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6. September 2013 / 30. Şevval 1434 - Das Leben auf das Jenseits ausrichten

VIKZ

Verehrte Muslime,

in unserer Hutbe sprechen wir heute über die Notwendigkeit unser Leben auf die Âhiret, das heißt auf das Leben nach dem Tode hin auszurichten.   

Das Leben und der Tod sind von Cenâb-ı Hakk erschaffen worden um zu prüfen wer in seiner Amel und seiner religiösen Praxis besser sein wird als die anderen. Daher ist es erforderlich das diesseitige Leben (und die gesamte Lebenszeit) als Kapital für die Erlangung des Lebens nach dem Tode anzusehen. Allâhü Teâlâ erklärt in vielen Âyet-i Kerîmes im Kur’ân-ı Azîmü’ş-Şân was es bedeutet das diesseitige Leben einfach zu vergeuden, ohne Vorbereitung auf das Leben im Jenseits, also in der Âhiret zu sein.

So heisst es in einer Âyet-i Kerîme umschrieben: “O ihr Menschen! Allâhs Verheißung ist wahr, lasst euch nicht blenden von dem Leben auf der Welt und lasst euch nicht vom Blender (dem Şeytan) über Allâh blenden.” Die Müfessirîn haben diesen Vers in der folgenden Weise erläutert: “Das jenseitige Leben in der Âhiret wird unzweifelhaft kommen, auch die Belohnung und Bestrafung wird in jedem Fall stattfinden. Daher lasst euch auf keinen Fall vom diesseitigen Leben täuschen. Vergeudet keine Minute auf Gedanken wie ‘Heute vergnügen wir uns, was morgen wird ist nicht unsere Sorge.’ Daher soll auch der “täuschende Şeytan“ euch nicht mit Allâh täuschen, in dem er euch mit Gedanken beschäftigt wie „Allâh ist kerîm, Allâh ist gafûr und rahîm; Allâh genügt für alles“. Denn dann ist es ihm ein leichtes euch zu Fehlern, Trägheit und Zügellosigkeit zu führen und damit euch von euren Aufgaben und Zielen abzubringen. Fürwahr, so ist Allâh. Das ist richtig. Aber sich deswegen täuschen zu lassen und keine Ehrfurcht vor Allâh zu praktizieren ist wahrlich ein Verlust an den Nîmet und Gaben, die Allâh den Sâlihîn, also jenen Menschen in äußerem und innerem Frieden, versprochen hat.“ 

Wenn die (Liebe dieser) Welt sich in das Herz des Menschen einnistet und ihn von der Zikir an Allâh, von Namaz, von Zekât und von anderen Aufgaben fernhält und damit uns davon abhält für das ewige Leben in der Âhiret zu arbeiten, dann wird es kritisch und unser Leben auf dieser Welt ist vergeudet. Wenn aber der Mensch es schafft seine Aufgaben für die Âhiret den größten Stellenwert zu geben und sein Leben danach abzustimmen, hat er nichts vergeudet. 

Jene, die diese Abstimmung in ihrem Leben geschafft haben lobt Allâhu Teâlâ in der Sûre-i Nûr in der Âyet 37 auf die folgende Art und Weise: „Solcherart von Leuten gibt es, die weder Ware noch Handel von der Zikir an Allâh, der Verrichtung des Namaz und dem Entrichten des Zekât abhält. Sie fürchten einen Tag, an dem sich die Herzen und Augen verdrehen werden.“  

 

Liebe Gemeinschaft der Muslime,

 

heute Abend lassen wir den Monat Şevval hinter uns und es beginnt der Monat Zilkâde. Ein kluger Muslim sollte die Gelegenheiten dieser Tage nicht einfach verstreichen lassen und bemüht sein die Aufmerksamkeit für Gebete, die er sich im Ramazan-ı Şerîf erarbeitet hat, das ganze Jahr über aufrechtzuerhalten.

Denn die Menschen, die sich für die Âhiret anstrengen um damit das Wohlgefallen Allahs zu erreichen, schaffen es auch das diesseitige Leben zu meistern. Wenn sie sich darüber hinaus auch noch abmühen um das jenseitige Leben anderer zu retten, das heißt sich auf dem Wege Allâhs anstrengen, werden sie das Leben in dieser materiellen Welt wahrlich mit großem Gewinn meistern. 

Aber Menschen, die nur für das Diesseits leben und die Âhiret vergessen, werden letztlich beide verlieren. 

Der große islamische Gelehrte Ebu`l-Faruk Süleyman Hilmi Silistrevî (k.s.) Hazretleri hat diesen Umstand so erläutert:  “Diese Welt gleicht einem Schatten. Wann immer du deinen Rücken der Sonne zuwendest, findest Du deinen Schatten vor dir. Wie lange du auch laufen mögest, deinen Schatten wirst du niemals zu greifen bekommen. So steht es auch mit der Welt. Sie ist ihren Verfolgern immer einen Schritt voraus. Aber dreht sich der Mensch zur Sonne, so folgt ihm auch sein Schatten und weicht nie von seiner Seite. Warum überhaupt soll der Mensch seinem Schatten folgen? Wichtig ist allein, dass wir uns Allâh zuwenden und die Welt dazu bringen, gleich dem Schatten, uns zu folgen (und nicht umgekehrt). Wer sich für das Diesseits anstrengt, verliert das Jenseits. Wer hingegen sich für die Âhiret anstrengt gewinnt dabei auch das diesseitige Leben.”

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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