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28. Februar 2013 / 19. Rebîulâhir 1434 - Sûre-ı Yâsîn und die Gefolgschaft zu den Gesandten Allâhs

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Hochverehrte Muslime,

Rasûlullâh (s.a.v.) spricht in einem Hadîs-i Şerîf: “Alles hat ein Herz. Das Herz des Kur’âns ist die Sûre Yâsîn. Wer diese Sûre-i Celîle einmal liest, ist als hätte er den Kur’ân zehnmal gelesen.“  

In dieser Sûre Yâsîn wird ab der 13. (dreizehnten) Âyet von Gesandten berichtet, die in eine Region geschickt werden. Dort luden sie die Menschen zum Glauben an Allâh ein. Sie bekamen Widerspruch und wurden sogar angefeindet. Nach den Müfessirîn handelt es sich bei den Gesandten um Gefährten von İsâ aleyhisselâm und bei der Stadt um das heutige Antakya in der Türkei. Die Menschen in Antakya hatten ihre eigenen Gottheiten und Götzen, die sie anbeteten. Zwei der Gesandten kamen zuerst an, nach einer Weile kam ein Dritter hinzu. Trotz ihrer Bemühungen wollten die Menschen von ihnen und ihrem Glauben nichts wissen. Sie sprachen zu den Gesandten: “Ihr seid nur Menschen wie wir. Ausserdem, der Rahmân hat nichts dergleichen herabgesandt. Ihr lügt nur. – Und gewiß bringt ihr uns Unglück. Wir schwören, wenn ihr damit nicht aufhört, werden wir euch mit Steinen bewerfen und euch wird eine sehr schmerzvolle Strafe von uns zuteil werden.” Daraufhin kam Habib-i Neccar Hazretleri, den die Müfessirîn “Sâhib-i Yâsîn” nennen, vom anderen Ende der Stadt dahergelaufen und sprach zu seinen Landsleuten die folgenden Worte “O mein Volk, so folget diesen Gesandten, die zu euch kamen. Folget jenen ehrenvollen Herren, die keine Belohnung von euch wollen und die rechtgeleitet sind. Warum soll ich meinen Rabb und Herrn, jenen der mich erschaffen hat, nicht anbeten.”  Die Menschen aber waren voller Hass und Widerspruch zu der Botschaft der Gesandten und dem Vorbild ihres eigenen Landsmannes Habib-i Neccâr. Sie steinigten Habîb-i Neccâr Hazretleri, den schönen und guten Ermahner, obwohl er sie äußerst sanftmütig und freundlich zum Glauben an Allâh eingeladen hatte. Seine Wortwahl und seine Art sollen Vorbild für uns alle sein: “O mein Volk , o meine Landsleute, was ist eigentlich los mit mir, der ich nicht fähig bin den allmächtigen Schöpfer, der mich erschaffen hat, anzubeten.” Auch nach seinem Tode vergaß er seine Peiniger, sein Volk nicht und machte Duâ für sie. Der Lohn für sein entschlossenes aber sanftes auftreten war der unmittelbare Zugang zur Cennet. 

In dieser Erzählung fällt besonders auf, dass Habib-i Neccar Hazretleri mit Nachdruck davon spricht “jenen zu folgen, die zu euch gesandt sind”. Alle Gesandten Allâhs (aleyhimü’s-selam) haben ihr jeweiliges Volk zur Sırat-ı Müstekîm und zur Hidayet eingeladen, vor der Cehennem und der Gadab-ı Ilâhî gewarnt und von der Belohnung in der Cennet und der Rıza-i İlâhî berichtet. Für all das haben sie keine Gegenleistung verlangt. Den grössten Fleiß im Dienst auf dem Wege Allâhs zeigte ohne Zweifel Rasül-i Ekrem (s.a.v.). Nach Rasûlullâh (s.a.v.), dem Hatemü’l-Enbiya und Letzten aller Propheten, haben diese Aufgabe Rechtschaffene  Gelehrte (Ulemâ) und Evliyâ auf sich genommen, sich verausgabt und angestrengt die Menschen auf den Pfad einzuladen, der geradewegs zu Allâh führt und sie aufgefordert Rasûlullâh (s.a.v) zu folgen. Cenab-ı Hak hat in jedem Jahrhundert einen Müceddid, einen Erneuerer geschickt und mit ihm dem Din-i Celil-i İslam wieder Leben eingehaucht. Diese Evliyâ und Freunde Allâhs sind der Sünnet-i Seniyye von Rasulullâh (s.a.v.) penibel genau verbunden. Um ein Beispiel zu geben: der große Gelehrte Ebu’l-Faruk Silistrevî (k.s.) Hazretleri achtete bei der Duâ sehr darauf seinen Schweiß von der Stirn mit beiden Händen wegzuwischen und so die Hände bis zum Ende der Duâ beisammen zu halten – nur um der Sünnet-i Seniyye Rasûlullâhs genüge zu tun. 

 

Liebe Brüder im Islâm,

zur Thematik Tâbiiyyet und Teba’iyyet, das heisst Gefolgschaft zu Rasûlullâh (s.a.v.) gehören unter anderem Begriffe wie Muhabbet, Itaat, Hurmet und Hizmet. Wochen würden nicht ausreichen um das Thema vollständig zu besprechen.  In der Sûre-i Vâkıa wird von den Sâbikûn-u Evvelûn gesprochen, also jenen Allâh nahestehenden Menschen die die Cennet als “Belohnung für ihre bei Allâh wertvollen Taten” bekommen werden. Im folgenden wird auch über die “Eshâb-ı Yemîn” erzählt, also jenen Menschen die in die Cennet gelangen “als Belohnung für ihre verrichteten Taten”. Zu den Sâbikûn gehören die Gesandten Allâhs, die Großen der islamischen Religion und die Evliyâ. Diese sind durch die Fügung Allâhs immer imstande gewesen und haben immer die Kraft “sâlih amel”, das heisst bei Allâh wertvolle Taten zu verrichten. Zu den “Eshâb-ı Yemîn” gehören alle anderen gläubigen Muslime die dieser Gruppe gegenüber Muhabbet und Zuneigung empfinden und sich auf dem Wege zu Allâh anstrengen. Ihre Belohnung, ihr Eintritt in die Cennet und die Gnade Allâhs wird  durch den Grad ihrer Gefolgschaft und ihrer Zuneigung zu den Sâbikûn bestimmt werden.

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KRM - Pressemitteilungen

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Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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