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4. Mai 2012 / 13. Cemaziye'l-Ahir 1433 - Islamisches Wissen erwerben

VIKZ

Islamisches Wissen erwerben

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Verehrte Muslime, 

in unserer Hutbe sprechen wir heute über den Wert und die Wertigkeit die Ilm-i Islam, also die islamische Lehre zu erwerben und weiterzugeben.

 

Die islamische Religion mißt der Aneignung von Wissen einen sehr hohen Stellenwert bei und fördert vor allem den Erwerb von Wissen über den Islam. Rasûlullâh (s.a.v.) hat zum Beispiel die Eshab-ı Suffe selbst unterrichtet und sie als islamische Gelehrte zu Völkern und Stämmen geschickt, die zu Muslimen geworden waren. Damit hat Er in jenen Regionen vorbildlich das Interesse für mehr Wissen über den Islam gedeckt. In dieser Tradition haben sich die “Erben” Rasûlullâhs (s.a.v.), also die “Gelehrten des Islam” tagein tagaus verausgabt um den Ehl-i Îmân, also uns Muslimen zu ermöglichen den Islam zu erlernen, es zu leben und es anderen beizubringen.

 

Cenab-ı Hak spricht in der Âyet 9 der Sûre Zümer über den Wert und die Fazîlet der muslimischen Gelehrten und damit auch über den Wert von Ilim: “Habibim; o mein Geliebter Gesandter, so sprich: können solche die wissen und die, die nicht wissen jemals gleich sein?” Peygamber Efendimiz (s.a.v.), wie wir ihn im Türksichen liebevoll nennen, spricht in einem Hadîs-i Şerîf das Folgende: "Die Welt und alles darin ist wertlos, davon ausgenommen ist der Zikir, das Gedenken an Allâh und alles sonst was einen Allâh näherbringt, darüber hinaus der Gelehrte, der (islamisches) Wissen vermittelt und der Schüler, der es erlernt."

 

Die größte Ehre auf dieser Welt und dazu die größte Nimet, das heißt Gabe ist zweifellos Wissen über den Islam zu erlernen und das erlangte Wissen später weiterzugeben. Kein anderer Wissenszweig ist der islamischen Lehre an Wert ebenbürtig. Denn nur mit der Weitergabe der islamischen Lehre ist auch der Fortbestand der islamischen Religion garantiert. Jeder Schüler und jeder Gelehrte, der sich dieses Wissen angeeignet hat, muß sich anstrengen um dieses Wissen zu bewahren und auszubauen. Zuallererst hat ein jeder von ihnen die Aufgabe ihr Wissen und ihre Ilim in die Tat umzusetzen, es zu praktizieren. Für den Muslim steht Ilim zwar an vorderster Stelle, aber wenn sie nicht praktiziert wird, gereicht sie zum Nachteil und kann im Jenseits Beweismittel gegen den Gläubigen sein. Der große Gelehrte Ebul Faruk Silistrevî (k.s.) Hazretleri hat dazu folgende Anmerkung gemacht: “Man sollte sich bewußt machen, dass Ilim (also islamisches Wissen) für den Amel (für die religiöse Praxis) notwendig ist. Ilim ohne Amel ist nutzloses Wissen und daher schlimmstes und größtes Unheil für den Menschen. Solches Wissen wird im Jenseits Zeugnis gegen seinen Besitzer ablegen. Deswegen hat Cenab-ı Fahr-i Âlem, Rasûlullâh (s.a.v.) Allâh um Schutz vor nutzlosem Wissen gebeten.”

Es ist sehr wichtig sowohl das Studium der Ilm-i Islâm als auch die Amel und religiöse Praxis immer mit Ihlâs und Hingabe zu machen. So wie Ilim ohne Amel keinen Nutzen hat, bringen auch Gebete seinem Besitzer keinen Nutzen wenn sie ohne Ihlâs verrichtet werden. Nur Amel mit Ihlâs und Hingabe haben Wert bei Allâh. Und Ihlâs, so wie von Allâh und Seinem Gesandten gewünscht und beschrieben, kann allein nur durch Mâneviyât und Spiritualität und dem Zikir im Herzen des Menschen entstehen. Hierzu spricht Peygamber Efendimiz (s.a.v.): “Mit Ilim erlangt man das Wohlgefallen von Allâh Azze ve Celle. Wer diese Ilim erwirbt um damit weltliche Güter zu erlangen wird im Jenseits, in der Kıyâmet nicht einmal den Geruch der Cennet wahrnehmen können.” 

Liebe Brüder im Islam, 

im folgenden Hadîs-i Şerîf erläutert Rasûlullâh (s.a.v.) den Wert eines Menschen, der sich mit der islamischen Lehre beschäftigt mit diesen Worten: "Wer sich auf einen Weg begibt um Ilim zu erwerben, dem erleichtert Allâh-ü Teâlâ den Weg zur Cennet. Und die Engel sind wahrlich so in Freude über diese Tat, dass sie ihre Flügel über den Lernenden ausbreiten. Alle Geschöpfe in den Himmeln und auf Erden, sogar die Fische im Wasser bitten für den Âlim (also den Gelehrten) um Mağfiret und Vergebung bei Allâh. Die Überlegenheit eines Âlim gegenüber jemandem, der sich nur mit Ibâdet und Gebeten beschäftigt, ist vergleichbar mit dem Glanz des Mondes gegenüber dem Leuchten der Sterne. Die Ulemâ und Gelehrten sind die Erben der Gesandten Allâhs. Denn die Gesandten haben weder Gold- noch Silberstücke hinterlassen. Ihr Nachlaß war Ilim, also das islamische Wissen. Wer dieses Erbe annimmt hat wahrlich einen großen Anteil und große Ehre angenommen.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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