Gebetskalender

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5. August 2016 / 2. Zilkade 1437 - Namaz Bescheidenheit und Ausgeglichenheit

03. Juni 2016 / 27. Şaban 1437 - Ramazan-ı Şerif

Verehrte Muslime!

in unserer heutigen Hutbe geht es um das rituelle islamische Gebet, das im Türkischen Namaz genannt wird, und über die Wichtigkeit, dieses Gebet mit Huşû, das heißt mit innerer Sammlung, zu verrichten.

 

Huşû bedeutet wörtlich einen Zustand der Stille und des Friedens, in dem man den Geschehnissen rechts und links keine Beachtung schenkt und Demut und Hingabe übt. Im Gebet kommt es darauf an, Leib und Seele zu verschmelzen und beides zugleich unter Kontrolle zu haben.

Um im Gebet Huşû zu verwirklichen, muss das Herz das Gefühl der Ehrfurcht und des Respekts verinnerlicht haben. Als Folge sollten unser Körper und jedes einzelne seiner Glieder in Sükûnet sein und einen inneren Frieden eingehen und uns das Gefühl vermitteln, wir befänden uns in der Gegenwart von Hazret-i Allâh.

Als Rasûlullâh (s.a.v.) einmal sah, wie jemand während des Gebetes mit seinem Bart spielte sprach Er: “Hätte er Huşû in seinem Herzen, so hätten sie auch seine Glieder.”

In der Âyet-i Kerîme, die ich zu Beginn meiner Hutbe vorgetragen habe, spricht Allâhu Teâlâ: “Wahrlich, Wohlergehen haben die Gläubigen gefunden. Diese sind solcherart von Gläubige, die in ihren Namaz (ihren rituellen Gebeten) voller Huşû sind; und die sich von allem leeren Gerede abwenden.” (Mü’minün,1-2-3)

 

Liebe Brüder im Islam,

begibt sich der Mensch zum Namaz soll er auf zwei Dinge höchste Obacht geben. Einmal beim Rezitieren der Fatiha-i Şerîfe bei der Âyet-i Kerîme

“إِيَّاكَ نَعْبُدُ وإِيَّاكَ نَسْتَعِينُ ”

soll man sich vollständig auf die Bedeutung, sprich die Bitte an Allâhü Teâlâ konzentrieren. Denn hier heißt es “Allein Dich beten wir an und allein von Dir erbitten wir Hilfe.

Die zweite Stelle ist ein Satz in der als Tahiyyat bekannten Duâ: 

اَلسَّلَامُ عَلَيْكَ اَيُّهَاالنَّبِىُّ وَرَحْمَةُ اللهِ وَبَرَكَاتُهُ

was so viel heißt wie “O Nebiyyi Zîşân, der Selam Allâhs, Sein Segen und Seine Bereket mögen auf Dir sein.” Hierbei soll der Betende an Rasûlüllah (s.a.v.) und nicht an etwas anderes denken.

Eine andere Angelegeheit, die unsere volle Aufmerksamkeit im Namaz erfordert,  ist das Freimachen des Halses. Den Hals sauberzuräuspern, ohne einen Entschuldigungsgrund oder ohne einen anderen islamisch-rechtlichen Hintergrund, führt dazu, dass der Namaz ungültig wird. Wenn man aber den sprichtwörtlichen Frosch im Hals hat und nicht mehr konzentriert seine Duas weiterlesen kann, ist es natürlich erforderlich durch Räuspern den Hals freizumachen.

Um die Konzentration im Namaz aufrechtzuerhalten ist es weiterhin wichtig während des Stehens (also Kıyam) an die Secde-Stelle, während der Rukü’ (also bei der Verbeugung) auf die Zehenspitzen, während der Secde (bei der Niederwerfung) in Richtung Nasenspitze und während der Tahiyyat auf unseren Schoß zu schauen.

Sehr geehrte Muslime,

Rasûlullâh (s.a.v) bezeichnete den Namaz als “mein Augenlicht” und “Säule des Islam”. Darüber hinaus ist der Namaz der zweite Pfeiler des Muslimseins. Daher ist es für jeden Muslim erforderlich nicht nur den Namaz zu verrichten, sondern auch und vor allem diesen mit Huşu’, das heißt mit innerer Sammlung und höchster Konzentration auszuführen. Um dies machen zu können, ist es absolut wichtig auch bei der Taharet, das heißt bei der Waschung nach dem Toilettengang, bei der Abdest, sprich der rituellen Waschung, bei den Farz-, Sünnet und Vacipnamaz höchste Konzentration und Aufmerksamkeit walten zu lassen.

Dies erreicht man eigentlich nur in dem man an die Wichtigkeit des Namaz glaubt und mit viel Leidenschaft an den Namaz herangeht und viel Duâ an Allâhu Teâlâ macht.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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