Gebetskalender

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5. Mai 2017 / 9. Şaban 1438 - Berâet kandil

Hutbe

Verehrte Muslime,

 

unsere heutige Hutbe handelt über die Fazilet des Beraet Kandil oder Leylet-ul‘Berâ-a.

 

Eine der von Allâhü Teâlâ erschaffenen außergewöhnlichen Zeiten ist ohne Zweifel die Leylet-ul‘berâ-a oder die Nacht der Befreiung. Nach islamischer Zeitrechnung begehen wir diesen gesegneten Abend am 15. des Mondmonats Şaban. Dieses Jahr trifft es auf den kommenden Mittwochabend, den 10. Mai.

 

Die Nacht der Befreiung ist eine sehr ehrwürdige Nacht, in welcher der Kurân-ı Kerîm von der Levh-i Mahfuz in die irdische Sphäre eingebracht wurde.

In der am Anfang meiner Hutbe vorgetragenen Âyet-i Kerîme heißt es: „Hâ- mîm. ICH schwöre auf dieses Buch, das offen verkündet (was Haram und Helal ist und all die anderen Rechtssätze). In der Tat, WIR haben es in einer gesegneten Nacht herabgesandt. In Wahrheit künden WIR (mit diesem Buch) Nachricht (von der Bestrafung für die Küffar). (Jene ist solch eine Nacht) in der jede weise Angelegenheit einzeln entschieden wird - mit einem Gebot von Meiner Seite…“

 

Verehrte Muslime,

 

diese ehrwürdige Nacht hat fünf wichtige Besonderheiten:

1. In dieser Nacht beginnt die Niederschrift der Ereignisse für das folgende Jahr; diese Niederschrift dauert an bis zur Kadir Nacht, der Nacht der Bestimmung am Ende des Monats Ramazan.

2. Der Wert von Gebeten und anderen Ibâdât in dieser Nacht ist viel höher als an anderen Tagen. Hazret-i Ayşe (r.a.) erzählt folgendes: In der Berâet-Nacht fragte mich Rasûlullâh (s.a.v.): „Gestattest du mir, in dieser Nacht Ibâdât zu machen?” Ich antwortete ihm: “Bei meinem Vater und meiner Mutter! Natürlich, Ya Rasûlallâh!” Er tauchte dann tief ein in seinem Namaz und sprach während der Secde folgende Duâ: “Oh Allah! Ich suche Zuflucht in Deiner Vergebung vor Deiner Strafe. Ich suche Zuflucht in Deinem Wohlgefallen vor Deinem Zorn. Ich suche Zuflucht bei Dir vor Dir. Ich kann Dich nicht genug preisen. Keine Lobpreisung ist deiner Lobpreisung ebenbürtig. ”

3. Allâhü Teâlâ begegnet mit Rahmet, also segnet in dieser Nacht mehr Menschen, als die Anzahl der Haare der Schafe vom Stamme der „Benî Kelb“.

4. In dieser Nacht ist die Vergebung Allâhs am größten.

5. Rasûlullâh (s.a.v.) erhielt in dieser Nacht die Erlaubnis zur Şefaat, also die Fürsprache für seine ganze Ümmet, Gemeinschaft der Muslime.

Ein anderes wichtiges Ereignis dieser Nacht ist die Änderung der Kıble, der Gebetsrichtung von Kudüs/Jerusalem zur Mescid-i Haram in Mekke.

 

Liebe Brüder im Islâm,

 

in dieser Nacht sollte ein Muslim viel Nâfile Namaz, also freiwillige rituelle Gebete verrichten, viel Tevbe-i Istighfar machen, also um Vergebung bitten, aus dem Kuran-ı Kerim lesen und anderen Muslimen zum Kandilabend gratulieren. Darüber hinaus gibt es für diese Nacht einen HAYIR NAMAZ mit 100 (Einhundert) Rek‘at. Große islamische Gelehrte haben dazu gesagt, wer die Zeit findet und es schafft diesen Namaz zu verrichten und im folgenden Jahr sterben sollte, wird als Şehid gestorben sein. Hierzu spricht Rasûlullâh (s.a.v.):

„Verbringt die Nacht vor dem 15. Şaban mit Ibâdât und Lobpreisungen. Fastet tagsüber. Denn mit dem Sonnenuntergang fragt Allâh in dieser Nacht: ‚Gibt es keinen, der um Vergebung bittet, damit ich ihm vergeben kann? Gibt es keinen, der um Speise bittet, damit ich ihm Speise andienen kann? Gibt es keinen Kranken, damit Ich ihm Heilung geben kann? Gibt es keinen der einen Wunsch hat, damit Ich ihn erfülle?‘ Und dies dauert bis zum Morgengrauen an.”

 

In diesem Sinne, liebe Muslime, lade ich euch am kommenden Mittwochabend zu unserem Kandilprogramm ein. Beginn ist um 20 Uhr.

 

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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