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30.Juli 2010 / 18. Şaban 1431

Hutbe

Ein Leben voller Prüfungen

 

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Hochgeschätzte Muslime, Liebe Cemâat,


Das menschliche Leben ist bis zum letzten Atemzug ausgestattet mit Prüfungen. Prüfungen zum Îman, zur Ibâdet, den Gebeten, zur Ilim, also das Wissen, zu den Kindern, zu Vermögen und Besitzungen und vieles mehr... Hazret-i Allâh spricht in verschiedenen Seiner (c.c.) Ayet-i Kerimes: “Meint der Mensch (etwa), dass er unbeachtet und ohne Verantwortung dasteht?”(1) Wir haben (alles), was auf der Erde ist, zu einem Schmuck für die Wesen auf der Erde gemacht, um die Menschen zu prüfen, wer von ihnen die besten Taten begeht.”(2) Und wisst, dass euer Besitz und eure Kinder eine Prüfung sind und dass es bei Allah großartigen Lohn gibt.”(3) Das bedeutet, dass sowohl das Leben als auch der Tod uns als Prüfung gegeben worden sind. Jeder Mensch hat sich daher bewußt zu machen, dass er ein Leben voller Prüfungen zu durchleben hat, dass sein diesseitiges und sein jenseitiges Glück davon abhängt und dass er eines Tages über alle Nimet, die ihm Allah gegeben hat zur Rechenschaft gezogen werden wird. In einem Hadis-i şerif spricht Rasûlullâh (s.a.v): “Solange (der Mensch) nicht über das Wo und Wie seines Lebens, seines (erlernten) Wissens, seiner Besitzungen und seines Körpers Rechenschaft abgelegt hat, wird er sich (im Jenseits) nicht von der Stelle rühren können.”
Ein Muslim, der den Dienst am Menschen auf seine Fahnen geschrieben hat, sollte wissen, dass die Aufgabe, die er sich da aufgebürdet hat voller Beschwernisse ist. Wegen der Wahrheiten, denen er Glauben und Herz geschenkt hat, wird er von Zeit zu Zeit angefeindet werden und mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Auf diese Situationen muß er sich bereit machen. Denn alles ist dem Menschen zur Prüfung gegeben worden. Und die Prüfung besteht wer sich darum bemüht und anstrengt.


Verehrte Muslime,

Wer die Gebote und Verbote Allâhs in Zweifel zieht, wer manche der islamischen Grundüberzeugungen anerkennt und andere wiederum nicht und diese auch noch von seiner eigenen Position heraus versucht zu interpretieren verliert konsequenterweise die Prüfung des Îmân. Wer seine Grundüberzeugungen nicht in die Tat umsetzt und seine Aufgaben als Diener Allâhs nicht ernst nimmt, verliert die Prüfung der Dienerschaft bei Allâh. Wer sein erlerntes Wissen, also seine Ilim nicht in die Tat umsetzt, sprich die Zekat seiner Ilim nicht entrichtet, verliert die Prüfung der Ilim. Wer seinen Kindern keine Erziehung gemäß den islamischen Prinzipien ermöglicht und wer als Vater oder Mutter seinen Kindern kein richtiges Vorbild abgeben kann, verliert die Prüfung der Kinder. Wer Gewinn erzielt oder sich seinen Lohn erarbeitet ohne zu unterscheiden ob haram oder helal, wer einen Teil seines Verdienstes nicht in Dingen des Hayır ausgibt, seine Zekat nicht entrichtet und Allah aus dem Blickfeld verliert je mehr er verdient und je reicher er wird, verliert die Prüfung von Besitz und Vermögen. Wer eine Nimet wie das Leben an sich außerhalb der Grenzen der Rızâ-i Ilâhî verbringt, verliert konsequenterweise die Prüfung des Lebens.


So gesehen Liebe Gemeinde, sollten wir unsere Vorbereitungen für das Jenseits genau unter die Lupe nehmen. Mit leeren Händen wollen und sollten wir nicht vor den Allmächtigen Schöpfer treten. Nunmehr beginnen die letzten zehn Tage des Monats Şaban-ı Şerif. In dieser Situation ist es angebracht sich selbst die Frage zu stellen „War ich imstande von den heiligen Monaten genügend Nutzen zu ziehen? Konnte ich genügend Pluspunkte zusammentragen um diese schweren Prüfungen zu bestehen?“ Daher sollte die Rızâ-i Ilâhi sowohl für unsere weltlichen als auch für die Dinge der Âhiret, also des Jenseits erstrangiges Ziel sein.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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