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27. Januar 2012 / 04. Rebiulevvel 1433 - Gute Sitten im Islam

VIKZ

Gute Sitten im Islam 


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Liebe Muslime,

von einem Muslim, der Glauben, also Îmân und fromme Werke, also Sâlih Amel in Ehren hält, wird verlangt, dass er sich an die Edep, die guten Sitten hält. “Mich hat mein Herr erzogen, darum hat er auch meinen Umgang gefällig gemacht.” Dies sind die Worte des Erhabenen Gesandten. Wir als seine Ümmet müssen, ob wir nun unter Leuten sind oder allein, die besten Sitten an den Tag legen. Wie man zu solchen Sitten kommt und einen solchen Stand erreicht, ist keine große Frage. Denn Hazret-i Allâh (c.c.) verkündet uns, dass in Seinem Gesandten (s.a.v.) für uns “ein gutes Vorbild” liegt. Wer auf die Rızâ-İlâhi, auf Allâhs Wohlgefallen, bedacht ist und wer das Glück im Jenseits vor Augen hat, der soll den vorgezeichneten Weg gehen und sich die vorgelebten Eigenschaften zu Eigen machen.

 

Geschätzte Gläubige,

Einer, der weiß, wie kostbar die Zeit ist, sogar die flüchtige Sekunde, der kann und sollte sie nicht sinnlos vertun. In all seinen Angelegenheiten sollte er Ordnung halten und Grundsätze befolgen. Auf keinen Fall sollte er Dinge mit halbem Herzen angehen und Unordnung sein Leben bestimmen lassen. Planung und Vorsorge sollten zur Art eines Muslims gehören. Dazu gehört auch zu wissen, dass Würde und Besonnenheit von Allâh sind, die Eile jedoch vom Şeytan.

 

Um in der Gesellschaft geachtet und respektiert zu werden, sollten wir jede unserer Handlungen wohl überlegen und auf Reinlichkeit und ein gepflegtes Äußeres bedacht sein. Mit einem unordentlichen und unästhetischen Äußeren in der Öffentlichkeit aufzutreten, um tevâzu, Bescheidenheit, zur Schau zu stellen, ist falsch verstandene tevâzu. Wie schön ist in diesem Zusammenhang der Hadis-i Şerif von Rasûlullâh (s.a.v.): “Tragt eurer bestes Gewand und pflegt euer Reittier; fallt unter den Leuten auf wie ein Muttermal.” Auch sollte man die Regeln des Anstands berherzigen,  wie zum Beispiel den Mund mit der Hand bedecken, wenn  man gähnt; vermeiden zu schmatzen, wenn man isst; oder sich drei Atemzüge Zeit lassen, wenn man ein Trinkgefäß leert, und nicht in das Gefäß ausatmen. Um die bereket, also Allâhs Segen zu erlangen, sollte man mit der rechten Hand geben und nehmen und auch beim Essen und Trinken die Rechte benutzen. Denn der Şeytan verrichtet derlei Dinge mit links. Ihm ein solches Verhalten entgegenzusetzen, bedeutet die Sünnet-i Rasûlullâh zu wahren und zu achten. Und wenn man seinen Gästen Tee oder Kaffee reicht oder ein Zimmer betritt und die Anwesenden begrüßt, dann sollte man auf der rechten Seite beginnen.

 

 

Verehrte Gemeinde,

der Islam ist eine Religion, die erleichtert, nicht die erschwert. So sollte auch ein Muslim seinen Glaubensgeschwistern die Dinge erleichtern, statt sie schwerer zu machen. Wir sollten uns dabei den Hadîs-i Şerîf des Gesandten Allâhs (s.a.v.) vor Augen halten: „Sucht die Dinge leichter zu machen, nicht schwerer. Wählt gefällige Worte und vermeidet solche, die abschreckend wirken.“ 

Menschen, die den Îmân, den Glauben verinnerlicht haben, empfinden aufgrund dessen ein tiefes Mitgefühl mit Menschen, Tieren und allen Mitgeschöpfen. Denn sie streben nach dem Geheimnis des Hadis-i Şerif „Erweise Barmherzigkeit denen, die auf Erden sind, auf dass dir Barmherzigkeit erwiesen wird von denen, die im Himmel sind.“ 

Weiterhin sollte ein gläubiger Mensch einem Glaubensbruder die Zuneigung kundtun, die er für ihn empfindet. Dies entspricht der Sünnet Rasûlullâhs (s.a.v.), der in einem Hadis-i Şerif spricht: „Wenn einer von euch einen Glaubensbruder schätzt, so soll er ihn das wissen lassen. Denn solch ein Verhalten ist besser für das (soziale) Zusammenwachsen und bringt mehr Beständigkeit in die Zuneigung zueinander.“ 

 

Liebe Gemeinde,

Ich habe versucht, ein wenig überblickshaft einige Edep oder Formen der guten Sitte im Islam darzustellen. Ein Muslim ist aufgerufen, solche guten Sitten zu erlernen und zu entwickeln, sie in seinem Leben zu verwirklichen und auch seine Kinder in ihrem Sinn zu erziehen. Rasûlullâh (s.a.v.) spricht dazu “Beschenkt eure Kinder und seid um ihre guten Sitten, um ihre Edep bemüht.” 

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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