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6. April 2012 / 15. Cemâziyelevvel 1433 - Gegenseitige Hilfe in guten Taten und Takvâ

VIKZ

Gegenseitige Hilfe in guten Taten und Takvâ

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Sehr verehrte Muslime! 

In unserer heutigen Hutbe behandeln wir das Thema “GEGENSEITIGE HILFE BEI GUTEN TATEN UND TAKV”. 

Cenab-ı Hakk hat der Menschheit die “Din-i Celil-i Islam” als großes Geschenk anvertraut. Die größte Nîmet und Gabe in diesem Leben ist daher zweifellos mit dem Islam beehrt zu sein, an die Werte und Themen, die wir vom Islam gelernt haben, zu glauben, uns seinen Geboten hinzugeben und von seinen Verboten Abstand zu halten. Dazu gehört auch, dass wir die Sünnet Rasûlullâhs (s.a.v.) feste umklammern und den Kur'an-ı Azîmü’ş-Şân lernen und unseren Beitrag dazu leisten damit andere es auch erlernen und danach leben können. Um es auf den Punkt zu bringen: Der gläubige Muslim sollte sein Leben so gestalten, dass er das Wohlgefallen Allâhs, die Rızâ-i Ilâhî erlangt, damit er in das Jenseits mit Îmân-ı Hakîkî und vollkommenem Glauben hinüberwechseln kann. 

Um dies schaffen zu können empfiehlt die islamische Religion den Muslimen sich gegenseitig zu helfen. In der Sûre-i Mâide heißt es dazu umschrieben: “Helft euch einander in gerechten, guten Taten und in Takvâ.”

Die deutsche Übersetzung “gerechte und gute Taten” lautet im arabischen Original “el-birr”. Dieses Wort umfasst weit mehr als es die Wendung “gerechte und gute Taten” ausdrücken kann. Da sind zum Beispiel Ihsan und Großmut, desweiteren die vollkommenste Art von Hayır und aller guten Taten, die Rahmet und Güte Allâhs und Seine Rızâ, also Sein Wohlgefallen und die Cennet.

Der Begriff “Takvâ” ist in den islamischen Tefsîrwerken wie folgt erklärt: “Im Kur'an-ı Kerim wird Takvâ für drei Stufen des menschlichen spirituellen Daseins verwendet. In der ersten Stufe hält sich der Mensch fern von Şirk und gehört damit zu den Ehl-i Îmân (den Gläubigen). Ziel dabei ist es sich vor der ewigen Bestrafung zu schützen. In der zweiten, der nächsthöheren Stufe hält sich der Mensch gänzlich fern von großen Sünden, vermeidet, so gut es geht, auch die kleinen Sünden und praktiziert alle Farzgebote. In der dritten Stufe wendet sich der Mensch ab von allen Dingen, die sein Herz beschäftigen und die ihn Allâhü Teâlâ vergessen lassen und widmet sich vollständig dem allmächtigen Schöpfer. In der Sûre Âli Imran heißt es hierzu: “O die ihr glaubt praktiziert Ehrfurcht vor Allâh in gebührender Ehrfurcht…” Das Arabische (حق تقاته), das wir in dieser Âyet-i Kerîme mit “in gebührender Ehrfurcht” übersetzt haben, beschreibt die oben genannte dritte Stufe.”

In der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerîme in der Sûre Âl-i İmran heißt es: “So eilt zur Mağfiret und Vergebung eures Herrn und Rabb und zur Cennet, die für jene Leute mit Takvâ bereitet ist und die so groß und weit ist wie die Himmel und die Erde. Jene Leute mit Takvâ geben aus für Allâh, ob in Wohlstand oder in Knappheit, sie zügeln ihren Zorn und verzeihen den Menschen. Allâh (c.c.) liebt die, die  Gutes tun.”

Rasûlullâh (s.a.v.) spricht in einem Hadîs-i Şerîf das Folgende: “So beeilt euch viel an Sâlih Amel, an guten und gerechten Taten zu verrichten.  Denn bald werden Fitne und Zwietracht (auf euch) hereinbrechen, so wie die Dunkelheit der Nacht. In jener Zeit wird der Mensch als Mü’min den Morgen beginnen und  als Kâfir in den Abend gelangen. Oder er wird als Mü’min den Abend erreichen und als Kâfir den Morgen beginnen. Und er wird seine (islamische) Religion für wenig Geld eintauschen.”

 

Liebe Gemeinde,

viele Âyet-i Kerîmes und Hadîs-i Şerîf empfehlen den Muslimen Eile walten zu lassen in der Verrichtung von Taten mit Hayır und Sâlih Amel und dabei NICHT auf ein hohes Alter zu warten. Daher sollten wir Muslime in Hayır und Hizmet, das heißt im Dienst auf dem Wege Allâhs klug und aufgeweckt handeln und die sich bietenden Gelegenheiten nicht verstreichen lassen. Muslime sollten sich in allen Taten und Handlungen die zur Rızâ, zum Wohlgefallen Allahs führen gegenseitig Hilfe und Unterstützung geben und hierin auch in Wettbewerb zueinander treten.

Dabei sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass jener, der zum Guten anstiftet und der mit einer vorbildlichen Tat die Menschen dazu bringt Salih Amel, also rechtschaffene Werke zu praktizieren denselben Lohn erhält wie jene, die er dazu angeregt hat. Dazu heißt es in einem Hadîs-i Şerîf: “Wer zur Hayır anstiftet erlangt dieselbe Sevab wie jener der es  verrichtet.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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