Gebetskalender

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29.Oktober 2010 / 21. Zilkade 1431

VIKZ

Hac und Kurban

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Verehrte Muslime,


wir befinden uns nunmehr in der Vorkurbanzeit, die zugleich auch die Zeit für die hac, die Pilgerfahrt, ist. Die hac als ibadet zieht natürlich insbesondere alle die unter uns in den Bann, die sich in diesem Jahr für den Gang zu den heiligen Stätten des Islam entschieden haben. Dagegen betrifft der kurban, das Opferfest, jeden Muslim. Manche von euch mögen nun denken: Bis zum Kurban ist es noch ein Weilchen hin. Deswegen ist es mir ein besonderes Anliegen, euch schon jetzt daran zu erinnern.


Seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte ist das Opfer eine in den Religionen anerkannte und von vielen ausgeübte Form des Dienstes an Allah. Diese Wahrheit wird im Kur’ân-ı Kerîm wie folgt ausgedrückt: “Und wir haben ein jegliches Volk zum Opfern angeleitet, auf dass es den Namen Allahs anrufe über dem Vieh, das Wir ihm als rızık, als Gnadengabe, zuteil werden ließen. Denn euer Allâh ist ein Einiger Allâh. Darum seid ihm ergeben.” (Hac, 34)


Der Kurban ist ein Ausdruck innigster Dankbarkeit gegenüber der nimet, der Gaben Allahs, und ein Zeichen der Aufopferung auf dem Weg zu IHM. Der Lohn dafür ist, inşaallah, Verdienst vor Allah, sevab, und Bewahrung vor Unglück und Schaden. Wenn der Kurban mit einer reinen niyet, einem reinen Vorsatz begleitet wird, bedeutet das für einen Muslim einen Schritt zu der Erkenntnis, dass das Materielle in der Beziehung zu Allâh nur nebensächlich ist. In der ayet 37 der Sure Hac sagt Allahu Teala über die Opfertiere: “Weder ihr Fleisch noch ihr Blut gelangt vor Allah, sondern einzig die takva, die Ehrfurcht, erreicht IHN, die ihr IHM erweist. Darum ließ ER sie euch zu eurem Nutzen, auf dass ihr Allah lobpreist, weil ER euch den rechten Weg wies. So künde denn frohe Botschaft all denen, die Gutes tun.” In dieser ayet sehen wir sehr deutlich, wie wichtig die Hingabe an Allâh beim Kurban ist - genauso wie bei allen anderen Formen der ibadet. Wer diese ihlâs, die tiefe reine Demut und Hingabe, ganz fest in seinem Herzen verankert hat, den belohnt Allâhu Teâlâ mit seiner Vergebung und seiner unendlichen Barmherzigkeit.


Liebe Gemeinde,


wenn eine persönliche ibâdet gemeinsam mit anderen Gläubigen verrichtet wird, entsteht eine Gemein- schaft, die über die nationalen Grenzen hinaus Bedeutung erlangt. Sie macht es möglich, viel mehr bedürfti-gen Menschen zu Hilfe zu kommen als sonst. Daher sind wir alle aufgefordert, unseren eigenen Kurban wie das unserer Bekannten und Freunde für die Opfer-Kampagnen unserer Moscheen nutzbar zu machen. Denn als Muslime nehmen wir den Grundsatz “Und fördert einander im Guten und in der takva” aus der zweiten ayet der Sure Maide sehr ernst. Und ebenso wichtig für uns ist die Wegweisung von Rasûlullah Efendimiz (s.a.v.), die besagt: “Die besten unter den Menschen, auf denen der größte Segen, hayır, ruht, sind die, die anderen Menschen hilfreich sind.” ( Mu’cemu’l-Kebir, 12. Cild, 453)

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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