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6.November 2011 / 10. Zilhicce 1432

VIKZ

Kurban Bayram Hutbe

 

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Liebe Brüder im Islam,

es war im zweiten Jahr nach der Hicret. Der Gesandte Allâhs (s.a.v.) kehrte am neunten Zilhicce, also am Arefe-Tag, von seinem Feldzug nach Sevik zurück und hielt Einzug in Medine. Einen Tag später, am zehnten Zilhicce, ging er zusammen mit den Ashab-ı Kiram, seinen Erlauchten Gefährten, zur Gebetsstätte und verrichtete ohne Ezan und ohne Kamet das Kurban Bayram-Gebet in zwei Einheiten. Im Anschluss daran hielt er eine Hutbe.

In dieser Hutbe hat der Gesandte Allahs (s.a.v.) den Muslimen das Opfern eines Tieres zur Pflicht erklärt. Auch er selbst hat das Opfer vollzogen. Während er den ersten von zwei vorher erworbenen Widdern opferte, sprach er: “O Allah, dieses Opfer widme ich deiner Einheit und meiner ümmet, meiner Gemeinde, die für alles, was Du mir herabgesandt hast, Zeugenschaft ablegt”. Beim zweiten Widder betete er: “O Allah, und dieses Opfer verrichte ich für mich selbst.”

So geschah es, dass die Muslime nach Jahren der Unterdrückung und Verfolgung endlich ihre Feste in Freiheit feiern durften. Und sie haben diese Freiheit und dieses Fest bis ins letzte genossen! Denn ein Tier zu opfern ist ein Zeichen von Hingabe und Ergebenheit an Allah. Es besagt: “Ya Rab! Für dich bin ich bereit, alles zu geben – ja sogar mich selbst.”

Verehrte Muslime,

unsere muslimischen Feste sind Tage, an denen Feindseligkeiten außen vor gelassen werden und Zerstrittene sich wieder versöhnen sollen. Bayram heißt keineswegs nur Freude für sich selbst, es heißt vielmehr Freude gemeinsam mit den anderen. Bedürftigen sollten wir eine Freude machen und die Alten besuchen.  

Liebe Gemeinde,

euch allen ist bekannt, dass unser Moscheeverband seit Jahren Kurban-Kampagnen organisiert. Jedes Jahr werden eure Opfer überall auf der Welt an Schüler und Studenten, die das Buch Allâhs studieren, sowie an Arme und Bedürftige geschickt, die seit Jahren kein Opferfleisch mehr in den Magen bekommen haben. Diese Menschen haben damit seit langem zum erstenmal die Möglichkeit, einen wirklichen Bayram zu feiern und sie danken euch, ihren Geschwistern in Europa, mit Tränen in den Augen. Ohne Frage haben wir hier das schönste  Beispiel menschlicher Solidarität.

Wenn es daher noch Brüder oder Schwestern gibt, die ihren Kurban nicht organisiert haben und die sich an dieser Kurban-Kampagne beteiligen wollen, sollten sie sich beeilen und sich so schnell wie möglich an unsere Moschee wenden. Denn es bleibt nicht mehr viel Zeit, um eure Vollmacht zum Opfer anzunehmen und sie an Ort und Stelle weiterzuleiten.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen gesegneten Bayram voller Hayır und erbitte von Allâhu Teala, dass Er dieses Fest zum Anlass nimmt, alles nur erdenkliche Gute für uns zu bewirken. Tebarekâllahu ıyd-al adha – Möge Allâh euer Opferfest segnen!

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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