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26.November 2010 / 20. Zilhicce 1431

VIKZ

Brüderlichkeit im Islam und gegenseitige Achtung und Liebe um Allâhs willen

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Liebe Muslime!

Unsere heutige Hutbe handelt von der Brüderlichkeit im Islam und von der gegenseitigen Achtung und Liebe allein um Allahs Willen.

Liebe und Zuneigung sind Gaben Allahs. Wahre Liebe und und wahre Zuneigung kann nur von Allah kommen. Trotzdem muß der Mensch den Anfang von sich aus machen. Wer sich nicht bemüht oder anstrengt zu lieben, der wird weder Anteil an der irdischen als auch an der Liebe Allahs haben.
Es ist eine große Nimet, eine Gabe, wenn ein Gläubiger einen anderen Gläubigen allein um Allahs Wohlgefallen willen zu lieben und zu achten vermag. So verkündet Cenab-ı Vacibu-l-Vucud in der Sure Yunus denen, die er zu seinen Freunden erwählt hat, welchen Lohn er ihnen geben wird:
„Machet die Augen auf! Den Evliyâ-ullah ist keine Furcht gegeben; auch keine Traurigkeit. Denn sie glauben an Allah und haben Ehrfurcht vor ihm. Freude (freudige Nachricht) ist auf ihnen, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits. Allahs Verheißung ist unwandelbar. Dies ist wahrlich die ganz große Errettung.“ Hier könnte man sich die folgende Frage stellen: Wer sind die Freunde Allahs, die diese freudige Botschaft hören werden?


Sieht man sich die vielen Hadîs-i Şerîf an, erkennt man eindeutig, dass diejenigen, die einander um Allahs willen lieben, die wirklichen Evliyâ-ullah, also Gottesfreunde sind. Rasûlullâh (s.a.v.) sagt hierzu:
    “Unter den Dienern Allahs gibt es eine Gruppe von Menschen, die weder Propheten noch Şüheda (also Şehid) sind. Im Jenseits werden sie ob ihrer Nähe und Liebe zu Allah von Propheten und den Şehid beneidet.“  
    Von den Ashab-ı Kiram, der Erlauchten Gefolgschaft des Propheten (s.a.v.) stellte Jemand die Frage: “Wer sind diese Leute? Erzähl uns von ihnen!? Und Peygamber Efendimiz gab zur Antwort:
    “Es sind jene Menschen, die einannder lieben allein um Allahs Wohlgefallen willen, obwohl sie nicht verwandt sind oder sich Güter (wie Geld oder Grundstücke) geschenkt haben. Ich schwöre bei Allah, dass Allahs Nûr (Licht) auf ihren Gesichtern liegt.” Am Ende seiner Worte trug der Gesandte Gottes (s.a.v.) die Ayet vor, die wir zitiert haben: “Wisset, dass den Evliyâ-ullah keine Furcht und keine Bekümmernis gegeben ist.”

Verehrte Gemeinde!

In jeder Lebenslage gibt es für den Muslim bestimmte Âdâb, also Verhaltensregeln und Einstellungen die er befolgen sollte. Im Umgang mit dem Bruder oder der Schwester im Islam sollte man daher darauf achten, sich gegenüber dem anderen nicht überheblich zu verhalten und einander Achtung und Liebe zu erweisen allein um Allahs Wohlgefallen willen. Es ist wichtig, die kleinen Fehler des anderen zu übersehen, das heißt, sie ihm nicht an den Kopf zu werfen, sondern sie ihm zu verzeihen. Wichtig ist auch, dem Bruder (oder der Schwester) gegenüber Achtung zu erweisen und ihm sowohl in materiellen wie auch in religiösen Belangen beiseite zu stehen. Das sind wahrhaft ehrwürdige und gottgefällige Eigenschaften eines Menschen.
    
Wir alle wissen, dass ein Muslim mit einem anderen Muslim nicht länger als drei Tage in Streit leben darf. Aber wenn wir selber in einen solchen Streit geraten, suchen wir nach Ausreden, die uns im Recht erscheinen lassen. All diese Ausreden und Einreden sind nichts anderes als Irreführungen unserer Nefis, unserer inneren Triebseele und dem Şeytan. Unter Menschen, die an Allah glauben, darf eine solche Rechthaberei und Selbstgerechtigkeit und ein solcher Selbstbetrug nicht vorkommen.

Der Mensch ist ein fehlerhaftes Wesen. Dies ist sowohl seine Stärke als auch seine Schwäche. In Beziehungen zu anderen Menschen können natürlich Dinge vorkommen, die nicht schön und nicht gewollt sind. Dies ist normal. Was aber nicht normal und nicht erlaubt ist, das ist, den Zustand des Streits und des Unfriedens fortzuführen, ihm kein Ende zu setzen und einen Dauerzustand daraus zu machen.

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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