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31. Mai 2013 / 25. Recep 1434 - Nacht der Himmelsreise

VIKZ

Sehr verehrte Muslime,

Kommenden Mittwoch, dem Abend vor dem Siebenundzwanzigsten im Monat Receb-i Şerif begehen wir die mübarek und gesegnete Nacht der Himmelsreise von Rasûlullâh (s.a.v.). Diese Nacht heißt Leyletül-Mi’rac auf Arabisch und Mi’rac Gecesi auf Türkisch. Nach islamischem Verständnis umfasst der Begriff Mi’rac die sowohl physisch als auch geistig stattgefundene Reise von Peygamber  Efendimiz (s.a.v.) von der Mescid-i Haram in Mekke zur Mescid-i Aksâ in Kudüs (Jerusalem), von dort in die sieben Himmelssphären und an noch andere Orte, die Hz. Allah für ihn gewünscht hat. Darüber hinaus steht der Begriff Mi’rac auch für alle Ereignisse, die in dieser mübarek Nacht sonst noch passiert sind.

 

Diese Mi’rac-Reise ist der Trost in Huzûr-u Ilâhi, das heißt in Gegenwart und durch Allâh für die Trauer und das Leid, das Rasûlullâh durchleben mußte, als in jenem “Jahr der Trauer” sein Onkel und großer Beschützer Ebû Talib einerseits und seine Zevce-i Tâhire, seine reine und lautere Frau, Hadîcetü’l Kübrâ andererseits - die ihm immer, sowohl  im weltlichen wie im geistigen Sinne beigestanden hatte - verstarben. Für Resûlullâh Efendimiz bedeutete die Mi’rac gleichzeitig Freiheit und Linderung nach drei Jahren Entbehrungen durch den Boykott und die Feindschaft der Nichtgläubigen in Mekke und der zehn Jahre währenden Erniedrigungen und Strapazen; es ist umso mehr eine Belohnung für den Sabır, also für die Geduld und Standhaftigkeit, die er und seine Gemeinschaft in dieser Zeit praktiziert haben.

Allâhü Teâlâ hat allen seinen Dienern und Freunden, denen Er mit Lütuf und Ihsan begegnen wollte, verschiedenartige Prüfungen auferlegt. Cenâb-ı Hakk hat Seinen geliebten Gesandten mit der Mi’rac-Reise belohnt, denn Rasûlullâh hat die islamische Religion und den Weg zu Allâh unter den Menschen verkündet und dabei unermeßlich viel Leid und Entbehrungen auf sich genommen. So ist die Mi’rac sowohl für Peygamberimiz als auch für seine Ashâb eine große Quelle des Trostes geworden. 

 

Liebe Muslime,

die einzelnen Abschnitte der Mi’rac-Reise werden wir inşâallah während des Kandilprogramms am Mittwoch besprechen. Als gläubige Muslime gehört es sich für uns an das Mi’rac-Ereignis so zu glauben und es so zu akzeptieren, wie wir es von Rasûlullâh gelernt haben. Nur so können wir uns der Şefâat-i Rasûlüllah, der  Fürsprache Rasûlullâhs bei Allâh versichern. So wie es damals Menschen gegeben hat, die nicht an die Mi’rac-Reise geglaubt haben, so gibt es auch heutzutage Menschen geben, die nicht daran glauben; und das in einer Zeit in der Wissenschaft und Technologie so weit fortgeschritten sind. Man überlege in diesem Zusammenhang, dass Forscher heute schon in ihren Experimenten Materie mit Licht teleportiert haben. 

Liebe Brüder im islam!

Diese mübarek und gesegnete Nacht sollten wir als Ümmet-i Muhammed, als Gemeinschaft unseres Propheten, so gut wie möglich erwecken und versuchen sie zu unserem Vorteil zu nutzen. Wir sollten unseren Eltern, unseren Geschwistern und unseren Freunden unsere Aufwartung machen, in dem wir sie mindestens anrufen und sie zum Kandil-Abend beglückwünschen. Auch sollten wir uns um die gute Duâ unserer Eltern und den Ehrenmenschen in unserem Umfeld bemühen, darüber hinaus den Rûh, also den Seelen unserer Verstorbenen spirituelle Geschenke schicken, und wir sollten uns bemühen so viel wie möglich Nâfile Ibadet, das heißt freiwillige Gebete zu verrichten.

In diesem Zusammenhang empfehlen die Evliyâ, die Freunde Allâhs spezielle Gebete für diese gesegnete Nacht. Da ist einmal ein Hacet Namaz mit zwölf (12) Gebetseinheiten, den man nach dem Nachtgebet verrichten sollte.  Den Tag danach, also den Donnerstag sollte man fastend verbringen. Auch verrichtet man an diesem Tag, zwischen dem Mittags- und dem Nachmittagsgebet einen Namaz mit vier Rekat. Wie man diese Namaz verrichtet und welche Duâs man dabei aufsagen soll, steht im deutschsprachigen Faziletkalender und in einschlägigen Duâ-Büchern.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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