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27. November 2015 / 15. Safer 1437 - Rahmet-i Ilâhi

27. November 2015 / 15. Safer 1437 - Rahmet-i Ilâhi

Verehrte Brüder im Islam,

 

Thema unserer heutigen Hutbe ist die Rahmet-i İlâhi, die segensvolle, unermessliche Barmherzigkeit Allâhs.

 

Allahü Teâlâs rahmet und merhamet sind ohne Grenzen. Allein durch Seine Obhut und Seine Barmherzigkeit bleibt der Mensch in dieser Welt wie in der Âhiret von jeder Art Unheil verschont und darf sich der ilâhi ikram, der Güte und Gaben Allâhs, sicher sein. Und ebenso kehrt er mit der Vergebung Allâhs zurück, wenn er sich auf den Weg zu Ihm begibt und Ihn allein um seine rahmet bittet. Ohne rahmet und merhamet Allâhs würden wir in weltlichen wie in geistlichen Dingen zurückfallen, ohne Schutz vor Unheil sein und die hidâyet, die Rechtleitung, nicht erlangen. Nur in der Hoffnung auf die Rahmet-i Ilâhi kann ein Mensch Kraft in sich finden, den Weg der Fehler und Sünden zu verlassen und damit die mağfiret-i ilâhi, die Vergebung Allâhs  erlangen. Dazu spricht Cenab-ı Hakk im Kur´ân-ı Kerîm: „So Sprich: Ihr meine Diener, die ihr euch vergangen habt gegen eure eigene Seele, lasst eure Hoffnung auf die rahmet-i ilâhi nicht fahren; denn Allâh vergibt alle Verfehlungen. Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.“ (Zümer 39, 53)

 

Liebe Muslime,

 

jede Art von nimet, in der Âhiret wie auf dieser Welt, hat ihren Ursprung in der rahmet, der Gnade Allâhs. Auch die şefaât-ı uzmâ, die große Fürsprache, die Rasûlullâh (s.a.v.) einlegen darf, die himmet und teveccüh der evliyâ, der Freunde Allâhs, und ihre Gebete sind Früchte der rahmet-i İlahi, des Erbarmens von Hazret-i Allâh (c.c.). Wäre der Mensch, der innerlich im Streit mit seiner nefis und dem şeytan und äußerlich im Streit mit schlechten, ihren Trieben folgenden Mitmenschen liegt, allein sich selbst überlassen und ließe Allâhu Teâlâ nicht seine rahmet walten, dann wäre es unmöglich, dass auch nur ein einziger Mensch mit Verfehlungen sich reinigt, seiner Strafe entrinnt und in die Cennet gelangt. So spricht Allâh der Erhabene: “Und wären nicht Allâhs Gunst euch gegenüber und Seine Gnade, und wäre Allah nicht allgütig, allerbarmend (, so müsstet ihr zugrunde gehen).” (Nûr 24, 20)

 

Wir Muslime sind darum aufgerufen, die Wege zur rahmet und zum Wohlgefallen Allâhs zu erlernen. Darüber hinaus sollten wir Gelegenheiten und Möglichkeiten, die Cenâb-ı Hakk uns in der Größe Seiner Gnade gewährt, zu nutzen wissen und jederzeit eine Duâ wie die folgende oder eine ähnliche auf den Lippen haben: “Ya rabb, der du deine Diener nicht zurückweist, wenn sie dich um dein Erbarmen anflehen: Gewähre auch uns deine rahmet. Bei dir allein ist die Fülle der merhamet!”

 

Verehrte Muslime,

 

nach dem Îmân sind wir aufgefordert den Weg unseres gesegneten Buches, des Kur’ân-ı Kerîm und der sünnet Rasûlullâhs (s.a.v.) zu folgen und die uns anvertraute religiöse Praxis in der gebührenden Zeit und mit dem nötigen Ernst, das heißt mit ihlâs, mit Hingabe und Aufrichtigkeit, auszuführen. Bei all dem darf nur ein einziges Ziel in unseren Herzen sein, nämlich das Wohlgefallen Allâhs, die rızâ-i ilâhî. Wir sollten die Ungnade Allâhs fürchten, aber die Hoffnung auf die rahmet-i ilâhî nie aufgeben. Diese Haltung ist für einen Muslim sehr wichtig. Andernfalls entfernt er sich von der Gnade Allâhs.

In diesem Zusammenhang ist ein dem zweiten Khalifen, Hazret-i Ömer (r.a.) zugeschriebener Satz sehr aufschlussreich: “Wäre es  e i n e m  Menschen allein vergönnt, in die cennet zu gelangen, so würde ich mein Vertrauen in die Größe Allahs setzen und hoffen, ich sei dieser Mensch Und würde  e i n  Mensch allein in die cehennem geworfen, so würde ich fürchten, i c h  sei dieser Mensch.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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