Gebetskalender

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31.Dezember 2010 / 25. Muharrem 1432

VIKZ

Neujahr

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Hochgeschätzte Muslime,

Fahr-i Kâinat Efendimiz (s.a.v.) ist von Allâh als Gesandter für alle Welten auserkoren worden. Seine Gesandschaft ist demnach nicht auf ein bestimmtes Volk oder bestimmte Menschen begrenzt. Kein Volk und kein Individuum ist aus diesem Kreis ausgeschlossen.  Rasûlullâh hat die Menschheit zur Bruderschaft im Islam eingeladen und war bestrebt, einen Gedanken-, Handlungs- und Lebenswandel zu begründen, wie er zuvor keinem Volk und keiner Menschengruppe bekannt war. Frei von jedem nachgeahmten Vorbild hat Er eine Art zu leben verkündet, deren Fundamente die Gebote Allâhs und seine eigene Sünnet-i Seniyye sind.

Der Gesandte Allâhs (s.a.v.) hat den Leitsatz geprägt: “Wer sich in Übereinstimmung mit einer Gemeinschaft verhält, ihnen ähnelt und sie zum Vorbild nimmt, ist ein Teil von ihr.” Damit hat Er seiner eigenen ümmet, der Gemeinde der Muslime, aufgetragen, auf die Nachahmung religiöser und anderer Bräuche von Nichtmuslimen zu verzichten und ihnen andererseits nicht die gleiche Liebe und Anhänglichkeit entgegenzubringen wie es ein Muslim verdient. Das beeinträchtigt wohlgemerkt nicht die menschliche Verbundenheit und gute Nachbarschaft mit einem Nichtmuslim. Diesen Hadîs hat Rasûlullâh in seiner Sünnet-i Seniyye in allen Punkten persönlich vorgelebt. Wo Nichtmuslime beispielsweise ihre Haare lang zu tragen pflegten, hat er die seinen geschnitten; wo sie schliefen, durchwachte er die Nacht und widmete sich seinem Schöpfer, und wo sie einen Tag lang fasteten, fastete er zumindest zwei.

In der bekannten Âyet-i Celîle in der Sure Ahzâb heißt es: “Bei meiner Glorie: An dem Gesandten Allâhs habt ihr ein schönes Vorbild für alle.” Diese âyet zeigt unmissverständlich, dass nur Rasûlullâh und seine wahren Erben diejenigen sind, denen wir uns angleichen und denen wir nacheifern sollen. Der große Sufimeister und Gelehrte İmâm-ı Rabbânî Hazretleri sprach hierzu: Fazilet, Wertigkeit bei Allâh, ist gebunden an mütâbaat, die umfassende Annahme und Befolgung der sünnet Rasûlullâhs, und meziyet, die Tugend ist gebunden an die konsequente praktische Umsetzung der Pflichten Seiner Religion. Sogar ein Mittagsschlaf in solcher Bindung hat mehr fazilet als Tausende mit ibâdet verbrachte Nächte, denen diese mütâbaat fehlt.”

Verehrte Gemeinde,

in diesen Tagen feiern unsere deutschen Freunde und Nachbarn Weihnachten und Neujahr. Ihren religiösen Bräuchen zollen wir Respekt. Aber Muslime sollten diese Tage, wo viele kleine und große Verfehlungen und Fehltritte lauern, wachsam verbringen und sich fernhalten von Irrwegen und Handlungsweisen, die zu Sünden führen können. Der Sonnenkalender hat für uns Muslime eine mehr praktische Bedeutung: Ein Zeitplan, der an der Wand hängt und der uns in diesen Tagen daran erinnert, dass wieder ein langes Jahr vergangen ist und ein neues begonnen hat. Doch kann dieser Kalender uns sehr wohl dazu anregen, darüber nachzudenken, ob das vergangene Jahr zu unserem Vorteil oder Nachteil verlaufen ist und ob wir darin mehr sevab, mehr Verdienste, oder mehr Sünden aufgehäuft haben.

Auf keinen Fall aber sollten diese gesegneten Tage des Monats Muharrem zum Anlass genommen werden, an Neujahrsvergnügen, um nicht zu sagen Feiern und Parties, teilzunehmen, die zur Vermehrung unserer Sünden führen und das Licht von Îman und Glauben in Mitleidenschaft ziehen.

Ein Muslim, der bewusst lebt, sollte darum in diesen Tagen  keinerlei Veränderung in seinem Tagesablauf, seinen Essgewohnheiten und seiner Kleidung zeigen. Er sollte sich mit Duâ befassen und Bittgebete für die Muslime im allgemeinen und die eigene Familie im besonderen verrichten, um vor der zulmet gefeit zu sein und in der hidâyet zu verbleiben.

In der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerime spricht Cenab-ı Hakk (c. c.): “Überlass sie sich selbst: Sollen sie essen, trinken, geniessen! Sollen sie sich von emel, von leerer Hoffnung, leiten lassen. Bald (wenn der Tod kommt) werden sie es erfahren.”

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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