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30. September 2016 / 28. Zilhicce 1437 - DAS ISLAMISCHE NEUJAHR 1438, DER EHRWÜRDIGE MONAT MUHARREM UND DER TAG DER OFFENEN MOSCHEE

Diener auf dem Wege Allâhs und Kurban

Hochgeschätzte Muslime!

Sonntag in zwei Tagen beginnt der ehrwürdige Monat Muharrem-i Şerif und damit auch das islamische Neujahr. In diesen Monat fallen sehr bedeutsame Ereignisse und Offenbarungen Allâhu Teâlâs. Für uns Muslime hat er eine weitere Besonderheit: Er ist der erste Monat der islamischen Zeitrechnung. Zur Zeit des zweiten Kalifen Ömer Ibnu´l-Hattâb (r.a.), im 17. (siebzehnten) Jahr nach der Hicret, wurde in einer Şûrâ genannten Gelehrtenversammlung über eine islamische Zeitrechnung diskutiert. Verschiedene Möglichkeiten wurden erwogen. Am Ende einigte man sich auf einen Vorschlag von Hazret-i Ali (k.v.), und der Monat Muharrem, in dem die ersten Muslime von Mekka nach Medina auswanderten, wurde als Beginn der neuen islamischen Zeitrechnung festgelegt.  

 

Wir Muslime sollten uns dieser Tage gegenseitig zum neuen Hicret-Jahr Glück wünschen und für einander Duâ machen, dass es uns Hayır und Nähe zu Allâh bringen möge. Auch empfiehlt es sich, diese Tage zu nutzen, um Armen zu helfen und einsame und kranke Menschen in unserem Umfeld zu besuchen und bei ihnen zu sein. Die Evliyâullah, also Allâh nahestehende Gelehrte haben für diesen Monat verschiedene Formen der Ibâdât empfohlen. Dazu gehört das zehntägige Fasten vom ersten bis zum zehnten des Monats, das sehr hohen Wert bei Allâh besitzt. Die Aşure-Mahlzeit am zehnten Muharrem ist eine Sunna des Gesandten Nuh aleyhisselâm. Wer nicht alle zehn Tage durchgehend fasten kann, sollte zumindest die Zeit vom achten bis zum zehnten Muharrem - also drei zusammenhängende Tage - mit Fasten verbringen. Rasûlüllah (s.a.v.) spricht hierzu in einem Hadis-i Şerif: Nach dem Fasten im Ramazan hat das Fasten im Monat Muharrem die meiste Fazîlet und den höchsten Wert bei Allah. Und nach den Pflichtgebeten, den Farz-Namaz, hat der Namaz in der Nacht die meiste Fazilet.”

Wer am ersten Tag des Monats Muharrem tausendmal die Sure Ihlâs zusammen mit der Besmele spricht, der wird, mit der Gnade Allâhs,  am Tage seines Todes frei sein von den Rechten Anderer. Von den Ibâdât, die für den Muharrem empfohlen werden, konnte ich hier nur einige wenige nennen. In Duâ-Büchern und auf den Rückseiten des Fazîlet-Kalenders könnt Ihr diese nochmal nachlesen.

 

Liebe Muslime,

 

der Tag der Deutschen Einheit am dritten Oktober, also Montag in drei Tagen, hat sich seit langem auch als Tag der offenen Moschee etabliert.

Dieser Tag der Offenen Moschee wird vom Koordinationsrat der Muslime (KRM) in Deutschland organisiert. Der Koordinationsrat wird neben den anderen muslimischen Dachorganisationen auch von unserem Moscheenverband, dem Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ), getragen. Seit nun rund 20 (Zwanzig) Jahren findet dieser Tag der Offenen Moschee statt. Das Motto in diesem Jahr lautet  “Hidschra – Migration als Herausforderung und Chance”.

Zum Ende meiner Hutbe wollen wir noch einmal Rasûlullâh (s.a.v.) hören, der die wichtigsten Charaktereigenschaften eines Muslims wie folgt darstellt: Ein wahrhaft praktizierender Muslim ist einer, der ülfet besitzt, mit dem man gut auskommt und dem man darum auch gerne mit ülfet, mit Liebenswürdigkeit begegnet. Wer keine ülfet besitzt und wem nicht mit ülfet erwidert wird, auf dem ruht auch keine hayır, keine Zuwendung Allâhs.”

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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