu versöhnen; lachende Augen herbeizuzaubern, indem wir uns wechselseitig den Selam darbieten; uns gegenseitig besuchen und regelrecht wetteifern um den besten Gastgeber zu geben.

 

Liebe Muslime,

 

nutzen wir diesen Bayram als wäre es unser letzter gemeinsamer Bayram. Drücken wir den Menschen, die wir lieben unsere Zuneigung und unsere Liebe aus. Seien wir uns nicht zu schade dafür. Denn dies ist der Zweck von Bayram-Tagen. Ein Bayram wird erst dann zu einem richtigen Fest, wenn wir es mit Freude, Aufmerksamkeit und Begeisterung feiern können. Dafür sollten wir es auch schaffen können uns mal freizunehmen von der Arbeit und vom Alltag und uns somit vollständig den Bayram-Tagen widmen.

 

Verehrte Gläubige,

 

zum Ende meiner Hutbe möchte ich gerne daran erinnern, dass die Teşrik Tekbir nach den Farz Namaz, also den täglichen Pflichtgebeten, vacib, das heißt verpflichtend sind. Sie haben mit dem Frühgebet des Arefe-Tages, also Mittwoch begonnen und enden mit dem asr, dem Nachmittagsgebet am vierten Bayram-Tag.

 

Aus gegebenem Anlass wünsche ich den Brüdern und Schwestern, die gestern am ersten Bayram-Tag verstorben sind Rahmet von Allâh und ihren Hinterbliebenen Sabır und Standhaftigkeit. Möge Allâhu Teâlâ sie mit Seiner Afv und Maghfiret und mit Seiner Cennet belohnen.

 

Euch und der ganzen islamischen Welt wünsche ich heute Bayram-Tage voller Rahmet und Segen.

Möge Allâh diese kostbaren Tage zum Anlass nehmen und der ganzen Welt mit Gnade begegnen, um den Menschen Eintracht und Gemeinsinn, Frieden und Freundschaft zu schenken.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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